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IBM Innovate 2011: Erweiterungen für Technologie-Plattform Jazz Collaborative Software Development im Fokus

| Autor / Redakteur: Susanne Franke / Florian Karlstetter

Auf der Rational Kundenkonferenz Innovate hat IBM neben einer mit weiteren auf der Jazz-Plattform beruhenden Werkzeugen integrierten neuen Version von Rational Team Concert auch neue OSLC-fähige (Open Services for Lifecycle Collaboration) Lösungen vorgestellt.

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Jede Menge Neuigkeiten im Gepäck: IBM Entwickler-Konferenz Innovate 2011.
Jede Menge Neuigkeiten im Gepäck: IBM Entwickler-Konferenz Innovate 2011.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit der offenen Technologieplattform Jazz verfolgt IBM das Ziel, eine engere Zusammenarbeit aller an einem Projekt beteiligten Expertenteams zu erreichen und die Softwareentwicklung mit den Geschäftsprozessen und dem operativen Betrieb des Unternehmens zu verknüpfen. Die Grundlage für die Integration von Daten und Diensten über die Plattform bildet Open Services for Lifecycle Collaboration (OSLC), eine Initiative zur Definition einheitlicher Dienste, über die die verschiedenen, entlang des Softwareentwicklungsprozesses eingesetzten Werkzeuge ihre Daten untereinander austauschen und auch auf semantischer Ebene teilen können.

Rational Team Concert (RTC) ist die erste Produktfamilie, die IBM auf dieser Technologieplattform bereitstellt. Im Zentrum der Jazz Integration Architecture steht der Team Server, der auf den OSLC-Diensten aufsetzt und mit den so genannten Foundation Services die Basisdienste als Web Services liefert. Der Server verwaltet zudem ein Repository, das sich auf eine relationale Datenbank stützt. Für den Zugriff auf das Repository stellt der Team Server verschiedene Dienste zur Verfügung, die von den Clients aus genutzt werden können. Unternehmen, die auf Basis dieser Technologie entwickeln wollen, schließen einen Designpartner-Vertrag und erhalten Zugang zu Source Codes und Software Development Kits.

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IBM Rational Collaborative Lifecycle and Design Management

Zu den verfügbaren Jazz-basierten RTC-Lösungen gehörten bislang etwa Änderungs- und Konfigurationsmanagement. Auf der Innovate 2011 hat Big Blue nun eine neue Version vorgestellt: Unter der Bezeichnung IBM Rational Collaborative Lifecycle Management (CLM) erhält der Anwender ein integriertes Application Lifecycle Management (ALM) durch die Kombination der Jazz-basierten Produkte RTC, Rational Requirements Composer für die Verwaltung und Erfassung der Anforderungen und dem Quality Manager. Die drei Lösungen sind für sich genommen nicht neu, sie sind nun miteinander in ein Produkt integriert worden und können in einem Schritt installiert werden. Laut Anbieter sorgt CLM für Planungen in Echtzeit, Rückverfolgbarkeit über den gesamten Lebenszyklus hinweg für höhere Qualität sowie die Möglichkeit für kontinuierliche Verbesserungen im Projekt.

Hinzugekommen ist auch Rational Collaborative Design Management für die teamübergreifende Zusammenarbeit beim Software- und Systemdesign. Das Werkzeug erlaubt es, Designelemente, die mit dem Software Architect oder Rhapsody erstellt wurden in der Jazz-basierten Umgebung zu publizieren. Die beiden Entwicklungswerkzeuge enthalten mit dem Design Manager ein Addon, mit dem auf der Basis der OSLC-Schnittstellen das Designelement anderen Werkzeugen zur Verfügung steht. Mithilfe eines Web-Clients können Entwickler den gesamte Designprozess verfolgen.

Ein zentralisierter Design Hub speichert sämtliche Designs physisch oder virtuell, sodass Teammitglieder aus ihrem Werkzeug direkt auf das Element zugreifen. Die Lösung verknüpft damit Anforderungen und Work Items in anderen Werkzeugen, beispielsweise eine Anbindung an die Anforderungsplanung und bietet eine durchgängige Verfolgung und transparente Dokumentation, betont Renate Stücka, Senior Market Manager Rational bei IBM.

Lücke zwischen Entwicklern und IT-Abteilungen schließen

Schließlich kündigte IBM mit Rational Collaborative Development and Operations noch eine weitere Integration an, die die „kulturelle Lücke“ zwischen Entwicklerteams und den operativen IT-Teams überbrücken soll. So hilft eine neue Deployment Planning & Automation-Lösung durch standardisierte Prozesse und automatisches Deployment den Bedarf an Nacharbeit zu reduzieren, so Stücka.

Außerdem hat der Hersteller das Ticket-System Tivoli Request Manager und Rational Team Concert über eine OSLC-Schnittstelle miteinander verbunden. Damit kann die IT-Abteilung Fehler und Erweiterungswünsche direkt in das Trackingsystem eingeben. Weitere Integrationen mit RTC umfassen spezialisierte Werkzeuge,die den laufenden Betrieb unterstützen, so etwa Websphere-Werkzeuge.

Die nächsten Erweiterungen sind für den Herbst geplant. Außerdem will IBM die Jazz-basierte Entwicklung auf industrie- oder segmentspezifische Lösungen beziehungsweise Anwendungen erweitern. Nicht nur IBM-eigene Lösungen nutzen die Jazz-Technologie. Andere Anbieter können die kommerzielle Open Source Plattform als Addon in ihre Produkte integrieren und diese Dienste weiter ausbauen. Die verschiedenen Werkzeuge kommunizieren dabei untereinander ausschließlich über ihre Verbindung zur Jazz-Plattform.

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