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Alternatives Betriebssystem für Notebooks und Kiosk-Rechner CloudReady ChromeOS nutzen – auch als VM

Autor / Redakteur: Thomas Joos / Elke Witmer-Goßner

Mit CloudReady lassen sich nahezu alle PCs und Notebooks zu Chromebooks machen, mit entsprechenden Vorteilen für Unternehmen und Anwender. Mit der Google Management-Konsole können zum Beispiel zahlreiche Chromebooks zentral verwaltet werden.

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Die ChromeOS-Version CloudReady ist eine einfache und in der Home Edition auch kostenlose Möglichkeit, alte PCs, Laptops oder Macs in ein leistungsstarkes Chrome-Gerät zu verwandeln.
Die ChromeOS-Version CloudReady ist eine einfache und in der Home Edition auch kostenlose Möglichkeit, alte PCs, Laptops oder Macs in ein leistungsstarkes Chrome-Gerät zu verwandeln.
(Bild: Neverware)

ChromeOS ist ein alternatives Betriebssystem von Google das für ältere Notebooks und auch Kiosk-Rechner sinnvoll einsetzbar ist. Durch die enge Integration an Google-Dienste können mit dem System auch Cloud-Services von Google genutzt werden. ChromeOS ist nicht stark verbreitet und in vielen Dingen Linux unterlegen. Es ändert aber nichts daran, dass das Betriebssystem durchaus interessant ist, zum Beispiel um ältere Hardware wieder optimal nutzen zu können, oder Kiosk-Rechner mit den notwendigen Apps auszustatten. Mit CloudReady des New Yorker Start-ups Neverware steht ChromeOS in abgespeckter Form kostenlos für sehr viele Computer zur Verfügung, und kann auch als VM getestet werden.

Einstieg in CloudReady und ChromeOS

Im Gegensatz zu ChromeOS kann in CloudReady allerdings nicht Google Play aktiviert werden. Das heißt, es lassen sich in dieser Version keine Android-Apps auf Notebooks installieren. Im Fokus steht bei ChromeOS und CloudReady der Browser Chrome. Natürlich können hier auch die Apps für Chrome installiert werden, mit denen die Produktivität verbessert werden kann. Die Outlook-App für Chrome funktioniert auch in ChromeOS.

Die Home Edition von Cloudready kann kostenlos genutzt werden. Unternehmen können CloudReady for Enterprise lizenzieren und erhalten hier auch die Möglichkeit Clients zentral zu verwalten. Die Enterprise-Version ist durchaus auch für kleine Unternehmen und Startups interessant. Die Kosten liegen bei 49 US-Dollar pro Jahr und Gerät. Für Schulbetriebe kostet CloudReady Education 30 US-Dollar pro Jahr und Gerät.

CloudReady ChromeOS installieren

Die Installation von CloudReady ChromeOS ist recht einfach. Im ersten Schritt wird ein USB-Stick mit mindestens 8 GB Speicher benötigt. Mit dem USB-Maker können Anwender schnell und einfach einen USB-Stick für CloudReady ChromeOS erstellen. Dazu werden ein Windows-Rechner und eine Internetverbindung benötigt. Der CloudReady USB-Maker muss nicht installiert werden, er lässt sich direkt starten.

Wer einen bootfähigen USB-Stick für die Installation von CloudReady manuell erstellen will, kann sich das aktuelle Image für CloudReady direkt beim Anbieter herunterladen. Einfacher ist aber die Erstellung eines USB-Sticks mit dem USB-Maker. Danach muss der entsprechende Computer mit dem USB-Stick gestartet werden. Die Installation erfolgt über einen Assistenten. Zur Anmeldung an ChromeOS ist ein kostenloses Google-Konto notwendig oder natürlich ein G-Suite-Konto.

ChromeOS als VM testen

Wer CloudReady zunächst als VM testen will, kann sich das CloudReady Image for VMware herunterladen. Dieses wird als OVA-Datei für ESXi oder VMware Workstation zur Verfügung gestellt. Allerdings funktioniert das Image nach Angaben der Entwickler nicht bei VirtualBox. Das Einbinden als VM in ESXi oder VMware Workstation erfolgt über die herkömmlichen Wege zur Implementation von OVA-Dateien.

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ChromeOS in der Praxis nutzen

Die Installation des abgespeckten Betriebssystems dauert nicht sehr lange. Danach erfolgt die Anmeldung am Computer. Hier ist ein kostenloses Konto bei Google notwendig oder Anwender melden sich mit ihrem G-Suite-Konto an. Nach der Anmeldung steht im unteren Bereich eine Taskleiste zur Verfügung, ähnlich wie in Windows. Auf der linken Seite ist die Schaltfläche zum Einblenden der installierten Apps zu sehen. Die wichtigsten Anwendungen werden mit der Taskleiste verknüpft. Durch einen Klick auf die Uhr werden verschiedene Optionen eingeblendet. Hier lassen sich zum Beispiel auch die Einstellungen von CloudReady/ChromeOS aufrufen und anpassen.

Um Daten zu speichern müssen natürlich nicht nur Cloud-Speicher genutzt werden. Durch die Installation von CloudReady auf einem Computer stehen auch die lokalen Datenträger zur Verfügung, genauso wie in Windows. Im Fokus steht allerdings die Speicherung der Daten in Google Drive.

ChromeOS für Kiosk-Rechner

ChromeOS und Cloudready lassen sich auch hervorragend als Betriebssystem für Kiosk-Rechner nutzen. Bei der Anmeldung als Gast-Benutzer können Anwender Cloud-Dienste und den Webbrowser verwenden, es werden aber keinerlei Daten gespeichert.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist