Digitale Transformation und Datenverfügbarkeit:

Cloud-Ressourcen sind bei datenzentrierten Geschäftsmodellen ein Muss

| Autor / Redakteur: Matthias Frühauf / Tina Billo

Matthias Frühauf ist Regional Presales Manager CEMEA bei Veeam.
Matthias Frühauf ist Regional Presales Manager CEMEA bei Veeam. (Bild: Veeam Software)

Viele Organisationen nutzen Cloud-Dienste, um schnell und einfach skalierbare IT-Ressourcen zu beziehen. Doch das Sofort-, Immer- und Überall-Modell hat seinen Preis. Zwar bieten Multi-Cloud-Umgebungen mehr Agilität. Im Gegenzug fordert dies von Unternehmen jedoch, Strategien zur Verfügbarkeit genauer zu planen und zu orchestrieren.

Nach Einschätzung von IDC sind Unternehmen bestrebt, mit der digitalen Transformation ihr Geschäftsmodell zu modernisieren. Sie nutzen Technologien wie Big Data Analytics, das Internet der Dinge oder künstliche Intelligenz, um mit den Erwartungen der Kunden Schritt zu halten. Daher erwarten die Analysten, dass zwei Drittel der 2.000 weltweit größten Unternehmen bis Ende 2017 die digitale Transformation zum Kernthema ihrer Geschäftsstrategie erklären. Als Ergebnis winkt eine Verdoppelung der Produktivität, so die Marktforscher.

Dementsprechend zieht sich die digitale Transformation inzwischen quer durch alle Branchen. Das spürt derzeit zum Beispiel die Finanzindustrie besonders intensiv. Was als Online-Banking in den 1980er Jahren mit dem unter der Abkürzung Btx bekannten Bildschirmtextdienst der Deutschen Bundespost seinen Anfang nahm, ist heute als Service auf jedem Smartphone verfügbar. Gleichzeitig bedrohen Kryptowährungen wie Bitcoins sowie Fintech-Startups mit neuen Geschäftsmodellen immer stärker das Kerngeschäft der Banken. Die klassische Filiale ist längst zum Auslaufmodell geworden und so setzt auch die Finanzindustrie auf eine digitale Transformation, um die Wünsche ihrer Kunden umsetzen zu können.

Von Vorteilen und Vorbehalten

Den Grundstein für datenbasierte Geschäftsmodelle bildet eine flexible, leistungsfähige IT-Infrastruktur, in der bestehende Anwendungen um Cloud-Dienste ergänzt werden. So gewinnen Unternehmen an Flexibilität, da je nach Anforderung neue Services oder Rechenleistung schnell hinzu gebucht werden können. Zudem reduziert sich der Wartungsaufwand von IT-Systemen im eigenen Rechenzentrum und die Investitionskosten für eigene Hardware sinken.

Hinzu kommen wirtschaftliche Vorteile, insbesondere wenn standardisierte IT-Services wie Backup aus der Cloud bezogen werden. Trotz der Vorteile gibt es bei Unternehmen jedoch weiterhin Vorbehalte. Die Angst vor Datenverlust und unberechtigtem Zugriff ist nach wie vor groß, wenn es darum geht, IT-Ressourcen aus der Public Cloud organisationsweit anzubieten.

Der Druck wächst

Die Integration von Cloud-Ressourcen führt zu einem weltweit verzweigten Netzwerk an Standorten, in dem die Daten verteilt liegen. Auch in einer solchen Infrastruktur muss der CIO die Enterprise Continuity gewährleisten: Unternehmenskritische Daten müssen jederzeit verfügbar sein, um die Geschäftsprozesse am Laufen zu halten. Damit wächst der Druck auf die IT, mit geeigneten Werkzeugen die Datenverfügbarkeit für Geschäfts- und Produktionsprozesse zu sichern.

Unternehmen mit datenzentrierten Geschäftsmodellen benötigten daher höchste Verfügbarkeit: Heute gelten Recovery Service Level Objectives (SLOs) von weniger als 15 Minuten für alle Anwendungen und Daten als ein zentraler Richtwert, um Unternehmen bei IT-Ausfällen vor kostspieligen Umsatzverlusten zu schützen.

Ohne doppelten Boden geht es nicht

Ein typisches Beispiel für eine Cloud-Anwendung ist das Office 365-Anwendungspaket: Die Software ist laut dem US-amerikanischen Analystenhaus Gartner bereits bei 8,5 Prozent der börsennotierten Unternehmen implementiert. Die Lösung ist sofort und ohne zusätzliche Infrastruktur im eigenen Unternehmen einsetzbar. Allerdings entbindet dies nicht von der Notwendigkeit, die E-Mail-Daten zusätzlich zu sichern.

Bei Office 365 befinden sich die Daten im Besitz und in der Kontrolle des Unternehmens, das entsprechend auch für ihren Schutz verantwortlich ist. Backup-Lösungen sollten E-Mail-Daten aus Office 365 daher zuverlässig in die eigene lokale IT-Umgebung sichern und in der Lage sein, Mailboxen sowie einzelne Elemente hiervon bei Bedarf schnell wiederherzustellen.

Eine Plattform für alles

Bei der Auswahl einer Backup-Lösung sollten IT-Manager darauf achten, dass sich mit nur einer Plattform Daten aus der Cloud und im eigenen Rechenzentrum sichern lassen. Weiterhin gilt es auch Daten auf mobilen Endgeräten in das Sicherungskonzept einzubeziehen, da immer mehr Mitarbeiter unterwegs oder im Home-Office arbeiten.

Außerdem sind Mechanismen zur Automatisierung notwendig, damit wiederkehrende Aufgaben rund um die Datensicherung möglichst effizient ablaufen. Dies gilt auch für die Unterstützung von virtualisierten Umgebungen, die heute fester Bestandteil eines Backup-Konzepts sein sollten. Zusätzlich zur Organisation der Datensicherung sind Disaster Recovery-Pläne für die Wiederherstellung notwendig, inklusive einer Dokumentation, beispielsweise um die Einhaltung von Compliance-Anforderungen zu belegen.

Backup und Recovery in der Cloud

Unternehmen, die aktuell ein Konzept für die digitale Transformation erarbeiten, dürfen die permanente Verfügbarkeit ihrer unternehmenskritischen Daten dabei nicht außer Acht lassen. Wer dafür geeignete Backup- und Recovery-Lösungen implementieren will, sollte in jedem Fall auf Cloud-Ressourcen setzen. So können Firmen erfolgreich in die digitale Transformation starten, ohne den eigenen Betrieb unnötigen Risiken auszusetzen. Sie sichern damit nicht nur die Verfügbarkeit ihrer Daten und Anwendungen, sondern optimieren ihre Investitionen in die Zukunft.

* Matthias Frühauf ist Regional Presales Manager CEMEA bei Veeam

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