Developer Edition und Integration des 3D-Cloud-Spezialisten Verold

Box-Plattform mit 3D-Inhalten und weiteren Formaten

| Autor / Redakteur: Kai Schwarz / Florian Karlstetter

Um interaktive 3D-Inhalte in der Box-Umgebung darstellen zu können, integriert Box die 3D-Rendering-Funktionen von Verold.
Um interaktive 3D-Inhalte in der Box-Umgebung darstellen zu können, integriert Box die 3D-Rendering-Funktionen von Verold. (Bild: Verold)

Box plant die Übernahme von Verold, ein Unternehmen, das cloud-basierte Technologien zum Anzeigen von 3D-Modellen entwickelt hat. Außerdem kündigt Box zahlreiche Updates für die eigene Collaboration-Plattform an. Außerdem soll eine Developer Edition die Entwicklung neuer Apps erleichtern.

Box kündigt den Kauf des 3D-Spezialisten Verold an, der die Cloud-Storage-Plattform um ein weiteres attraktives Tool ergänzen soll. Mit der 3D-Modellierungstechnik von Verold sollen Unternehmen und Teams in die Lage versetzt werden, 3D-Modelle von unterschiedlichsten Dingen gemeinsam zu nutzen. Box sieht hier vor allem Bereiche wie Produktion, Einzelhandel, Maschinenbau und Konsumgüter als mögliche Einsatzgebiete der 3D-Modelle aus der Cloud.

Mit der Technologie von Verold (das kanadische Unternehmen war u.a. an der Entwicklung von WebGL, [Web Graphics Library] beteiligt) können Ingenieure zum Beispiel 3D-Produktdesigns austauschen, für Studenten komplexe 3D-Modelle erstellt oder Konsumgüter in 3D umgesetzt werden. Verold sieht in dieser Technologie die Möglichkeit, diverse Produkte deutlich anschaulicher und nachvollziehbarer zu präsentieren, als mit klassischen 2D-Daten. Die 3D-Konvertier- und Vorschaufunktion soll laut Box vom Verold-Team im Rahmen der Übernahme in die Plattform von Box integriert werden.

Weitere Formate und Funktionen

Mit dem Erwerb von Verold möchte Box seine Plattform weiter ausbauen und an den Zukauf von MedXT im Oktober 2014 anknüpfen. Durch MedXT (Medical Imaging Collaboration) konnte Box das medizinische Bildformat DICOM (Digital Imaging and Communications in Medicine) in die eigene Vorschautechnologie integrieren. Außerdem hat Box ein Update präsentiert, das die Cloud-Lösung um viele zusätzliche Dateiformate und einen verbesserten Vorschaumodus erweitert. Beispielsweise werden nun die am häufigsten genutzten Aktionen in der Kopfleiste des Tools angezeigt und Dateiformale wie 3D-Bilder oder Röntgenbilder können nun online angesehen werden.

Zusätzlich soll die Ladezeit deutlich verkürzt worden sein. Laut Box basiert die neue Vorschau auf einer schnelleren Infrastruktur, die die Leistungssteigerung nutzt, die Box im Rahmen des HHVM-Projekts erzielen konnte. Eine Datei mit weniger als 100 KB soll mit HHVM nun doppelt so schnell geladen werden, wie zuvor, erklärt Box.

Box-Vorschau als iFrame

Mit der optimierten Oberfläche wurden in die Kopfleiste die am meisten genutzten Funktionen integriert. Beispielsweise das Bearbeiten sowie Freigeben und Herunterladen. Nicht ganz so häufig benötigte Aktionen finden sich nun im Überlaufmenü. Zusätzlich wurde die Seitenleiste überarbeitet. Sie enthält jetzt eine Auflistung der letzten Aktivitäten mit Versionsverlauf, Kommentaren und Aufgaben. Das neue Design der Vorschau erstreckt sich auch auf das aktualisierte Box Embed-Widget, das HTML5-basierte Framework, mit dessen Hilfe sich Box ganz einfach in Portale, Webseiten oder andere Umgebungen von Drittanbietern, die iFrame unterstützen, einbetten lässt.

Developer Edition mit modularen SDKs

Auf der Entwicklerkonferenz Box Dev stellte Box außerdem die neue Box Developer Edition vor. Das Ökosystem der Box-Plattform hat sich Anbieterangaben zufolge aktuell auf knapp 50.000 unabhängige Entwickler ausgeweitet, die ihre Anwendungen in Box erstellen und pro Monat 4,5 Milliarden API-Aufrufe vornehmen.

Die derzeit noch in der Beta-Version vorliegende Box Developer Edition enthält ein neues Nutzer- und Authentifizierungsmodell für die Erstellung von Anwendungen auf der Box-Plattform. Damit erhalten Entwickler eine eigene Box-Instanz, mit der neu entworfene Anwendungen getestet und in vorhandene Workflows integriert werden können.

Modulare SDKs sollen dabei unterstützen, Apps für die gängigsten Smartphones zu erstellen. So bringen die neuen SDKs leichte und wiederverwendbare Komponenten für die Entwicklung von Mobil-Apps mit sich. Die zentralen Komponenten der mobilen SDKs für Inhalt, Vorschau, Durchsuchen und Freigabe unterstützen bei der Integration wichtiger Funktionen wie Benutzerauthentifizierung, Vorschauberechtigungen, verbesserte Zusammenarbeit und optimierte Navigation.

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