Veeam-Studie Auch Cloud-Daten brauchen ein Backup

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Veeam hat in einer Studie die aktuellen Cloud-Trends für das Jahr 2021 im Backup-Kontext eruiert. Was die Zuständigkeiten für Cloud-­Backups angeht, herrscht nicht immer Einigkeit. Doch Cloud-Daten und -Workloads brauchen Sicherungssysteme.

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Daten und Workloads in die Cloud zu schieben und dann zu vergessen, reicht nicht aus.
Daten und Workloads in die Cloud zu schieben und dann zu vergessen, reicht nicht aus.
(Bild: © phonlamaiphoto-stock.adobe.com)

Eine wichtige Erkenntnis, die aus der aktuellen Veeam-Umfrage gewonnen werden kann, ist, dass beim Backup der Trend von Tape-Lösungen weg tendiert, hin zu Cloud-Lösungen von beispielsweise Azure oder AWS S3. Erstaunt hat Matthias Frühauf, Regional Vice President Germany bei Veeam Software, aber eher, „dass Cloud-Workflows insgesamt eine größere Rolle spielen, als es allgemein angenommen wird, oder zumindest wie ich es angenommen habe“.

Matthias Frühauf, Regional Vice President Germany bei Veeam Software
Matthias Frühauf, Regional Vice President Germany bei Veeam Software
(Bild: MAXIM ZAYTSEV)

Wer ist zuständig?

Das Thema Backup werde in Zusammenhang mit Cloud, IaaS, SaaS und Kubernetes anders gemanaged, als in On-Premises-Umgebungen – „auch wenn sich die Akteure teilweise nicht einig sind, wer denn zuständig ist“, so der Manager. So zeigt die Umfrage beispielsweise, dass 48 Prozent der Application-Owner (in ihrer Rolle als SaaS-Admin) denken, dass das Data-Protection-Team in der IT-Organisation für das Backup zuständig sei. Fragt man jedoch genau diese Backup-Admins sehen sich nur 34 Prozent tatsächlich zuständig.

Eine Frage des Reifegrades

Derlei Diskrepanzen tauchen auch noch bei anderen Zuständigkeitsfragen auf, wenngleich nicht in dieser Ausprägung. „Unsere Umfrage zeigt, dass die zentrale IT-Abteilung zwar immer noch am häufigsten die Gesamtstrategie für den Datenschutz festlegt, jedoch unterschiedliche Reifegrade bei der Einführung von Cloud-Plattformen zu unterschiedlichen Auffassungen darüber führen, wer und wie Produktionsdaten in den Clouds zu sichern sind“, erläutert Frühauf.

Böswillige und schusselige Mitarbeiter

„Die Veeam-Perspektive ist hier, dass unabhängig davon, welches Team für die Datensicherung zuständig ist, der wichtigste Schritt für diese Unternehmen darin besteht, zunächst festzustellen, dass die Office-365-Daten in ihrer Verantwortung liegen und geschützt werden müssen“, erläutert der Veeam-Landesfürst. Die Annahme, dass Microsoft sich um die Sicherung der Daten kümmert, sei ein Trugschluss, denn die Verantwortung bleibe beim Dateneigentümer. Gründe für Cloud-Daten-Sicherung spiegeln auch die Antworten der SaaS- beziehungsweise Backup-Admins wider, die danach gefragt haben, warum sie es für nötig halten, die Daten aus Office 365 zu sichern. Die Top 5 Antworten waren hier, um geschützt zu sein:

  • versehentlich gelöschte Daten,
  • Cybersecurity-Attacken,
  • Schutz vor böswilligen Nutzern oder anderen internen Bedrohungen,
  • bessere, beziehungsweise granularere Wiederherstellungsmöglichkeiten als integrierte Funktionen,
  • Compliance-Vorgaben oder andere Regulierungen.

IaaS, SaaS, PaaS und Container

Cloud-basierte IT ist für fast jedes Unternehmen unausweichlich, doch im Gegensatz zu jeder IT-Generation zuvor gibt es nicht nur eine „moderne“ Architektur. So standardisierte In der Vergangenheit fast jeder auf Midrange, dann NetWare, dann Windows, dann VMware-gestützte Virtualisierung. Diesmal, so Frühauf, gibt es mehrere solcher „moderner“ Szenarien, darunter IaaS, SaaS, PaaS und Container.

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