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Individuelle Skalierbarkeit im Fokus Worauf Unternehmen in Sachen ERP 2020 achten sollten

Autor: Elke Witmer-Goßner

Immer schnellerer und bequemerer Datenzugriff in Echtzeit, ERP aus der Cloud und leicht erweiterbare und mobile Lösungen, die Mitarbeitern den Zugriff auf Listen, Service-Historie oder Aufträge vom Smartphone oder Tablet erleichtern – das sind laut godesys die Software-Trends des Jahres 2020.

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Innovative und zukunftsorientierte ERP-Systeme verbinden Design, Funktionalität und Nutzen.
Innovative und zukunftsorientierte ERP-Systeme verbinden Design, Funktionalität und Nutzen.
(Bild: © magele-picture - stock.adobe.com)

Zukunftsorientierte Software-Anbieter sollten bei ihren Lösungserweiterungen und neuen Funktionen stets den Bedarf der Kunden und ihrer Zielgruppen im Blick haben. Das gelte, so godesys sowohl bei Trendthemen wie Cloud und Mobility als auch bei anderen Aspekten wie Flexibilität und Anpassbarkeit. Es werde künftig vermehrt auf agile, skalierbare und individuell erweiterbare ERP-Lösungen ankommen, um bestmöglich für aktuelle und künftige Herausforderungen gewappnet zu sein. Firmen- und kundenspezifische Personalisierung sollen eine zentrale Rolle in der Entwicklungsarbeit spielen.

Arbeitserleichterung dank mobiler Datenerfassung

Vor allem Anwender im Außendienst werden 2020 und darüber hinaus auf einen schnellen und effizienten Datenzugriff sowie nahtlose Arbeitsabläufe angewiesen sein, ist godesys überzeugt. Arbeitserleichterung und -ergonomie stehen hierbei im Fokus. Das Unternehmen adressiere diesen Bedarf beispielsweise mit einer neuen Mobile Order App, die es gestattet, Aufträge direkt beim Kunden vor Ort zu erfassen und digital an die Zentrale zu senden. So ließen sich bestellte Produkte sich per Barcode-Scan oder manuell aufnehmen. Gleichzeitig hätte Nutzer alle Preisinformationen und -konditionen immer in Echtzeit zur Hand, da vereinbarte Konditionen in der App direkt angezeigt werden.

Ein weiteres Thema, das derzeit vielfach diskutiert wird, ist godesys zufolge die Künstliche Intelligenz (KI). Allerdings gibt es noch viele Unsicherheiten darüber, was KI genau beinhaltet. Godesys rät, den KI-Hype durchaus kritisch zu hinterfragen. Zwar würden vielerorts Standardlösungen eingesetzt, die für Marketingzwecke einen KI-Anstrich erhielten. Das habe mit der eigentlichen Technologie, dem Deep Learning, das sich beispielsweise in Sprach-, Verhaltens- oder Gesichtserkennung findet, nichts zu tun. Unternehmen mangelt es derzeit noch an leistungsstarken Datenverarbeitungsmöglichkeiten, um derartige Verhaltensmuster effektiv analysieren zu können. Damit Deep Learning sein ganzes Potenzial auch in den eigenen Lösungen entfalten könne und um diese Entwicklung aktiv mitzugestalten, beteiligt sich godesys am Studienprojekt DeepScan der Universität Würzburg. Hierbei sollen Sicherheitsvorfälle in ERP-Datenbanken mithilfe Maschinellen Lernens aufgedeckt werden.

Nachholbedarf bei KI und Deep Learning

Ehe KI aber sinnvoll und realisierbar sei, wären auch neue Ansätze für den Umgang, die Analyse und Verknüpfung von Daten notwendig. Das ERP könne hierbei eine wichtige Rolle einnehmen, durch intelligente Erweiterungen wie Routenplanung oder Sprachintelligenz. Hierfür müssten noch einige Voraussetzungen geschaffen werden: Da Unternehmen, so godesys, ihre Kunden- oder Produktdaten beispielsweise noch nicht ausreichend strukturiert und kontrolliert zur Verfügung stellen würden, könne Deep Learning, beziehungsweise KI, sein Potenzial nicht entfalten. Hier gibt es demnach noch Nachholbedarf.

Software müsse fortschrittlicher werden und sich dem Nutzer anpassen und somit Arbeit abnehmen, kommentiert Godelef Kühl, Gründer und Vorstandsvorsitzender der godesys AG: „Software, die mit- und vorausdenkt, zeichnet sich immer mehr als ein Trend ab, der sich auch im ERP widerspiegeln muss.“

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Über den Autor

 Elke Witmer-Goßner

Elke Witmer-Goßner

Redakteurin, CloudComputing-Insider.de