Rackspace treibt Expansion durch Investitionen im DACH-Markt „Wir bringen Kunden auf die Sonnenseite der Cloud“
Das Ziel ist schlicht fomuliert: „Rackspace will der weltweit führende Dienstleister für die wichtigsten Cloud-Plattformen werden.“ Deshalb steht auch der Dienstleistungsgedanke an erster Stelle. Eigene Softwareentwicklungen wie die Openstack Public Cloud werden dagegen in Zukunft hinten anstehen.
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„Wir werden unsere eigene Openstack Public Cloud nicht mehr offiziell anbieten, sondern hauptsächlich als Dienstleister agieren und beste, andere Plattformen anbieten, anstatt der eigenen“, erklärt Reinhard Waldinger, Managing Director Rackspace International. Er betont zugleich, dass die zahlreichen Openstack-Cloud-Kunden aber weiter gut von Rackspace betreut werden sollen, ohne dass sie aber allzu viel Neues von der Openstack-Front zu erwarten hätten.

Ursprünglich als reines Hosting-Unternehmen 1998 in den USA gegründet, hat sich Rackspace zu einem internationalen, breit aufgestellten Managed-Service-Provider für private wie öffentliche Clouds entwickelt. 6.200 sogenannte „Rackers“, also Rackspace-Mitarbeiter, Kunden in 150 Ländern sowie ein Jahresumsatz von mehr als zwei Milliarden US-Dollar zeugen vom Erfolg des Openstack-Pioniers. In 12 weltweiten Rechenzentren werden auf 114.000 Servern mehr als 50.000 VMs betrieben und zurzeit 70 PBs Daten gespeichert.
Support für wichtigste Cloud-Plattformen
Dediziertes Hosting von Bare-Metal- bwz. Openstack-Serverarchitekturen, Virtualisierung mit VMware sowie das Betreiben von Private Clouds wie die eigene OpenStack-Plattform sowie Microsoft sind noch immer das Hauptstandbein. Managed Cloud Services für mittelständische Kunden gehören aber die Zukunft, wie Reinhard Waldinger erläutert: Rackspace bietet seit 2015 AWS als Managed Cloud an, kann sich ab 2016 mit Erweiterung der Services durch Microsoft Azure als Multi-Cloud-Anbieter positionieren und macht 2017 das Dreiergespann für die Public Cloud mit der Google Cloud komplett. Rackspace ist somit der erste und bislang einzige Managed Service Provider für die führenden Cloud-Anbieter AWS, Microsoft und Google. Im Rahmen seiner Fanatical Support Services, quasi Rund-um-sorglos-Dienstleistung für angebotenen Public-Cloud-Umgebungen, berät Rackspace umfassend bei Design, Monitoring, Patching und Support.
Doch damit nicht genug. Das dedizierte Hosting erfährt 2017 mit dem Ausbau des VMware-Produktportfolios neue Impulse. Bisher bot Rackspace nur das Management der VMs an, jetzt ergänzt durch Support über Software Defined Datacenter, um damit schneller und flexibler agieren zu können. Weiteres Wachstum verspricht sich Rackspace auch durch die Übernahme von TriCore, der bisher größten Akquisition in der Geschichte des Managed-Service-Providers. Rackspace hat sich durch den Kauf des Spezialisten für Enterprise Application Management zusätzliches Know-how für das Management geschäftskritischer Anwendungen wie SAP oder Oracle verschafft.

Aber auch im Geschäftsfeld Applikationen im Multi-Cloud-Umfeld stehen die Weichen auf weiterem Wachstum. Ein 24-7-365-Service für Managed Security steht ebenso auf der Agenda wie weitere Professional Services. Zudem sind Ramp-ups für AWS und Microsoft Azure zu erwarten. Außerdem erhofft man sich natürlich aus der Aufstockung des Angebots mit der Google Cloud und damit verbundene Services entsprechende Wachstumsimpulse. „Skalierung ist der größte Posten bei der IT-Transformation“, erklärt Waldinger, weshalb Rackspace ganz im Sinne des Dienstleistungsgedankens seine Kunden auch hier besonders unterstützen möchte: Aviator- bzw. Navigator-Produkte, Software und Tools zur Skalierung oder die Integration des Software Asset Managements von Snow Software sind hier nur einige Beispiele.
Managed IT Infrastruktur im Herzen Europas
Doch nicht nur produktseitig will Rackspace weiter erfolgreich sein. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Aufbau regionaler Aktivitäten im europäischen Markt insbesondere Deutschland und der Schweiz, nicht zuletzt durch die sich verändernden Anforderungen der hiesigen Kunden in Folge der gehobenen gesetzlichen Datenschutzbestimmungen. Als erste große Maßnahme hat Rackspace Ende Juli sein erstes Rechenzentrum auf deutschem Boden in Frankfurt am Main eröffnet. Von Frankfurt aus ist Rackspace nun in der Lage das gesamte Produktportfolio an Multi-Cloud-Services (mit Ausnahme der eigenen OpenStack Public Cloud) gemäß deutscher bzw. EU-konformer Datenschutzanforderungen anzubieten.

Und die deutschsprachige Klientel nimmt das neue Angebot dankbar an. Man sei bereits jetzt zu 60 Prozent ausgelastet, verkündet DACH-Chef Alex Fürst stolz. Als Vice President verantwortet Fürst seit vergangenem Jahr den deutschsprachigen Raum (DACH) bei Rackspace und soll die lokalen Organisationen in Deutschland und der Schweiz aufbauen. Er leitet den neuen Standort des Unternehmens in München, um von hier gemeinsam mit seinem Team und der Unterstützung von Reinhard Waldinger Rackspace zum größten Managed Cloud Provider in Deutschland, der Schweiz und Österreich zu machen. Über strategische Partnerschaften und den Aufbau eines Eco-Systems aus verlässlichen Partnern soll zusätzliches Wachstum generiert werden. Letztendlich wolle man sich klar als Trusted Advisor der Cloud – als „Kümmerer“ und zuverlässiger Ratgeber für die hauptsächlich mittelständischen Kunden – positionieren, betont Fürst. „Wir bringen Kunden und Partner auf die Sonnenseite der Cloud.“
Veranstaltungshinweis: Rackspace-Experten vor Ort
Experten von Rackspace sind dieses Jahr erstmals auch auf der „CLOUD Technology & Services Conference 2017“ der Vogel IT-Akademie mit dabei. Die Veranstaltungsreihe beginnt am 12. September in Frankfurt am Main, gefolgt von München (am 19.9.), Köln (21.9.) und Hamburg (26.9.17). Details finden Sie im Kasten:
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