Progress Software formuliert vier Leitlinien für Entwickler

Wie die perfekte Unternehmens-App aussehen muss

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Der Erfolg einer mobilen Business-App wird dieser bereits bei der Entwicklung in die Wiege gelegt.
Der Erfolg einer mobilen Business-App wird dieser bereits bei der Entwicklung in die Wiege gelegt. (Bild: Nmedia, Fotolia)

Mobile Unternehmens-Apps werden nicht erst seit gestern entwickelt. Die Programmierer können auf einen großen Schatz an Erfahrungen zurückgreifen und diese Erkenntnisse in die folgenden Produktgenerationen einfließen lassen. Progress Software gibt vier Tipps, wie eine gelungene App für Business-Anwender aussehen muss.

In Zeiten der IT-Konsumerisierung werden mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones zunehmend auch im Arbeitsalltag zusammen mit Business-Anwendungen genutzt. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob die Geräte privat angeschafft oder vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wurden. Hauptsache, die Arbeit lässt sich leichter bewerkstelligen.

Unternehmen sollten also private, mobile Endgeräte ihrer Mitarbeiter vorsichtshalber in die IT-Sicherheitsinfrastruktur einbinden, wenn „Bring Your Own Device“ Einzug hält. Dass im Zuge dessen auch Unternehmens-Apps auf iPhones, iPads oder Android-Systemen genutzt werden, ist ein logischer Schritt. In Pilotprojekten haben einige Firmen den Einsatz beispielsweise zur Optimierung von Vertriebsprozessen, bei CRM-Anwendungen oder als Ersatz für Barcode-Lesegeräte in der Fertigung schon erprobt.

Dabei haben sich vier wichtige Anforderungen herauskristallisiert, wie Progress Software kommentiert:

  • Die wichtigste Lehre, die Entwickler aus der Nutzung von Apps im Privatleben ziehen können, lautet: Einfache Bedienbarkeit hat Priorität. Mobile Business-Anwendungen müssen intuitiv bedienbar sein, damit die Benutzerakzeptanz stimmt. Die einfache Bedienbarkeit und eine auf Anhieb verständliche Benutzeroberfläche sind also das A und O für den Erfolg einer Unternehmens-App. Bereits in der Konzeptphase sollten sich Entwickler und die künftigen Anwender aus der Fachabteilung austauschen und erste Erwartungen hinsichtlich der grundlegenden Funktionalitäten der Benutzeroberfläche klären.
  • Eine Multiplattformstrategie muss unbedingt verfolgt werden. Die Unterstützung von iOS und Android als Betriebssystem ist unabdingbar; ob sich auch Windows Phone 8 oder BlackBerry 10 OS in breitem Umfang in den Unternehmen durchsetzen werden, lässt sich noch nicht einschätzen. Entwickler sollten daher dem Ansatz „write once, run anywhere“ folgen, damit ihre Apps in möglichst allen Umgebungen eingesetzt werden können. Dazu wird die App in einem Wrapper verpackt und kann dann auf dem jeweiligen mobilen Endgerät in eine native App für das jeweilige Betriebssystem eingebettet werden.
  • Progress Software empfiehlt darüber hinaus die Nutzung offener Standards. Bei mobilen Unternehmens-Apps muss erstens sichergestellt sein, dass sie sich möglichst problemlos etwa mit den bereits vorhandenen ERP-Anwendungen verbinden lassen und zweitens andere (Web-)Services nutzen können. Durch den Einsatz von Standards wie RESTful Web-Services oder JSON auf einem Application Server kann dies sichergestellt werden. Mit JSON lassen sich Daten zwischen Anwendungen austauschen. JSON unterstützt Web-Services und kann dort eingesetzt werden, wo nur wenig Speicherplatz oder CPU-Leistung zur Verfügung stehen.
  • Da Entwickler mobile Apps ständig ändern oder erweitern müssen, sollten Methoden der agilen Softwareentwicklung eingesetzt werden. Anwender erwarten, dass ihre Anregungen und Wünsche ohne lange Vorlaufzeiten aufgegriffen werden. Wichtig ist, dass möglichst schnell eine einsatzfähige App vorliegt; zusätzliche Funktionen können dann in der nächsten Version folgen. Dafür eignen sich die Methoden der agilen Softwareentwicklung sehr gut. Sie strukturieren die direkte, fortlaufende Kommunikation zwischen Anwendern und Entwicklern, die auch nach der Inbetriebnahme der ersten Produktversionen nicht endet. Die agile Softwareentwicklung ist ein wichtiger Faktor bei der kontinuierlichen Produktverbesserung.

Allgemein müssen sich Entwickler auf immer schnellere Änderungszyklen einstellen. Progress Software empfiehlt Entwicklern die Nutzung einer mobilen Entwicklungsplattform, mit der sie ihre Applikationen nur einmal entwickeln und dann auf allen bedeutenden mobilen Plattformen einsetzen können. So lässt sich die Komplexität bei der Entwicklung mobiler Apps gezielt reduzieren.

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