Wahlfreiheit bei der Software-Bereitstellung

Wie der Kundenbedarf die Nutzung von Cloud-Lösungen verändert

| Autor / Redakteur: Mike Leibovitz * / Florian Karlstetter

Unternehmen wünschen sich die Option, die Systeme wechseln zu können, sobald ihr Geschäft wächst oder andere Veränderung durchläuft.
Unternehmen wünschen sich die Option, die Systeme wechseln zu können, sobald ihr Geschäft wächst oder andere Veränderung durchläuft. (Bild: Extreme Networks)

Auch wenn Cloud-Lösungen Unternehmen den Zugriff und das Speichern von Daten erleichtert haben, äußern viele IT-Abteilungen Besorgnis über die fehlende Flexibilität und Kompatibilität zwischen den verfügbaren Software-Plattformen.

Zu oft sind Kunden gezwungen, zwischen einer lokalen Vor-Ort-Anwendung oder einer cloud-basierten Plattform als dauerhafter Lösung zu wählen. Tatsächlich wünschen sich jedoch wohl viele Unternehmen die Option, die Systeme wechseln zu können, sobald ihr Geschäft wächst oder andere Veränderung durchläuft. Ähnlich wie bei der Bearbeitung und Speicherung von Daten, sollten sich Unternehmenskunden nicht an nur einen einzigen Lösungsansatz für ihre Netzwerkbedürfnisse gebunden fühlen müssen. Stattdessen sollten sie die Freiheit haben, die beste Lösung für ihre aktuellen geschäftlichen Anforderungen zu wählen.

Diese Anforderungen und die Kundenansprüche verändern ständig die Art und Weise, wie Anbieter ihre Cloud-Lösungen betrachten und wie diese eingesetzt werden. Je weiter sich die Cloud-Systeme entwickeln, desto mehr müssen die Anbieter mit den sich verändernden Bedürfnissen der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie der Großbetriebe mithalten, um jene Flexibilität und einfache Nutzbarkeit bieten zu können, die in der heutigen Cloud-Landschaft benötigt wird.

Die Zeit für den Cloud-Einsatz ist gekommen

Die Cloud, die ursprünglich für kleine Unternehmen entwickelt wurde, hat nun über die Nutzung in vertikalen Bereichen ihren Weg in Krankenhäuser, Schulen, die Unterhaltungsbranche und Großkonzerne gefunden. Im Jahr 2014 erstellte das Analystenhaus Enterprise Management Associates (EMA) eine Studie, die ergab, dass fast 60 Prozent aller Führungskräfte Interesse daran gezeigt haben Cloud-Angebote ihres Anbieters in Anspruch zu nehmen. 25 Prozent beabsichtigen, den Anbieter zu wechseln. Lösungsanbieter, die sich neu in diesem Markt engagieren, haben gegenüber bereits etablierten Anbietern den Vorteil, dass sie ihre Lösungen auf Basis der momentanen Bedürfnissen der Anwender weiterentwickeln und damit offene Lösungen anbieten können, die einfacher zu handhaben sowie skalierbar sind und die den Unternehmen mehr Nutzen bringen.

Verabschieden Sie sich von der Anbieter-Bindung („Vendor-Lock-In“)

Die oftmals starre Anbieter-Bindung stellt ein großes Hindernis dar, das bei Cloud-Nutzern immer wieder Frust ausgelöst hat. Wie in der EMA-Umfrage ermittelt, möchten die Verantwortlichen gerne Lösungen von verschiedenen Anbietern einsetzen können, um somit ihre individuelle Systemlandschaft zu unterstützen. Denn im Rahmen des Wachstums eines Unternehmens kann ein Zeitraum kommen, in dem es sinnvoll ist, von einer On-Premise- zu einer Cloud-Lösung zu wechseln oder umgekehrt, beziehungsweise mit einer echten Hybrid-Lösung zu arbeiten.

Um diesen wachsenden Bedarf abdecken zu können, müssen Anbieter damit beginnen, Lösungen zu entwickeln, die mit denen anderer Anbieter kompatibel sind – selbst wenn diese direkte Konkurrenten sein sollten. Nur so können sie sicherstellen, dass die Kunden die bestmögliche Technologie erhalten, unabhängig vom Hersteller. Diese Denkweise entspricht einem größeren, branchenweiten Trend nach modulareren und offenen Lösungen.

Cloud-, SDN- und Rechenzentrums-Lösungen werden zunehmend „offener“ und ermöglichen es Kunden damit, ihre vorhandene Technologie zu optimieren, neue Dienstleistungen anzubieten sowie neue Umsatzmöglichkeiten zu eröffnen. Damit liegt nun die Verantwortung bei den Anbietern, eine Plattform zu entwickeln, die einen vielseitigeren Support anbietet.

Bestehende kabellose Lösungen für den Cloud-Einsatz nutzen

Anbieter cloud-basierter Netzwerkmanagement-Lösungen stehen nicht nur vor der Herausforderung, anwenderfreundliche Lösungen zu offerieren, sondern auch den Umgang mit ihrer eigenen Hardware zu verändern, um so den Einsatz zu vereinfachen. In der Vergangenheit wurden kabelgebundene und kabellose Lösungen aufgrund ihrer Geschwindigkeit im Vergleich zu Konkurrenzprodukten bewertet. Heutzutage müssen Anbieter ihre Perspektive ändern und ihre Hardware mehr als eine Service-Plattform betrachten. Die beste Lösung bietet nicht unbedingt der Anbieter mit den schnellsten Access Points (APs), sondern vielmehr der Anbieter, der APs liefern kann, die wiederum als Basis für zusätzliche Dienstleistungen dienen können.

Die nächste Generation der Cloud-Nutzung

Mike Leibovitz ist Director des CTO-Office, Extreme Networks.
Mike Leibovitz ist Director des CTO-Office, Extreme Networks. (Bild: Bild: Extreme Networks)

Die Weiterentwicklung von Cloud-Lösungen sowie die Kundenbedürfnisse werden für die Cloud-Branche richtungsweisend sein – nicht nur für 2016, sondern auch für die folgenden Jahre. Cloud-Anbieter, die erst jetzt diesen Markt für sich entdecken, haben deshalb einen Vorteil. Sie können Produkte entwickeln, die optimal auf den aktuellen Bedarf der Branche abgestimmt sind.

Währenddessen müssen die Funktionen bestehender Lösungen neu überarbeitet werden, um so eine größere Flexibilität und Anpassungsfähigkeit bieten zu können. Auch wenn Cloud-Lösungen schon jetzt verstärkt in Unternehmen eingesetzt werden, sind in Zukunft große Veränderungen zu erwarten, da immer mehr Anbieter den Bedarf am Markt entdecken.

* Mike Leibovitz ist Director des CTO-Office, Extreme Networks

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