Eine Public Cloud bietet IT-Ressourcen wie Rechenleistung, Speicher oder Anwendungen über das Internet. Nutzer profitieren von flexibler Skalierbarkeit und nutzungsbasierter Abrechnung. Erfahre mehr über Public Cloud-Modelle, Vorteile und den Unterschied zur Private Cloud.
Die Public Cloud zeichnet sich durch ihre Flexibilität, ihre Kosteneffizienz und die geringen Anschaffungskosten aus.
(Bild: Starmarpro - stock.adobe.com)
Kunden können bei einem Public Cloud Dienstleister Services wie Rechenleistung, Infrastruktur, Speicherplatz oder Anwendungen mieten. Für die Abrechnung der Leistungen gibt es verschiedene Modelle. Der Anwender zahlt bei der Public Cloud nutzungsabhängig für die erbrachte Leistung. Es gibt auch Abomodelle oder kostenlose beziehungsweise werbefinanzierte Public Cloud Services.
Dadurch haben die Nutzer den Vorteil, dass sie keine eigene IT-Infrastruktur und Software installieren und betreiben müssen. So lassen sich hohe Investitionskosten vermeiden. Zudem besteht die Möglichkeit, die Leistung flexibel zu erweitern. IT-Ressourcen lassen sich je nach Anforderung zusammenstellen und passen sich dem aktuellen Bedarf an Rechenleistung oder Speicherplatz an. Die bekanntesten Public Cloud-Anbieter sind Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud. Im Unterschied zu einer Private Cloud stellt die Public Cloud ihre Services nicht nur einzelnen Organisationen, sondern einer Vielzahl von Anwendern über das öffentliche Internet zur Verfügung.
Welche Public Cloud-Services gibt es?
Die Public Cloud stellt verschiedene Cloud-Dienstleistungen zur Verfügung:
Software-as-a-Service, abgekürzt SaaS
Platform-as-a-Service, abgekürzt PaaS
Infrastructure-as-a-Service, abgekürzt IaaS
Infrastructure-as-a-Service (IaaS) stellt Anwendern virtualisierte IT-Ressourcen wie Rechenleistung, Netzwerke und Speicher bereit. Damit können sie ihre eigene IT-Infrastruktur aufbauen und beliebige Software darauf betreiben – für Installation und Betrieb sind sie selbst verantwortlich.
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Platform-as-a-Service (PaaS) geht einen Schritt weiter: Hier stellt der Anbieter eine flexible Laufzeit- und Entwicklungsumgebung zur Verfügung. Kunden können Anwendungen innerhalb dieser Umgebung entwickeln und betreiben, ohne sich um die zugrunde liegende Infrastruktur kümmern zu müssen.
Direkten Zugriff aus Softwareanwendungen bietet Software-as-a-Service (SaaS), während der Cloud-Provider den Betrieb übernimmt. Nutzer verwenden die Software lediglich, ohne sich um Wartung oder Updates sorgen zu müssen.
Diese Cloud-Services sind nicht auf die Public Cloud beschränkt. Sie können auch in anderen Modellen wie der Private Cloud, der Hybrid Cloud oder der Community Cloud genutzt werden.
Was zeichnet eine Public Cloud aus?
Eine Cloud-Umgebung gilt als Public Cloud, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllt. Der Zugang muss über öffentliche Netzwerke wie das Internet für eine breite Nutzerschaft möglich sein. Die bereitgestellten Ressourcen passen sich flexibel an den Bedarf der Anwender an und lassen sich je nach Anforderungen skalieren. Ein wesentliches Merkmal ist die nutzungsabhängige Abrechnung: Kunden zahlen nur für die tatsächlich in Anspruch genommenen Leistungen, sei es Rechenleistung, Bandbreite, Speicherplatz oder Anwendungen. Damit dies funktioniert, muss die Nutzung für Kunden und Anbieter messbar sein.
Idealerweise können Anwender Services direkt buchen, kündigen und online bezahlen, ohne langfristige Vertragsbindung. Dafür stehen ihnen Self-Service-Oberflächen zur Verfügung, über die sie ihre Cloud-Ressourcen eigenständig verwalten können. Eine zentrale Herausforderung in der Public Cloud ist die sichere Trennung gemeinsam genutzter Ressourcen. Kundendaten dürfen nicht überschneiden und müssen zuverlässig vor unbefugtem Zugriff geschützt sein. Gleichzeitig muss der Anbieter sicherstellen, dass sich Verfügbarkeit und Performance der einzelnen Umgebungen nicht gegenseitig beeinträchtigen.
Um Hardware-Ressourcen effizient zu nutzen, setzen Provider meist auf Virtualisierung. Sie ermöglicht eine bessere Auslastung der Rechenzentrumsressourcen und senkt gleichzeitig die Hardwarekosten. Dennoch erfolgt die Trennung der Kundenumgebungen nicht ausschließlich durch Virtualisierung – je nach Anbieter kann sie auch auf Hardware- oder Anwendungsebene realisiert werden.
Welche Vorteile birgt eine Public Cloud?
Public Cloud Services bieten gegenüber traditionellen, dedizierten IT-Strukturen zahlreiche Vorteile. Die Bereitstellung und Einrichtung der Services erfolgt schnell und kostengünstig, da keine hohen Investitionen in eigene Hardware oder Infrastruktur nötig sind – diese werden vollständig vom Anbieter verwaltet. Unternehmen profitieren von einer flexiblen Skalierung: Cloud-Ressourcen lassen sich jederzeit an aktuelle und zukünftige Anforderungen anpassen, ohne dass ungenutzte Kapazitäten bezahlt werden müssen. Dank nutzungsbasierter Abrechnungsmodelle entstehen Kosten nur für tatsächlich verwendete Leistungen. Zudem ermöglichen Cloud-Umgebungen schnelle Änderungen und Anpassungen, ohne zeitaufwendige Hardwarebeschaffungen oder -installationen. Selbst kurzfristige Lastspitzen lassen sich problemlos abfangen.
Stand: 08.12.2025
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Ein weiterer entscheidender Vorteil liegt in der hohen Verfügbarkeit: Professionelle Rechenzentren gewährleisten durch moderne Backup-Lösungen eine stabilere Betriebsumgebung als viele On-Premises-Infrastrukturen. Da Wartung und Störungsmanagement vom Cloud-Provider übernommen werden, können sich Unternehmen vollständig auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Zusätzlich setzen Anbieter umfassende Sicherheitskonzepte um, die den Schutz der Cloud-Umgebung erhöhen. Durch kontinuierliches Monitoring und das Management durch IT-Sicherheitsexperten sind Cloud-Services rund um die Uhr geschützt und optimiert.
Was ist der Unterschied zwischen einer Public Cloud und einer Private Cloud?
Im Gegensatz zur Private Cloud steht die Public Cloud der Allgemeinheit zur Verfügung und wird nicht exklusiv für eine einzelne Organisation betrieben. Eine Private Cloud hingegen wird entweder direkt von einem Unternehmen verwaltet oder von einem Dienstleister exklusiv für dieses bereitgestellt.
Die Nutzung einer Public Cloud kann durch gesetzliche Datenschutzvorgaben oder Sicherheitsanforderungen eingeschränkt sein. Bestimmte Branchen unterliegen strengen Regulierungen, die es verbieten, Daten an externe Anbieter zu übertragen, sofern diese nicht die hohen deutschen oder europäischen Datenschutzstandards erfüllen. In solchen Fällen bietet sich eine Private Cloud oder eine Hybrid Cloud als Alternative an. Letztere kombiniert die Flexibilität einer Public Cloud mit der Kontrolle einer Private Cloud und ermöglicht eine bedarfsgerechte Nutzung beider Modelle je nach Anwendungsfall.
Ein wesentlicher Vorteil der Private Cloud gegenüber der Public Cloud liegt in der garantierten Performance: Da die IT-Ressourcen nicht mit anderen Kunden geteilt werden, bleibt die Leistung stabil und unabhängig von fremden Nutzungsschwankungen.