Data Infrastructure Modernization

Über die Chancen einer modernisierten Dateninfrastruktur

| Autor / Redakteur: Evi Richard, ownCloud / Florian Karlstetter

Nie wieder Datensilos: Über die Chancen einer modernisierten Dateninfrastruktur.
Nie wieder Datensilos: Über die Chancen einer modernisierten Dateninfrastruktur. (Bild: © Syda Productions - stock.adobe.com)

In jahrelang gewachsenen Dateninfrastrukturen werden häufig parallel verschiedene Storage-Systeme genutzt. Dadurch sind Daten nicht miteinander kombinierbar und sogenannte Informationssilos entstehen. Die Folgen: weniger Produktivität, fehlender Zugriff auf dringend benötigte Daten oder sogar Verlust der Kontrolle über die eigene IT.

Lösungen zur sogenannten „Data Infrastructure Modernization” schaffen hier Abhilfe. Darunter versteht das IT-Marktforschungsunternehmen Gartner Anwendungen, die dabei helfen, alte Legacy-Systeme durch einen modernen, digitalen Arbeitsplatz zu ersetzen. Mit diesen Lösungen ist es heute möglich, über ein zentrales Frontend den Zugriff auf sämtliche Systeme in der verteilten IT-Umgebung eines Unternehmens zu realisieren.

Eine über Jahre gewachsene Schatten-IT ist für jedes Unternehmen ein Problem. Systeme, Prozesse und Organisationseinheiten, die in Unternehmen neben der offiziellen IT-Infrastruktur existieren sind echte Produktivitätskiller und ein Sicherheitsrisiko. In der Folge können dringend benötigte Dateien nicht aufgerufen werden oder vertrauliches Material kann in unsichere Hände gelangen. Doch nicht nur die Schatten-IT produziert solche Probleme. Auch wenn „offiziell” mehrere Lösungen, zum Beispiel für das interne und externe Filesharing parallel im Einsatz sind, sind Dateien nicht oder nur schwer für jeden gleichzeitig abrufbar und sogenannte „Informationssilos” entstehen. Systeme wie Google Drive, Dropbox, OneDrive oder Box, sind nicht miteinander kompatibel oder mit anderen Systemen integrierbar.

Diese Inkompatibilität liegt zumeist in der technischen Architektur, der Anwendungsarchitektur oder in der Datenarchitektur vergraben. Wenn Informationen aber nicht hinreichend geteilt, sondern im betriebsinternen System oder Subsystemen isoliert sind, werden Mitarbeiter und Führungskräfte in ihrer Arbeit behindert und erhalten erschwert Zugang zu wichtigen Informationen und Dateien.

Datensilos auflösen

Mit einer effizienten Modernisierung der eigenen Infrastruktur können Unternehmen diese Datensilos auflösen. Durch spezielle Software ist dies auch ohne aufwendige Datenmigration möglich, indem ein einziges Interface an sämtliche eingesetzte Storage-Lösungen andockt und damit sämtliche Dateien innerhalb einer Organisation verfügbar gemacht werden. Unternehmen und deren IT-Abteilungen profitieren damit von folgenden Vorteilen:

  • Die Schaffung einer Infrastruktur, die uneingeschränkten Zugriff auf Dateien und die Zusammenarbeit aller Nutzer ermöglicht, sowie die Migration von Dateien deutlich vereinfacht.
  • Leichte Skalierbarkeit, da der Speicherplatz aus standardisierten Servern besteht und auf einer offenen Software-Architektur basiert.
  • Die IT-Abteilung behält die Kontrolle über die Daten, während die Mitarbeiter in den Abteilungen benutzerfreundlich und sicher darauf zugreifen können.

Immer mehr Unternehmen greifen hier auf Open-Source-Lösungen zurück, da diese sowohl die notwendige Flexibilität bieten, um bestehende Infrastrukturen zu integrieren, als auch der IT die Erkennung möglicher Sicherheitslücken im Source Code erleichtern. Vor allem Unternehmen aus Branchen mit hohen Compliance-Bestimmungen wie das Banken- oder Versicherungswesen greifen häufig auf diese Möglichkeit zurück.

Lösungen wie die EFSS-Software von ownCloud ermöglichen durch mobile Apps, Desktop-Clients und eine Weboberfläche einen einfachen Zugriff auf sämtliche Speichersysteme, unter anderem auf, Windows-Netzlaufwerke und SharePoint-Server. Die Verbindungen zu den einzelnen Speichersystemen können von den Administratoren manuell oder mithilfe eines Skripts konfiguriert werden. Auf diese Weise lassen sich problemlos auch mehrere tausend Speicherserver, Dokumentenbibliotheken, FTP-Server und andere Systeme unterstützen. Administratoren profitieren damit von detaillierten Protokollen zu den unternehmensweiten Speicherlösungen, während den Anwendern eine Verzeichnisstruktur angezeigt wird, über die sie unabhängig vom Speicherort auf ihre Dateien zugreifen können. Auch bereits bestehende ACLs (Access Control List), mit denen Zugriffe auf Daten und Funktionen eingegrenzt werden können, werden beibehalten.

Erleichterter Zugriff

Unabhängig davon, ob die Daten mit Anwendungen verknüpft, vor Ort, in der Cloud oder unstrukturiert in der bestehenden Architektur liegen – der Zugriff auf alle Daten findet in der privaten Cloud statt. ownCloud fügt sich in die bestehenden Infrastrukturen und Sicherheitssysteme ein, so dass beispielsweise Benutzerverzeichnisse und Überwachungslösungen leicht integriert und Unternehmensrichtlinien jederzeit eingehalten werden können.

Die Kontrolle ist jederzeit gegeben

Vielen Unternehmen ist es wichtig, den Zugriff auf ihre Daten selbst zu steuern – was mit Tools wie einer File Firewall, die die Serververbindung einschränken und je nach Geographie, Gruppe, Zeit, Dateityp, Größe, Gerät und vielen anderen Faktoren bestimmt werden können, jederzeit möglich ist. Zugriffssteuerungslisten – SharePoint, Active Directory, etc. – ermöglichen es den Verantwortlichen, genau zu bestimmen, wer, wann, wie und von wo auf den Storage zugreift – und besonders auch für wie lange. Der Vorteil: Während Benutzer zu jeder Zeit, an jedem Ort auf die Daten zugreifen, bleibt die Kontrolle ständig bei der hauseigenen IT, so dass eine Shadow IT erst gar nicht entsteht.

Jederzeit wissen, wo die Daten liegen

Die Verwaltung von Daten kann zum Beispiel mittels Software-Defined Storage (SDS) geschehen, also ohne die Beschränkung eines hardware-basierten, physischen Systems. Software-Defined Storage ermöglicht die Verwendung Dichte-optimierter Standardserver, ist auch über global verteilte Rechenzentren leicht skalierbar, bietet eine hohe Ausfallsicherheit, verringert unnötige Redundanzen und ermöglicht es trotzdem allen Nutzern (via Web, Laptop oder Mobilgerät) einfach auf alle Daten zuzugreifen.

Die physische Sicherung der Unternehmensdaten bietet eine lineare Skalierbarkeit der Leistung, Kapazität und Verfügbarkeit – je nachdem, was Unternehmen brauchen, wenn sie es brauchen, oder wenn sie sich neu anpassen, weil sie wachsen.

Der ownCloud-Server stellt die gespeicherten Dateien zur Verfügung für andere Anwendungen, Storage oder unstrukturierte Datenmengen. Wenn die Bedürfnisse des Unternehmens steigen, wachsen die Server entsprechend mit. Zusammengenommen legt diese Lösung die Kontrolle über Storage und Daten zurück in die Unternehmenshand und wird damit wesentlich leichter den betrieblichen Vorschriften bezüglich Security, Compliance und Governance gerecht.

Dateninfrastruktur-Modernisierung als Zentrum der Digitalisierung

Viele Unternehmen sehen in der Modernisierung ihrer Dateninfrastruktur eine Grundvoraussetzung dafür, an den Vorteilen der Digitalisierung zu partizipieren. Vor allem EFSS-Lösungen werden künftig laut Gartner eine noch wichtigere strategische Rolle dabei spielen, alte Strukturen zu ersetzen, Silos aufzulösen und wirklich alle Unternehmensdaten nutzbar und sicher zu machen. EFSS-Lösungen wie ownCloud können in diesem Zusammenhang als strategische Plattformen dienen, die mit individuellen Zusatzleistungen operative Lücken schließen und so zum “Enabler” für eine leistungsfähige Infrastruktur werden.

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