Cap Gemini: Automatisierung wirkt

Studie zur Cloud-Automatisierung

| Redakteur: Ulrike Ostler

80 Prozent der von Cap Gemini Befragten sehen durch Cloud-Automatisierung eine Verbesserung in der Agilität ihrer Organisation, 86 Prozent geben an, dass ihre Kundenerfahrungen davon profitiert habe und 59 Prozent der Fast Mover können Ingenieure durch Zeitersparnis effektiver einsetzen.
80 Prozent der von Cap Gemini Befragten sehen durch Cloud-Automatisierung eine Verbesserung in der Agilität ihrer Organisation, 86 Prozent geben an, dass ihre Kundenerfahrungen davon profitiert habe und 59 Prozent der Fast Mover können Ingenieure durch Zeitersparnis effektiver einsetzen. (Bild: © Alexander Limbach - stock.adobe.com)

Wer automatisiert, gewinnt: Denn drei von vier führenden Unternehmen steigern dadurch ihre Profitabilität, besagt ein Ergebnis der Studie, die das Beratungsunternehmen Cap Gemini und Sogeti zur Cloud-Automatisierung erhoben haben.

Unternehmen, die Legacy-Anwendungen und den IT-Betrieb frühzeitig und umfassend mit Cloud-Technologien automatisieren, haben deutliche Wettbewerbsvorteile, so die Studie „The Automation Advantage: Making Legacy IT keep Pace with the Cloud“.

Einfluss der Automatisierung auf die Indikatoren der Geschäftsentwicklung
Einfluss der Automatisierung auf die Indikatoren der Geschäftsentwicklung (Bild: Cap Gemini/Sogeti)

So schneiden die so genannten Fast Mover – die 20 Prozent an Unternehmen, mit der am weitesten fortgeschrittenen Cloud-Automatisierung – deutlich besser ab, als die übrigen befragten Unternehmen mit einem geringeren Reifegrad an Automatisierung: Drei Viertel der Fast Mover konnten durch Automatisierung Umsatz und Rentabilität steigern, bei den anderen Unternehmen sind es 37 beziehungsweise 49 Prozent.

Weitere 80 Prozent der Unternehmen, die vorpreschen, bestätigen zudem, dass ihre Organisation agiler geworden sei, während dies nur für die Hälfte der anderen Unternehmen gilt. Für die Studie wurden weltweit 415 IT-Verantwortliche von Unternehmen mit Legacy-Systemen dazu befragt, welche Vorteile die Cloud-Automatisierung von Legacy-Systemen und des IT-Betriebs bringe.

Der Vorteil der Automatisierung, den die Fast Mover im Vergleich zu den anderen Unternehmen einfahren.
Der Vorteil der Automatisierung, den die Fast Mover im Vergleich zu den anderen Unternehmen einfahren. (Bild: Cap Gemini/Sogeti)

Ergänzendes zum Thema
 
Über die Studie

Begriffsdefinitionen

Wichtig für die Interpretation ist das, was die Studienmacher unter „Legacy-Systemen” verstehen. So werden in der Studie Anwendungen und Anwendungs-Infrastrukturen bezeichnet, die on-premises betrieben werden. Die Bezeichnungen „IT-Betrieb“ oder auch „IT-Operationen“ umfassen jeweils die Infrastrukturbereitstellung, das Konfigurations-Management, Anwendungstests und Anwendungsfreigaben.

Auch was „Cloud-Automatisierung“ eigentlich sein soll, definieren die Macher wie es beliebt: Sie erfolge „definitionsgemäß über cloud-basierte Tools, die für legacy- und cloud-basierte Anwendungen und innerhalb jeder Cloud-Umgebung ausgeführt werden können“.

Jedenfalls bringe die Automatisierung mittels Cloud-Technologien neben Umsatz und Profitabilität weitere Vorteile mit: So stellen die bei der Automatisierung führenden 20 Prozent der Unternehmen doppelt so viel Code bereit, 5 Prozent von ihnen sogar kontinuierlich. Zudem nutzen 75 Prozent der Fast Mover Cloud-Automatisierung, um innovative Geschäftsmodelle umzusetzen.

Das sind die Bereiche, in denen via Cloud(-Techniken) automatisiert wird.
Das sind die Bereiche, in denen via Cloud(-Techniken) automatisiert wird. (Bild: Cap Gemini/Sogeti)

Gegengewicht zum Fachkräftemangel

Einen Ausblick, wie es weitergehen könnte, gibt Jonathan Miranda, Manager der Cisco IT Infrastructure Group: „Wir sehen bereits die Vorteile der nahezu vollständig automatisierten Beschaffung bei Cisco. Als nächstes wollen wir den Schritt von automatisierten zu intelligenten Systemen gehen. Anders als heute werden also nicht die Anwender per Klick eine Bereitstellung anstoßen, sondern die Anwendungen selbst werden entscheiden, welchen Bedarf sie haben und wann sie entsprechende Prozesse in Gang setzen. Diese Möglichkeiten schafft die Kombination aus Künstlicher Intelligenz (KI) und Technologien wie der Containerisierung.“

Für Unternehmen ist es essentiell, Mitarbeiter an den wertvollsten Stellen einzusetzen, zumal 70 Prozent der Führungskräfte das Fehlen notwendiger Qualifikationen als große Herausforderung sehen. Automatisierung verschafft Ingenieuren bei 59 Prozent der Fast Mover mehr Zeit, höherwertige Tätigkeiten wahrzunehmen. Zugleich gehen monotone Aufgaben zurück, etwa weil die Vorreiter bereits 73 Prozent ihrer Anwendungstests automatisiert haben, was etwa dem Vierfachen der Verfolgergruppe entspricht.

Das kommentiert Rolf Kleinwächter, Leiter Cloud Practice DACH bei Capgemini, wie folgt: „Gerade in Zeiten ständiger technologischer Disruptionen suchen IT-Abteilungen nach Wegen, ihr Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen. Die erfolgreichen Fast Mover verdeutlichen, dass auch Unternehmen mit Legacy-Systemen massiv von der Automatisierung profitieren können.“

Hindernisse für die Cloud-Automatisierung sehen 27 Prozent der IT-Verantwortlichen im Hinblick auf die Sicherheit; 19 Prozent verweisen auf den Datenschutz. Es ist zu erwarten, dass beide Themen mit dem Start der DSGVO am 25. Mai 2018 noch mehr in den Fokus rücken. Allerdings sorgen Cloud-Anbieter dafür, dass Automatisierung letztlich mehr Sicherheit bedeuten kann, beispielsweise durch automatisierte Sicherheitsprozesse wie Security as Code (SaC).

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