Cloud-Infrastruktur trifft AI-Computing Iren übernimmt Kubernetes-Spezialist Mirantis

Von Elke Witmer-Goßner 2 min Lesedauer

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Der Bitcoin-Miner und AI-Cloud-Anbieter Iren erwirbt den Cloud-Infrastruktur-Spezialisten Mirantis in einem reinen Aktien-Deal. Die Übernahme verschafft dem Käufer Zugang zu 1.500 Enterprise-Kunden und zur Kubernetes-Plattform. Mirantis bleibt als eigenständige Tochter erhalten und will seine Open-Source-Projekte weiter vorantreiben.

Mit der Mirantis-Plattform will Iren neue Märkte erschließen, da regulierte Branchen und staatliche Organisationen nach standardisierten, sicheren AI-Infrastrukturen verlangen. K0rdent AI adressiert genau diese Anforderungen.(Bild:  Mirantis)
Mit der Mirantis-Plattform will Iren neue Märkte erschließen, da regulierte Branchen und staatliche Organisationen nach standardisierten, sicheren AI-Infrastrukturen verlangen. K0rdent AI adressiert genau diese Anforderungen.
(Bild: Mirantis)

Iren zahlt rund 625 Millionen US-Dollar in eigenen Aktien für das Unternehmen Mirantis, das sich auf Kubernetes-Orchestrierung und Cloud-Management spezialisiert hat. Die Transaktion wartet noch auf behördliche Genehmigungen.

K0rdent AI als Schlüsselprodukt

Mirantis bringt vor allem seine K0rdent AI-Plattform in das Geschäft ein. Die Software verwaltet AI-Infrastrukturen über Bare-Metal-Server, virtuelle Maschinen und Kubernetes-Umgebungen hinweg. CEO Alex Freedland sieht darin die Chance, einen offenen Standard zu etablieren: „Die Übernahme positioniert Mirantis, um K0rdent AI als offenen Standard für AI-Infrastruktur voranzutreiben und Komplexität im großen Maßstab zu bewältigen – über Hardware, Provider, Unternehmen, regulierte Industrien und souveräne Regierungen hinweg.“

Das Portfolio umfasst außerdem etablierte Open-Source-Projekte wie K0s, Lens und OpenStack-Komponenten. Mirantis ist Gründungspartner der Nvidia AI Cloud Ready Initiative.

Vertikale Integration für AI-Workloads

Mirantis wird als separate Tochtergesellschaft weiterlaufen. Das Unternehmen bedient weiterhin seinen bestehenden Kundenstamm und unterstützt parallel Irens AI-Cloud-Deployments. CTO Shaun O'Meara von Mirantis bekräftigt in seinem Blogpost: „Wir bleiben unseren Open-Source-Verpflichtungen treu. Unsere Governance bewahrt die Unabhängigkeit.“ Kunden und Partner müssten keine Änderungen befürchten. Produkte, Verträge, Roadmaps und Teams blieben bestehen. Iren liefere zusätzliche Ressourcen, um Service und Weiterentwicklung zu beschleunigen.

Iren verfolge ebenso wie Mirantis eine Metal-to-Model-Strategie, um damit die gesamte Wertschöpfungskette von der Hardware bis zur Anwendungsschicht kontrollieren zu können. Die Mirantis-Übernahme schließe eine wichtige Lücke in der Software-Ebene. Iren könne so seine Deployment-Fähigkeiten verbessern, operativen Einblick gewinnen und seinen Kundensupport erweitern, heißt es in der Ankündigung.

Börse reagiert positiv

Der Markt honoriert den Deal. Irens Aktie legte am Tag der Ankündigung um mehr als 1,5 Prozent zu und setzte damit eine Gewinnsträhne fort. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Titel ein Plus von über 17 Prozent. Mirantis erwirtschaftet einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von 100 Millionen US-Dollar. Iren kauft sich damit sofort relevante Größe im Enterprise-Geschäft ein und diversifiziert über das reine Bitcoin-Mining hinaus.

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