Analyse verteilter Daten per natürlicher Sprache Starburst stellt AI Data Assistant für verteilte Unternehmensdaten vor

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Der AI Data Assistant (AIDA) hilft Nutzern der Starburst Enterprise Platform dabei, verteilte Unternehmensdaten per Spracheingabe zu analysieren, ohne diese zuvor zentralisieren zu müssen. So ließe sich klassisches Dashboard-Reporting durch kontextbezogene Echtzeitanalysen ersetzen.

AIDA soll Probleme wie ein Analyst durchdenken können und nicht nur als Übersetzer von Text in Abfragen fungieren.(Bild:  Starburst)
AIDA soll Probleme wie ein Analyst durchdenken können und nicht nur als Übersetzer von Text in Abfragen fungieren.
(Bild: Starburst)

Kernstück von AIDA ist Starburst zufolge ein sogenanntes ReAct-Framework (Reason - Act - Observe), das über die einfache Übersetzung von Text in Abfragen hinausgehe. Der Assistent kombiniere dabei Live-Datensammlungen mit Metadatenanalysen, um Anfragen nach Art eines Analysten zu bearbeiten, der den Kontext der Frage berücksichtigt und eine interpretierte Antwort liefert.

Anders als Ansätze, die für KI-Auswertungen zunächst eine Datenmigration in anbietereigene Umgebungen erfordern, soll AIDA direkt mit verteilten Datenquellen arbeiten: Data Lakes, Data Warehouses, Cloud-Objektspeichern und operativen Systemen. Governance-Regeln, Zugriffskontrollen und Datenbeschreibungen würden dabei konsistent über alle Quellen hinweg angewendet, so der Anbieter.

Rollenangepasste Ausgaben und LLM-Flexibilität

AIDA könne seine Antworten an die jeweilige Nutzerrolle anpassen: Datenanalysten erhielten demnach technisch detaillierte Erläuterungen, Führungskräfte würden mit komprimierten, entscheidungsreifen Zusammenfassungen versorgt.

Für den Betrieb in der Starburst Enterprise Platform (SEP) werden mehrere Large Language Models unterstützt, darunter Modelle von Anthropic, OpenAI und AWS Bedrock. Unternehmen könnten damit das Modell wählen, das ihren Anforderungen an Sicherheit, Kosten und Infrastruktur entspricht. Ebenfalls ab sofort verfügbar: eine White-Label-Option, mit der Organisationen AIDA unter eigenem Branding in ihre Analyseumgebungen integrieren können.

Anwendungsfälle: Abrechnungsanomalien, Kundenabwanderung, Compliance

Starburst skizziert konkrete Einsatzbereiche für AIDA. So soll das Tool helfen, Abrechnungsdiskrepanzen in Vertrags- und Nutzungsdaten zu identifizieren – ein Problem, das laut Anbieter in Unternehmen typischerweise ein bis drei Prozent der Einnahmen koste. Daneben nennt Starburst die frühzeitige Erkennung von Kundenabwanderungssignalen aus Nutzungs-, Support- und Sentimentdaten sowie die Beschleunigung von Compliance- und Betrugsuntersuchungen durch automatisierte Fallerstellung.

Weitere Funktionen angekündigt

Für das 2. Quartal 2026 kündigt Starburst drei Erweiterungen an: Mit AIDA Studio soll eine Integrationsschicht für externe Systeme wie Slack, Jira und Google Workspace entstehen, die auch die Einbindung unstrukturierten Unternehmenskontexts und die Erstellung eigener Analyse-Skills ermöglicht. Der AIDA MCP Client soll über das offene Model Context Protocol (MCP) Kontextdaten aus Enterprise-Anwendungen abrufen und AIDA als Automatisierungshub nutzbar machen. Ergänzt werden soll das Paket durch konfigurierbare Guardrails – eine Governance-Schicht, die KI-Interaktionen steuert, sensible Themen einschränkt und die Offenlegung personenbezogener Daten verhindert.

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