Kurze Produktzyklen schaffen flexible Zahlungsmodelle

Software im Abo vereinfacht nicht nur das Lizenzmanagement

| Autor / Redakteur: Steve Schmidt* / Elke Witmer-Goßner

Die Verwaltung des Softwarebestands – auch abo-basierter Software – ist problematisch. Unternehmen sollten daher genau hinschauen.
Die Verwaltung des Softwarebestands – auch abo-basierter Software – ist problematisch. Unternehmen sollten daher genau hinschauen. (Bild: Zhu Difeng, Fotolia)

Der Wandel ist die einzige Konstante in der Softwarebranche. Der jüngste Trend zu Abonnement-Lizenzmodellen verändert die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Software-Assets bewerten und Hersteller an ihren Produkten verdienen. Abo-basierte Softwarelizenzierung hat sicherlich Vorteile, ist aber nicht das Allheilmittel, das viele Unternehmen darin sehen.

Softwarelizenzen im Abonnementmodell sind auf den ersten Blick ein verlockendes Angebot. Anstatt hohe Entgelte für eine „unbefristete“ Lizenz zu zahlen – wie dies beim herkömmlichen Lizenzmodell seit Jahr und Tag üblich ist – wird die Software einfach gemietet. Das Mietmodell funktioniert für cloud-basierte „Software as a Service“ (SaaS) ebenso wie für Anwendungen, die vor Ort auf den Servern des Unternehmens installiert werden. In vielen Fällen werden die Abonnementzahlungen als Betriebskosten und nicht als Investitionsausgaben behandelt, was Budgetierung und Genehmigung erleichtert. Aber kann ein Abo-Modell halten, was sich Unternehmen davon versprechen?

Niedrigere Einstiegskosten

Eine abo-basierte Lizenzierung ist aus mehreren Gründen attraktiv. Zunächst einmal fallen geringere Einstiegskosten als bei unbefristeten Lizenzen an, da sich die Zahlungen auf die gesamte Vertragslaufzeit verteilen. Für SaaS-basierte Lösungen sinken die Einstiegskosten zusätzlich, weil der Aufwand für die Einrichtung wegfällt. Unternehmen brauchen hier nicht in die eigene Infrastruktur oder in eigenes Personal für den Betrieb des Systems zu investieren. Aber genau genommen ist das kein Vorteil des Abonnementmodells, sondern des Hosting-Modells.

Dennoch ist es ein Irrtum, dass Unternehmen unter dem Strich weniger Lizenzkosten zu zahlen haben. Nach gewisser Zeit – üblicherweise nach drei oder vier Jahren – übersteigen die tatsächlich gezahlten Abonnementkosten die Kosten der unbefristeten Modelle – sogar wenn man die fortlaufenden Wartungskosten der unbefristeten Modelle berücksichtigt. Unternehmen, die am Mietvertrag festhalten und nicht zum herkömmlichen Modell zurückkehren, bezahlen auf lange Sicht unter Umständen mehr. Dies ist der Preis für die höhere Flexibilität des Abonnementmodells. Das kann vom Unternehmen durchaus gewünscht sein, sollte aber auf jeden Fall im Vorfeld bedacht werden.

Vertraute Mietmodelle

Die technologische Entwicklung begünstigt Abonnementmodelle gegenüber unbefristeten Modellen. So werden mobile Geräte beispielsweise im Allgemeinen auf Abonnementbasis betrieben. „Intelligent Devices“ – von Car-Infotainment-Systemen bis hin zu teuren medizinischen Geräten – werden ebenfalls meist per Abonnement-Lizenzmodell abgerechnet. Dank der Popularität bestimmter virtueller und cloud-basierter Softwarelösungen – wie beispielsweise Salesforce.com – ist das Software-Mietmodell vielen Unternehmen bereits vertraut. Da viele Softwarehersteller Wert auf vorhersehbare, „reibungslose“ und langfristige Einnahmequellen legen, unterstützen sie den Trend zur abo-basierten Lizenzierung. Interessenten und Käufer werden es daher in Zukunft häufiger mit diesen Modellen zu tun haben.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42337875 / Lizenzmanagement)

Content-Listing

Mehr Sicherheit für die Google-Cloud

Neue Identitäts- und Sicherheitswerkzeuge

Mehr Sicherheit für die Google-Cloud

Google hat Tools und Updates für Cloud Security und Identity Access Management (IAM) angekündigt, von denen die meisten darauf abzielen, das Identitätsmanagement einfacher und sicherer zu machen. Die Updates für die Google Cloud Plattform enthalten Elemente von BeyondCorp, einem Unternehmens­sicherheits­modell, das Google 2011 eingeführt hat. lesen

Newsletter

Hybrid- und Multi-Cloud-Architektur
Hybrid-Cloud steigert Agilität und reduziert IT-Kosten
Durch den steigenden Vernetzungs- und Digitalisierungsgrad nimmt der Einsatz von Cloud-Technologien kontinuierlich zu. Entscheidend ist dabei, dass der Reifegrad von Private- und Hybrid-Cloud-Betriebsmodellen nach Ansicht von Analysten inzwischen als geschäftstauglich gilt und somit auch für anspruchsvolle IT-Services geeignet ist. Insbesondere der Mischbetrieb in Form einer Hybrid-Cloud-Umgebung, bei der die Vorteile einer Public- und Private-Cloud miteinander verbunden werden, wird für Anwender immer attraktiver. weiterlesen