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Aufgaben für HANA - Krebsforschung, Game Analytics und Co-Prozessoren SAP bietet Startups Forum in Berlin

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Ulrike Ostler

Beim Startup-Event vergangene Woche in Berlin suchte die SAP nach Anwendungen für die In-Memory-Plattform "HANA" und stellte Startups Förderungen dafür in Aussicht. Beobachtern boten sich dabei innovative Ansätze und so manches Déjà-vu.

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Frische Ideen statt Krawattenzwang: In lockerem Rahmen präsentierten sich Jungunternehmer beim Berliner SAP Startup Forum.
Frische Ideen statt Krawattenzwang: In lockerem Rahmen präsentierten sich Jungunternehmer beim Berliner SAP Startup Forum.

Nach ähnlichen Veranstaltungen in Palo Alto, Seattle und Toronto hatte SAP vergangene Woche Startups nach Berlin geladen. Dort sollten 35 Jungunternehmen aus Deutschland und Österreich zeigen, mit welchen Anwendungen sie die High-Performance Analytic Appliance nutzen wollen.

Als Anreiz lockte die Teilnahme am SAP-Startup-Focus-Programm. Damit will SAP erfolgversprechenden Ideen binnen eines Jahres zur Marktreife verhelfen. Zum Angebot zählen kostenlose Test- und Entwicklungslizenzen für SAP HANA, Workshops sowie Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten, wie dem "SAP HANA Real-Time Fund" von SAP Ventures.

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Jury bewertet Stände und Pitches

Zunächst galt es hierfür aber die Jury zu überzeugen. Zu deren Kriterien zählten technische Machbarkeit, einleuchtendes Geschäftsmodell sowie genügend Kapazitäten der Startups, denn: Wer gefördert werden will, muss bis zur Hausmesse Sapphire Now Mitte November einen funktionierenden Prototypen vorweisen können.

In die engere Auswahl schafften es schließlich über die Hälfte der Teilnehmer. Die konkreten Preisträger will die Jury nach weiteren telefonischen Einzelgesprächen mit den Wettbewerbern bis Mitte dieser Woche bekannt geben.

Präsentieren konnten sich die angetretenen Unternehmen in Berlin auf zweierlei Weise. 18 Startups stellten ihre Ideen jeweils an einem Messestand vor. Die restlichen 17 erläuterten ihr Produkt binnen fünf Minuten auf einer Bühne vor gut 100 Anwesenden.

Krebs wirkungsvoll behandeln

Wenngleich die Pitches vor Publikum keine höheren Siegchancen implizierten, stellten sie doch einen Höhepunkt der dicht gepackten Agenda dar. Bereits die erste Präsentation von Alacris Theranostics hatte es in sich: Das Unternehmen will mit HANAs Rechen-Power personalisierte Medikamente für Krebspatienten anbieten. Dem Unternehmen zufolge schlagen klassische Medikamente lediglich bei einem Viertel der Patienten an und kosten damit unnötig Zeit. Individuelle, auf das jeweilige Erbgut Betroffener abgestimmte Therapien könnten hier schneller helfen.

Besser als Google

Torsten Ahlers, Geschäftsführer von Next Audiance, trat dagegen mit dem Ziel an, Werbern dank HANA bessere Daten zu liefern als der Branchenprimus Google. Die Herausforderung dabei: Binnen 50 Millisekunden müsse die Anwendung entscheiden, ob ein Websurfer überhaupt Werbung seh, welche das sei und was die eingeblendete Anzeige koste.

David Lehrer von Conatix erläuterte eine Lösung zur Dokumentenklassifizierung. Diese beobachte, welche Dokumente und Inhalte sich ein Büroarbeiter anschaut, leitet entsprechende Attribute ab und präsentiert Endanwendern schließlich nur noch relevante Informationen. Bisher setze man auf hierfür auf das Open-Source-Produkt "Hadoop"; HANA könnte der Anwendung aber einen deutlichen Geschwindigkeitsschub geben.

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