Anbieter zum Thema
Déjà-vus bei Game-Analytics und Social Media
Einen deutlichen Geschwindigkeitsschub erhoffte sich wohl auch Tom Sente, die eigenen Analytics-Lösungen für Computerspiele betreffend. Allerdings wurde der HoneyTracks-CEO zunächst von SAP selbst ausgebremst. Zu Beginn des SAP Startup Forum präsentierte Matthias Uflacker vom SAP Innvoation Center Potsdam nämlich etwas, das Sentes Vision recht nahe gekommen sein dürfte: Echtzeitauswertungen in einem Online-Spiel des Anbieters Bigpoint – pikanterweise gleichermaßen Projektpartner von SAP und Kunde von HoneyTracks.
Die von Uflacker gezeigte Demo wertete nicht nur Daten des Free-to-Play-Games "Battlestar Galactica" aus. Zusätzlich zeigte der Entwickler, wie diese Informationen in Echtzeit wieder direkt im Spiel genutzt werden können. Der Publisher kann Spielern so zum Spielablauf passende, kostenpflichtige Optionen einblenden. Zudem können Spieler in Gruppen aufgeteilt werden, um deren Reaktion auf unterschiedliche Angebote zu testen.
Ein paar Déjà-vus dürfte allerdings auch SAP erlebt haben. So ähnelte beispielsweise die von MediaMetrics gezeigte Lösung "social Meme" zumindest im Ansatz der SAP Rapid-Deplpoyment-Lösung für "Sentiment Intelligence".
Chip-Tuning und mehr
Ein wenig an die Grenze stieß das Vorhaben von Swarm Circuits. Das Unternehmen will ein Co-Prozessor-Design anbieten, mit dem sich SAPs HANA noch weiter beschleunigen lässt.
Zu den weiteren vorgestellten Projekten zählten Anwendungen zur Optimierung von Lieferketten oder Bilderkennung im großen Stil. Andere Anbieter übertrugen das Konzept von Analysefunktionen für Computerspiele auf das Customer Relationship Management im realen Leben und beschäftigten sich mit der Gamification von Konsumprozessen oder in Echtzeit gesteuerten Couponing-Lösungen.
Massive Rabatte für HANA-Entwickler
Wie die Startups um SAP, warb übrigens auch SAP um die Startups. Konkret stellte das Unternehmen attraktive Preismodelle für HANA in Aussicht.
So werde die SAP HANA zu einem "massiv ermäßigten" Preis angeboten, wenn die Appliance ausschließlich für eine Applikation genutzt wird. Außerdem könnten die Entwickler HANA auch über ein umsatzbasiertes Modell nutzen: Vorstellbar sei eine Abgabe in der Größenordnung zwischen 15 und 25 Prozent. Konkrete Preismodelle sollen noch vor der Sapphire Now in Madrid bekannt gegeben werden.
Weitere Events geplant
Auch nach der Berliner Veranstaltung geht das SAP-Startup-Focus-Programm weiter. Der Hersteller plant noch in diesem Jahr weitere Events in Tokio, Dublin, Singapur, Sydney und New York.
Zum Autor:
Dirk Srocke schreibt regelmäßig für CloudComputing-Insider.de. Nach seinem Magisterstudium hat der Autor bei Vogel IT-Medien volontiert. Derzeit widmet sich der freie IT-Journalist insbesondere den Themen Cloud Computing und Networking.
(ID:35150970)