Open-Source-Fusion

Red Hat schluckt CoreOS

| Redakteur: Ulrike Ostler

Open-Source-Gigant Red Hat verleibt sich Innovationsschmiede CoreOS ein.
Open-Source-Gigant Red Hat verleibt sich Innovationsschmiede CoreOS ein. (Bild: gemeinfrei: Andrew-Art/Pixabay - Red Hat/CoreOS / CC0)

Red Hat will 250 Millionen Dollar für CoreOS bezahlen. Das Unternehmen gilt als innovativ und bietet nebst Betriebssystem Container-native Software sowie Kubernetes-Technik an, zum Teil in Konkurrenz zu Docker.

Mit dem Kauf von CoreOS will Red Hat die Einführung und Entwicklung seiner hybriden Cloud-Plattform für Applikations-Workloads weiter vorantreiben. Das CoreOS-Portfolio soll etwa die Plattform „Red Hat OpenShift“ ergänzen.

CoreOS wurde 2013 mit dem Ziel gegründet, Infrastrukturen für Unternehmen aller Größenordnungen zu entwickeln und bereitzustellen, die denen großer Software-Unternehmen entsprechen. Dazu gehörte etwa das Automatisieren von Server-Updates und das Patchen sowie Probleme wie Ausfallzeiten, Sicherheit und Ausfallsicherheit zu lösen. CoreOS steht unter anderem für das leichtgewichtige Linux-Betriebssystem „Container Linux“, das für die Ausführung von Containern optimiert wurde und Software-Updates automatisiert. Einige der CoreOS-Techniken sind preisgekrönt.

Die CoreOS-Technik

Bekannt ist zum Beispiel „CoreOS Tectonic“, eine Open-Source-basierte, Enterprise-ready Kubernetes-Plattform, die eine Portabilität zwischen private und public clouds bietet. „CoreOS Quay“ bietet hingegen eine unternehmenstaugliche Container-Registrierung.

Außerdem ist das Unternehmen an vielen Open-Source-Innovationen beteiligt, die das Herzstück von containerisierten Anwendungen bilden. So hat CoreOS seine Application Container Engine „rkt“ an die Cloud Native Computing Foundation (CNCF) übergeben, die sich etwa im Rahmen der Open Container Initiative (OCI) um die Weiterentwicklung kümmert. „etcd“ ist ein verteilter Datenspeicher für Kubernetes.

Der Container-Markt

Da Anwendungen auf hybride und Multicloud-Umgebungen umgestellt werden, verwenden immer mehr Unternehmen Container, um Anwendungen zu erstellen, zu implementieren und zu verteilen. Im IDC-Report „Worldwide Application Platform and Application Platform as a Service Market Shares“ von 2016 heißt es: „Die Einführung, Vereinfachung und Übertragbarkeit von Cloud Computing ist in vollem Gang.“

Die Nachfrage nach Cloud Computing steige und die Unternehmen gingen davon aus, dass Cloud-Architekturen ihre Ausgaben für die nächsten Jahre dominieren würden. Mit der zunehmenden Komplexität von Containern suchten die Kunden nach Anbietern von Anwendungsplattformen, die ihnen helfen könnten, Container für den Übergang und die Erweiterung bestehender Produktionsanwendungen zu nutzen, um sie in öffentlichen oder privaten Cloud-Anwendungen einzusetzen.

Red Hat wiederum hat sich ebenfalls schon früh mit Containern und Container-Orchestrierung auseinandergesetzt. Unter anderem steuert der Open-Source-Gigant neben Google am meisten zu CNCF-Projekt „Kubernetes“ bei.

Der Deal

Die Transaktion wird voraussichtlich im Januar 2018 abgeschlossen, vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen. Dennoch wird erwartet, dass der Kauf keine wesentlichen Auswirkungen auf die Prognose von Red Hat für das vierte Geschäftsquartal oder das Geschäftsjahr hat, das am 28. Februar 2018 endet.

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