Kubernetes- und Cloud-Native-Trends 2019

Portabilität und Open-Source-Idee machen K8s interessant

| Redakteur: Stephan Augsten

Kubernetes wird aktuell zwar nur bei neun Prozent der von Crisp Research Befragten eingesetzt, viele Unternehmen haben aber entsprechende Pläne.
Kubernetes wird aktuell zwar nur bei neun Prozent der von Crisp Research Befragten eingesetzt, viele Unternehmen haben aber entsprechende Pläne. (Bild: crisp research AG)

Die Container-Orchestrierungslösung Kubernetes entwickelt sich derzeit zum De-facto-Standard, meint das Marktanalyse-Unternehmen Crisp Research. In einem Trendbericht zu den Kubernetes- und Cloud-Native-Entwicklungen wagt Dr. Carlo Velten, Senior Analyst und CEO bei Crisp einen Ausblick auf das Jahr 2019.

Um die aktuelle und künftige Abdeckung mit Container-Orchestration-Tools zu ermitteln, hat Crisp Research 159 Firmenvertreter befragt. Demnach setzen zwar nur neun von hundert Unternehmen aktuell Kubernetes (K8s) oder ein anderes Container-Management-Tool ein, weitere 17 Prozent planen dies aber innerhalb des kommenden Quartals. Dazu gesellen sich 40 Prozent, die binnen der nächsten 12 Monate eine entsprechende Lösung etablieren wollen. Der Rest möchte sich drei Jahre oder noch länger Zeit nehmen, 12 Prozent planen bislang keinen Einsatz.

Als Gründe dafür hat Crisp Research die quelloffene Natur und die Portabilität ausgemacht. IT-Entscheider in Unternehmen schätzen beide Merkmale, da sie dem „Vendor Lock-in“ vorbeugen und eine gute Ausgangsbasis für echte Hybrid- und Multi-Cloud-Betriebskonzepte bildeten. Angesichts der aktuellen Entwicklungen hat Dr. Carlo Velten, Senior Analyst und CEO von Crisp Research, einige Trends ausgemacht, auf die sich die Unternehmen bereits vorbereiten könnten. Einige davon betreffen natürlich auch den Bereich der Software-Entwicklung.

Für Development-Umgebungen und Proof-of-Concepts interessant

In den meisten Unternehmen kommt K8s laut Crisp Research aktuell in Development-Umgebungen und Proof-of-Concepts zum Einsatz. Der Anwendungsbereich verlagere sich innerhalb der kommenden 12 bis 24 Monate aber mutmaßlich immer weiter hin zum Betrieb produktiver und unternehmenskritischer Anwendungen. Dies führe dazu, dass die Unternehmen zunehmend auf hybride Kubernetes-Cluster bzw. den Betrieb über verschiedene IT-Infrastrukturen und Cloud Provider hinweg vertrauten.

Kubernetes entwickele sich laut Velten sukzessive zum API-Standard in der Cloud – und zwar Technologie- und Provider-übergreifend, da mittlerweile alle relevanten Cloud-Anbieter Kubernetes nativ unterstützen und „as-a-Service“ anbieten. Diese Multi-Cloud-Strategien werden technisch durch die Portabilität der Containern und Kubernetes gewährleistet, damit erhöhe damit aber auch die Komplexität des laufenden Betriebs und der Sicherheit. Dies gelte sowohl für K8s als auch für komplette Cloud-Native-Umgebungen, da sich diese ohne hochgradig automatisiertes und proaktives Monitoring und Alerting nicht absichern ließen.

Crisp Research sieht K8s außerdem als Enabler für Big-Data- und AI-Anwendungsfälle der nächsten Generation. Zudem wagen die Analysten einige Voraussagen hinsichtlich Cloud Native, insbesondere zu den Bereichen Architektur-Design, Operations und Verlässlichkeit. Interessierte finden den kompletten Bericht zu Kubernetes- und Cloud-Native-Trends 2019 auf der Website von Crisp Research.

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