Fachabteilungen basteln sich ihre Apps in der Cloud

PaaS hinter dem Rücken des CIOs

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Elke Witmer-Goßner

Auch die Anwendungsentwicklung in Unternehmen unterliegt dem Kosten- und Zeitdruck. Als Alternative bieten sich Developer-Plattformen aus der Cloud an – nicht immer zur Freude der IT-Chefs.
Auch die Anwendungsentwicklung in Unternehmen unterliegt dem Kosten- und Zeitdruck. Als Alternative bieten sich Developer-Plattformen aus der Cloud an – nicht immer zur Freude der IT-Chefs. (Bild: Alphaspirit, Fotolia)

Es ist ein Phänomen, das in der Regel hinter dem Rücken des CIOs auftaucht: Fachabteilungen setzen ihre eigene App auf, ganz wie sie sie haben wollen. Das geht heutzutage dank Rapid-Application-Development (RAD)-Funktionen und Platform-as-a-Service-(PaaS)-Umgebungen schneller und einfacher als man denkt.

Das Phänomen hört gerne auf den Namen „Develop Your Own Application“ (DYOA) und ist eine Reaktion der Fachabteilungen auf den stetig steigenden Bedarf nach neuen Anwendungen. Anstatt den Umweg über die zentrale IT-Abteilung zu gehen, schlagen sie den direkten Weg zum Ziel ein. Das jedenfalls ist die Erkenntnis, die Vanson Bourne bereits im vergangenen Jahr aus einer Studie gezogen hat.

Für die Untersuchung hat der Marktforscher 700 IT-Entscheider in Australien, den Benelux-Staaten, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA befragt. In Unternehmen, die eine schnellere Entwicklung und kürzere Implementierungszeiten fordern, steigt demnach die Nachfrage nach PaaS-Plattformen, auf denen die Entwicklung neue Anwendungen entwickeln beziehungsweise vorhandene Applikationen per Point-und-Click in einem Browser verbessern können. Weiterer überzeugender Faktor: Die Produktionszeit einer App fällt in PaaS-Umgebungen vergleichsweise schnell aus, 85 Prozent der befragten Unternehmen berichten von einem hohen Bedarf, die Entwicklungszeiten zu reduzieren.

Weitere Ergebnisse der Studie im Überblick:

  • 70 Prozent aller Befragten (74 Prozent in Deutschland) nutzen bereits eine PaaS-Lösung für die Erstellung von Anwendungen oder planen deren Einsatz.
  • Bei 43 Prozent der Projekte (45 Prozent in Deutschland) kam die Nachfrage nach zusätzlichen Apps direkt aus der Vorstandsebene, bei weiteren 47 Prozent von Kunden oder Partnern.
  • 47 Prozent der Projekte kamen aus Marketing und Vertrieb und 44 Prozent aus dem Finanzwesen.
  • Bei rund einem Viertel der Befragten (27 Prozent) hat die Arbeitsgeschwindigkeit der PaaS-Umgebung Vorrang vor der Möglichkeit, komplexe Anwendungen erstellen zu können.
  • 54 Prozent der PaaS-Anwender (40 Prozent in Deutschland) konnten die Entwicklungs- und Implementierungszeiten verkürzen und 51 Prozent (55 Prozent in Deutschland) die Kosten reduzieren.
  • 47 Prozent der Befragten (40 Prozent in Deutschland) konnten durch den Einsatz einer PaaS-Lösung zusätzliche Innovationspotenziale erschließen. Dazu zählt auch die Möglichkeit, verstärkt mobile Applikationen einzusetzen.

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