Semantische Versionierung für mehr Klarheit bei Admins

ownCloud unterstützt MS Office Online

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

OwnClouds Versionierungsschema folgt künftig dem Muster Major.Minor.Patch.
OwnClouds Versionierungsschema folgt künftig dem Muster Major.Minor.Patch. (Bild: ownCloud GmbH)

Der jetzt verfügbare ownCloud Server 10.1 unterstützt Microsofts Office Online Server per Web Application Open Platform Interface. Zudem kann ownCloud Versionskonflikte verhindern und Richtlinien für einzelne Dateien durchsetzen.

Mit dem ownCloud Server 10.1 wollen die Entwickler ihre Filesharing-Software noch weiter in Richtung eines umfassenden Kollaborationstools formen. Nachdem frühere Versionen der Open-Source-Plattform bereits mit Collabora Online und ONLYOFFICE integriert wurden, folgt nun auch Microsoft Office Online: Weil man das WOBI-Protokoll (WOBI = Web Application Open Platform Interface) unterstütze, können Enterprise-Kunden fortan in ownCloud gespeicherte Dokumente mit Microsofts Officepaket bearbeiten. „WebDAV Locks“ sollen überdies Konflikte verhindern, wenn mehrere Nutzer gleichzeitig am gleichen Dokument arbeiten.

Administratoren bringt das Release derweil verbesserte Steuerungsmöglichkeiten. So wurden die „Collaborative Tags“ weiterentwickelt: Künftig könnten berechtigte Nutzer „Static Tags“ anlegen und in Anwendungen – wie File Firewall, Document Classification oder Workflow-App – mit Richtlinien versehen. Somit lasse sich der Zugriff auf bestimmte Dateien beschränken.

Zudem unterstützt ownCloud 10.1 nun OpenCloudMesh 1.0 – einen Standard zum instanzübergreifenden Informationsaustausch. OpenCloudMesh sei dabei in Zusammenarbeit mit anderen Open-Source-Anbietern weiterentwickelt worden, beinhalte eine bereinigte Schnittstelle und laufe nun stabiler als zuvor.

Mit ownCloud Server 10.1 will der Anbieter schließlich eine klarere, semantische Versionierung starten. Die folge dem Schema Major.Minor.Patch. Major-Versionen enthalten demnach größere Neuerungen – beispielsweise architektonische Änderungen, die auch Inkompatibiliäten bei Schnittstellen mit sich bringen können. Minor-Versionen beinhalten neue Funktionen oder auch Änderungen an der Datenbank. Patch-Releases beheben derweil lediglich Sicherheitslücken oder Bugs – und ließen sich mit minimaler Downtime einspielen.

Die kompletten Release-Informationen zu ownCloud 10.1 gibt es online, die Software steht auf ownCloud.org zum Download bereit. Für Enterprisekunden listet ownCloud.com aktuell allerdings noch Version 10.0.10.

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