Cognitive Computing

Neue Entwickler braucht das Land!

| Autor / Redakteur: Dominic Schulz * / Florian Karlstetter

Wie Cognitive Computing und künstliche Intellgenz auch die Arbeit von Entwicklern verändert.
Wie Cognitive Computing und künstliche Intellgenz auch die Arbeit von Entwicklern verändert. (Bild: © denisismagilov - Fotolia.com)

Das Jahr 2017 wird das Jahr des Cognitive Developers. Nein, damit ist nicht der „kluge“ Entwickler gemeint, sondern jener, der sich mit Cognitive Computing auskennt. Seit kognitive Computersysteme auf dem Markt sind, wollen die Unternehmen von intelligenten Algorithmen profitieren. Denn dadurch werden Daten nicht nur archiviert und analysiert, sondern technische Systeme können auch sprechen und lernen.

Egal ob Auto, Werkzeugmaschine oder Kaffeeautomat – mit Cognitive Computing werden unsere Alltagsgeräte intelligent und tauschen sich mit uns aus. Damit dies jedoch klappt, sollten Unternehmen jetzt einen Cognitive Developer einstellen.

Cognitive Computing ändert die Herangehensweise an alle möglichen Business-Prozesse. Mehr denn je gefragt sind auch entsprechende Entwickler, die sich kognitive Technologien zu eigen machen.
Cognitive Computing ändert die Herangehensweise an alle möglichen Business-Prozesse. Mehr denn je gefragt sind auch entsprechende Entwickler, die sich kognitive Technologien zu eigen machen. (Bild: IBM)

Die digitale Transformation der Unternehmen steht 2017 unter dem Stern des Cognitive Computing – dem nächsten Kapitel der IT-Geschichte: Zuerst lernte der Computer binäres Rechnen, dann vernetzte er sich weltweit mit anderen und ging schließlich in die Cloud. Nun geht der Computer einen ersten Schritt hin zur künstlichen Intelligenz, basierend auf Technologien, die die menschliche Sprache verstehen, unstrukturierte Daten auswerten und mit anderen Informationen in Beziehung setzen. Daraus ergeben sich neue Erkenntnisse, aus denen kognitive Systeme stetig dazulernen. Laut den Analysten von IDC wird bis 2018 die Hälfte aller Verbraucher regelmäßig mit Services in Berührung kommen, die Cognitive Computing nutzen und der Digitalverband Bitkom schätzt, dass 13 Milliarden Euro Umsatz weltweit bis zum Jahr 2020 für Cognitive Lösungen ausgegeben werden.

Ausgangslage: Cognitive und Cloud wachsen zusammen

Unternehmen wollen sich künstliche Intelligenz zu eigen machen, um mehr Wissen aus digitalen Informationen zu gewinnen. Denn wo ist der Wettbewerbsvorteil, wenn alle Unternehmen digital sind? Digital zu sein kann also nicht das Ziel sein, sondern ist die Basis. Erst wenn Unternehmen die Intelligenz, die in den Daten steckt, nutzen, können sie gewinnen. Mediziner fragen kognitive Systeme um Rat bei der Diagnose und Bäcker nutzen Wetterdaten für das Angebot in ihrer Kuchentheke. Damit jedoch Computer intelligente Entscheidungen treffen können, müssen sie für diese Aufgabe programmiert werden.

Entwickler bedienen sich dazu der neuesten Technologien aus den Bereichen Machine Learning, Cognitive Computing und Data Science und werden so zum Cognitive Developer - 2017 gefragt wie noch nie. Dank des Zusammenspiels von Cognitive Computing und Cloud profitieren Entwickler von unbegrenzten Ressourcen, so dass Anwendungen flexibel für den globalen Einsatz skaliert werden können. Für die Einstellung eines Cognitive Developer sprechen viele Gründe – drei wichtige sind im Folgenden aufgeführt.

Erster Grund: Die App mit Chatbot

Chatbots sind gefragt. Sie etablieren sich als virtuelle Agenten, die verändern, wie Unternehmen mit ihren Kunden interagieren. Heute verstehen Chatbots die Verbraucher und können intelligent mit ihnen kommunizieren. Etwas, was bis vor kurzem noch undenkbar war! Aber ohne entsprechendes Know-how zum Analysieren großer Datenmengen und ohne kognitive Werkzeuge würde es Jahre dauern, bis Entwickler solch innovative Apps mit Chatbots bauen könnten. Der Cognitive Developer dagegen kann vordefinierte Chatbots nutzen und seine Anwendungen so in einem Bruchteil der Zeit erstellen. So hat beispielsweise Staples, ein Einzelhandelsunternehmen für Bürobedarf, seinem „Easy Button“ mit IBM Watson Intelligenz eingehaucht. Auf Knopfdruck kann über den Button jetzt ein Kugelschreiber, Ordner oder Kaffee bestellt werden. Zudem ist der Easy Button in der Lage, die Präferenzen seiner Nutzer zu erlernen – Kugelschreiber in Blau und Kaffee nur mit Milch.

Zweiter Grund: Lernen von der eigenen App

Data Science und Cognitive Computing verändern nicht nur die Anwendungen für die Endnutzer, sondern auch die Art und Weise, wie diese Anwendungen erstellt werden. Es geht nicht mehr nur darum, Anwendungen zu bauen. Vielmehr geht es auch darum, kognitive Technologien einzusetzen, um die Bedürfnisse des Endanwenders besser zu verstehen und so spezifische Lösungen zu entwickeln. Durch Auswertungs- und Analysemöglichkeiten großer Datenmengen erlangt der Cognitive Developer zu Einsichten, die sich direkt auf Entwicklung der Anwendung auswirken.

Dritter Grund: Innovationen - Geschwindigkeit zählt

Der Innovationszyklus ist entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens. Entwickler mit den richtigen kognitiven Werkzeugen bauen nicht nur effiziente Apps, sondern beschleunigen auch den Innovationsprozess. Innovationen entstehen heute und in der Zukunft immer mehr in der Cloud, in der alle Werkzeuge aus den Bereichen Cognitive Computing und Data Science gepaart mit unbegrenzten IT-Ressourcen zur Verfügung stehen. Deshalb ist die Cloud der natürliche Lebensraum des Cognitiven Developers und er hat die notwendigen Kenntnisse über kognitive Technologien und den Umgang mit großen, unstrukturierten Datenmengen.

Dominic Schulz, Vice President IBM Cloud Deutschland, Österreich und Schweiz.
Dominic Schulz, Vice President IBM Cloud Deutschland, Österreich und Schweiz. (Bild: IBM)

Fazit: Der Konkurrenz immer einen Schritt voraus sein

Mit der rasanten Verschiebung hin zum Cognitive Computing müssen Unternehmen qualifizierte Talente anwerben, um von der digitalen Transformation zu profitieren. Die Vorreiter in Sachen kognitiver Technologie sind die Gewinner der Zukunft. Die zentrale Rolle spielt hierbei der Cognitive Developer, der Geräte, Maschinen oder Fahrzeuge mit künstlicher Intelligenz versieht. 2017 ist das Jahr, um den richtigen Entwickler zu finden, der Cognitive Computing in neue oder bestehende Entwicklerteams integriert!

* Dominic Schulz, Vice President IBM Cloud Deutschland, Österreich und Schweiz

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