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Experten gründen Start-up Nebulon startet mit Cloud-Defined Storage

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Dr. Jürgen Ehneß

Mit Cloud-Defined Storage ist das Start-up Nebulon ab sofort am Storage-Markt unterwegs. An Erfahrung mangelt es nicht: Das Unternehmen wurde von einer Gruppe ehemaliger 3PAR-Führungskräfte gegründet.

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Die Nebulon-SPUs stellen alle wichtigen Enterprise-Datendienste bereit.
Die Nebulon-SPUs stellen alle wichtigen Enterprise-Datendienste bereit.
(Bild: Screenshot / Nebulon)

Bei Cloud-Defined Storage von Nebulon handelt es sich um eine serverbasierte Datenspeicherlösung für geschäftskritische Anwendungen im Rechenzentrum. Sie kombiniert eine sichere, cloud-basierte Steuerungsebene mit PCI-Express-Karten. Letztere werden in den Kundenservern verbaut und stellen kritischen Anwendungen die nötigen Enterprise-Storage-Funktionen zur Verfügung. Laut Nebulon soll die Lösung kostengünstig und bequem den Anforderungen moderner Anwendungen wie Containerisierung und NoSQL-Datenbanken, aber auch klassischen Einsatzszenarien gerecht werden.

Das Angebot richtet sich vor allem an Unternehmen, die trotz der Vorhaltung kritischer Daten im eigenen Rechenzentrum nicht auf ein public-cloud-ähnliches Betriebsmodell verzichten wollen. Cloud-Defined Storage ermöglicht den Firmen den selbstständigen Betrieb ihrer IT-Infrastruktur und entlastet IT-Administratoren vom aufwändigen Betrieb spezialisierter Speichersysteme.

Standard-Hardware spart Kosten

Cloud-Defined Storage nutzt dazu die Nebulon Services Processing Unit (SPU), um alle wesentlichen Enterprise-Datendienste bereitzustellen. Dazu zählen etwa Komprimierung, Verschlüsselung, Deduplizierung, Erasure Coding, Snapshots und Datenspiegelung. Die SPU selbst ist eine PCIe-basierte Storage-Engine, die im Anwendungsserver des Kunden installiert wird und dort ähnlich einer RAID-Karte mit den internen Server-SSDs verbunden ist.

Durch die Verwendung von Standard-SSDs in herkömmlichen Servern ist die ausfallsichere Speicherlösung preiswert umzusetzen. Alle gängigen Server-Betriebssysteme und Virtualisierungsplattformen werden unterstützt, zusätzliche Software oder Rechenressourcen auf dem Server sind nicht notwendig. Den Kundenanwendungen steht somit weiterhin die volle Leistungsfähigkeit des Servers zur Verfügung.

Als Steuerungsoberfläche dient Nebulon ON: Sie liefert außerdem detaillierte Erkenntnisse zu Infrastruktur und Anwendungen. Dafür überträgt die Nebulon-SPU stündlich zehntausende Datenpunkte zu Datenspeichern, Servern und Anwendungen an Nebulon ON. Dort werden die Informationen KI-basiert ausgewertet.

Enterprise-Funktionen vor Ort

Laut Nebulon ist Cloud-Defined Storage das erste Speichermodell, das Administration und zugehörige Metriken, die in der Regel abgegrenzt im Rechenzentrum gespeichert werden, in einer mit KI-Analysen angereicherten Ansicht vereinheitlicht. IT-Manager und Anwender sollen somit Funktionen nutzen können, die bisher nicht für Enterprise-Storage im Rechenzentrum zur Verfügung standen. Dazu zählen zum Beispiel Flottenmanagement, automatisierte Software-Updates, vorausschauende Instandhaltung und schnellere Fehlerbehebung. „Zero-Touch“-Administration und -Überwachung in der Cloud ist in Zeiten von Social Distancing besonders nützlich, da IT-Manager damit auch bequem aus dem Homeoffice arbeiten können.

„Unternehmen wünschen sich zunehmend eine cloud-ähnliche Erfahrung für ihre Mission-Critical-Anwendungen im eigenen Rechenzentrum“, meint Nebulon-CEO Siamak Nazari. „Cloud-Defined Storage liefert globale Einblicke, KI-Unterstützung bei der Verwaltung sowie API-basierte Automatisierung fürs Rechenzentrum. Dadurch wird Enterprise-Storage ein einfacher Bestandteil der Rechenzentrumsstruktur, der es Anwendern ermöglicht, ihre IT-Infrastruktur selbst bereitzustellen und ihre Speicherlösung selbst zu verwalten“, erklärt er.

Verfügbarkeit

Cloud-Defined Storage ist direkt über die IT-Infrastrukturanbieter Hewlett Packard Enterprise (HPE) und Supermicro erhältlich.

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