Firmeneigene Applikationen selbst entwickeln Mobile-App-Strategien für nachhaltigen Geschäftserfolg

Autor / Redakteur: Stefan Mennecke* / Elke Witmer-Goßner

Mobile Applikationen sind aus dem Alltag der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken. Seit mehr als zehn Jahren wächst die App Economy mit rasanter Geschwindigkeit. Das Angebot umfasst nahezu alle Lebensbereiche – von Bildung und Produktivität über Lifestyle und Reisen bis hin zu Gesundheit und Fitness sowie den geschäftlichen Einsatz.

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Mit Standard-Apps stoßen viele Unternehmen schnell an die Grenzen. Dabei ist es nicht schwer, individuelle, firmeneigene Applikationen selbst zu entwickeln.
Mit Standard-Apps stoßen viele Unternehmen schnell an die Grenzen. Dabei ist es nicht schwer, individuelle, firmeneigene Applikationen selbst zu entwickeln.
(Bild: © Jackie Niam - stock.adobe.com)

Die COVID-19-Pandemie hat die Relevanz einer intelligenten und individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse eines Unternehmens abgestimmten App-Strategie nochmals unterstrichen. Ob Remote Work, Remote Services oder Home Delivery – Apps stehen im Fokus einer durch die Pandemie beschleunigten Digitalisierung. Heute kommt kein innovatives Unternehmen mehr umhin, seinen Kunden eine oder mehrere firmeneigene Applikationen anzubieten – sind diese doch Schlüssel zur Optimierung einer Vielzahl interner und externer Prozesse und dadurch auch entscheidend für die Entwicklung nachhaltiger Kundenbeziehungen.

Verstärkte Digitalisierungsmaßnahmen aufgrund der Pandemie

Deutsche Unternehmen investieren, so der Branchenverband Bitkom, aufgrund der aktuellen Situation verstärkt in die eigene Digitalisierung. Insbesondere drei Bereiche stehen hierbei im Fokus: Technologie, Geschäftsprozesse und Mitarbeiter. Drei Viertel der Firmen haben neue Software angeschafft, 70 Prozent ihre Hardware-Infrastruktur durch den Einkauf von Laptops und Smartphones ausgeweitet und 58 Prozent eine digitale Infrastruktur mittels VPN-Zugängen oder der Einführung eines eigenen Intranets aufgebaut oder planen solche Maßnahmen. Mehr als 80 Prozent der Unternehmen nutzen seit Beginn der Pandemie Videokonferenzen, 79 Prozent Tools wie Microsoft Teams oder Slack und 63 Prozent setzen vermehrt auf digitale Dokumente und Signaturen. Nahezu drei Viertel (70 Prozent) haben inzwischen Homeoffice eingeführt oder haben es vor.

All diese Schritte im Rahmen einer digitalen Transformation stehen mit Applikationen im Zusammenhang, die zumeist auf Smartphones oder Tablets genutzt werden. Doch nicht für alle Anwendungsfälle und Bereiche gibt es bereits vorgefertigte, passende Applikationen, die man einfach aus einem App-Store herunterladen und betrieblich erfolgreich nutzen kann. Die Anforderungen von Remote Work und Remote Services gehen in der Regel über die Funktionen von Standard-Apps hinaus. Denn Unternehmen müssen die Applikationen, die sie innerhalb der eigenen Firma auf Servern und PCs anbieten, auch aus der Ferne zugänglich für Smartphones und Tablets bereitstellen. Nur dann können diese sowohl von der Belegschaft im Homeoffice und unterwegs als auch von Kunden genutzt werden. Doch in vielen Firmen fehlen hierzu die nötigen Fachkenntnisse oder Entwicklerressourcen, was die Bereitstellung wichtiger Apps verzögert und dadurch Wettbewerbsnachteile bringt. Zudem ist die Entwicklung mobiler Applikationen ausgesprochen zeit- und kostenintensiv.

Der Weg zur eigenen Unternehmens- und Kunden-App

In vielen Unternehmen bietet sich ein ähnliches Bild. Die IT-Abteilungen sind überlastet und sollen zusätzlich noch den zahlreichen Anforderungen der Fachbereiche, Compliance-Vorgaben und Sicherheitsbestimmungen gerecht werden – die Folge sind Entwicklungsstaus. Doch mithilfe spezieller Entwicklungsplattformen lassen sich weite Teile der App-Entwicklungsprozesse auch ohne Programmierkenntnisse umsetzen.

Fachbereiche können mit deren Hilfe die eigenen Anforderungen und damit in Zusammenhang stehende, zu digitalisierende Prozesse mittels vorgefertigter Funktionen und Module selbstständig abbilden. Die Vorteile dieses Prozesses liegen auf der Hand. Fachbereiche sind in der Lage, eigene Anforderungen selbst abzubilden, wobei die Programmierung anschließend automatisiert erfolgt. Darüber hinaus stellt die Verwendung einer professionellen Low-Code-Plattform die Einhaltung von Security-Vorgaben und Compliance-Vorschriften sicher.

Eine vollständige Mobility-Lösung wie die Plattform SOTI ONE bietet Unternehmen neben eines vereinfachten App-Entwicklungsprozesses auch die unkomplizierte Verwaltung aller im unternehmensweiten Einsatz befindlichen Endgeräte und Apps.

Eine Vielfalt an Möglichkeiten

Durch die Einbindung weiterer Software-Komponenten können die Apps zudem auf viele Branchen individuell zugeschnitten werden. Durch diese ist eine Vielzahl an Funktionen möglich: die Anforderung detaillierter Geräteinformationen, die Beschleunigung von Problemlösungen, die Ergänzung von Remote-Support-Funktionen, die zentrale Verwaltung von Apps und Daten auf den Geräten der Mitarbeiter, das Exportieren von Daten zur Erstellung weiterführender Analysen und deren weiterer Verarbeitung sowie die Verwaltung von Geräten im Rahmen des Internet der Dinge (IoT). Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich über eine Community – bestehend aus Produktexperten, Partnern und Kunden – auszutauschen.

In der Gesamtheit kann auf Basis solch technologischer Möglichkeiten ein komplettes Mobility-Programm geschaffen und innerhalb der eigenen Unternehmensstruktur etabliert werden.

Möglichkeiten nutzen – von moderner Technologie profitieren

Viele Unternehmen sind sich der Wichtigkeit einer eigenen App-Strategie bewusst, scheitern aber an mangelnder Expertise oder fehlenden Kapazitäten. Mit der entsprechenden Technologie lassen sich Apps jeder Art und exakt auf die Bedürfnisse der eigenen Unternehmens- oder Kundenanforderungen hin zugeschnitten schnell, einfach und ohne Programmierkenntnisse erstellen. Mit plattformübergreifenden Lösungen zur Entwicklung mobiler Applikationen können diese auf allen gängigen Systemen umgesetzt und ohne Zeitverlust hinsichtlich ihres Entwicklungszyklus genutzt werden.

Stefan Mennecke, SOTI GmbH
Stefan Mennecke, SOTI GmbH
(Bild: Andreas J. Focke/SOTI)

* Der Autor Stefan Mennecke, VP of Sales, Central and Eastern Europe bei SOTI. Das Unternehmen ist Spezialist für Mobile-Device-Management-Software und bietet mit SOTI Snap eine plattformübergreifende, schnelle App-Entwicklungslösung für Unternehmen, um mobile Apps selbst zu entwickeln.

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