mIT baut Reseller-Cloud aus und launcht deutsches Cloud-Office So kommen auch KMU an eine digital souveräne Cloud

Von Elke Witmer-Goßner 3 min Lesedauer

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Die mitteldeutsche IT GmbH (mIT) treibt den Ausbau ihrer deutschen Cloud-Plattform konsequent voran. Mit einem aktuellen Update will man sich in der DACH-Region positionieren. Ergänzt wird das Angebot durch ein neues, Open-Source-basiertes Cloud-Office als Alternative zu Microsoft 365 sowie durch Pläne für ressourcenschonende, offen nutzbare KI-Services.

Die mIT Cloud kombiniert eine an klassischen Rechenzentrumsstrukturen orientierte Bedienlogik mit der Skalierbarkeit moderner Cloud-Infrastrukturen und richtet sich an MSPs, IT-Systemhäuser und Softwarehersteller.(Bild:  mitteldeutsche IT GmbH)
Die mIT Cloud kombiniert eine an klassischen Rechenzentrumsstrukturen orientierte Bedienlogik mit der Skalierbarkeit moderner Cloud-Infrastrukturen und richtet sich an MSPs, IT-Systemhäuser und Softwarehersteller.
(Bild: mitteldeutsche IT GmbH)

Die mIT Cloud versteht sich bewusst nicht als Direktangebot für Endkunden, sondern als Reseller-Cloud-Plattform, die seit 2015 kontinuierlich weiterentwickelt und IT-Resellern und Managed Service Providern für Hosting und Services zur Verfügung steht. Entwicklung und Betrieb erfolgen vollständig in Deutschland, die Datenhaltung bleibt damit verlässlich innerhalb nationaler Rechtsräume. Gründer und Geschäftsführer Martin Flechsig bringt den strategischen Anspruch auf den Punkt: „Vision ist: Digitale Freiheit für Europa.“

Schnelles Deployment für IT-Dienstleister und Softwareanbieter

Der Ansatz richtet sich insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen, die eine souveräne Cloud-Alternative zu internationalen Hyperscalern suchen. mIT verspricht kalkulierbare Kosten, hohe Datensicherheit und eine Bedienung, die sich an klassischen Rechenzentrumsstrukturen orientiert. Administratoren konfigurieren virtuelle Rechenzentren über eine grafische Oberfläche, die vertraute Arbeitsweisen aufgreift und Cloud-Know-how bewusst niedrigschwellig hält.

Über den eigens entwickelten IaaS-Manager lassen sich IT-Landschaften innerhalb weniger Minuten bereitstellen. IT-Dienstleister können ihren Kunden so skalierbare Cloud-Services anbieten, ohne selbst in Hardware investieren zu müssen. Gleichzeitig adressiert mIT Softwarehersteller mit einer PaaS-Umgebung, über die sich bestehende Anwendungen in SaaS-Modelle überführen lassen. Automatisierte Abrechnung und flexible Abo-Modelle sollen neue Umsatzpotenziale erschließen und die Markteinführung beschleunigen.

Deutsche M365-Alternative: mIT Office

Parallel zur Cloud-Plattform bringt der Leipziger Anbieter mit mIT Office eine deutsche Office-Lösung auf den Markt, die ausdrücklich als Alternative zu Microsoft 365 positioniert ist. Die browserbasierte, Open-Source-orientierte Lösung bündelt E-Mail, Chat, Kalender, klassische Office-Anwendungen sowie Kollaborations- und Projektwerkzeuge in einem zentralen, smarten Taskboard. Nutzer sollen ihre Aufgaben nicht mehr über verschiedene Anwendungen verteilen müssen, sondern alles an einer Stelle steuern können.

„Mit dem mIT Office reduzieren wir die Komplexität der Büro-Arbeit“, erklärt Flechsig. Ampelfarben im Taskboard visualisieren den Bearbeitungsstatus von Aufgaben und helfen bei der Priorisierung. Die Lösung ist innerhalb weniger Minuten ausgerollt, läuft auf allen Endgeräten und unterstützt sowohl den Browser als auch Desktop-Apps. File- und Sharing-Dienste wie OpenCloud, ownCloud oder Nextcloud lassen sich integrieren und werden je nach Konfiguration automatisch bereitgestellt.

Fokus auf Verwaltung, Organisationen und IT-Partner

mIT Office richtet sich an Behörden, öffentliche Einrichtungen, größere Organisationen und IT-Dienstleister. Der Vertrieb erfolgt als White-Label-Lösung über Partner in der DACH-Region, öffentliche Auftraggeber können die Lösung direkt von mIT beziehen. Dank API-Schnittstellen lassen sich auch Drittanwendungen wie ERP-Systeme anbinden. Technisch setzt mIT Office auf eine Microservices-Architektur und ist auf hohe Performance ausgelegt. Die Lösung ist kompatibel mit Microsoft Office und startet preislich bei neun Euro pro Nutzer und Monat, abhängig von der jeweiligen Partnerstufe.

Wie die mIT Cloud wird auch mIT Office ausschließlich in TÜV-geprüften Rechenzentren in Leipzig, Hannover und Frankfurt betrieben. Die Plattformen sind unter anderem nach BSI C5, Trusted Cloud, ISO 27001 und ISO 9000 zertifiziert und erfüllen damit hohe Anforderungen an Datenschutz und Informationssicherheit. Für mIT ist das ein zentrales Differenzierungsmerkmal gegenüber internationalen Cloud-Anbietern.

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Offene KI als nächster Schritt

Darüber hinaus arbeitet die mitteldeutsche IT an offenen Angeboten künstlicher Intelligenz (KI) für IT-Dienstleister. Geplant sind kleinere, ressourcenschonende Modelle, die sich gezielt für klar umrissene Anwendungsfälle eignen. Flechsig sieht insbesondere im Service-Umfeld großes Potenzial, etwa für KI-gestützte Ticket-Systeme. So erhalten IT-Dienstleister jetzt schon zusätzliche Hilfe von einem KI-Agenten: Er kann mündliche Kundenanfragen entgegennehmen, auf Basis der Konversationen Tickets anlegen und an die korrekten Ansprechpartner weiterleiten. Außerdem erhalten Kunden geführten Zugang zu Problemlösungen und Self-Service-Angeboten.

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Voraussichtlich im ersten Quartal 2026 ist der Launch einer KI-Plattform geplant, die alle Modelle verfügbar macht. Das Besondere dabei: Die Modelle sind test- und tauschbar, um das beste Ergebnis für den jeweiligen Anwendungsfall zu erzielen. Entscheidend sei also nicht der Einsatz von KI um ihrer selbst willen, betont Flechsig, sondern der konkrete Nutzen: „Der KI-Einsatz braucht den richtigen Use Case – die Frage muss immer sein: Was will ich damit erreichen?“ Mit diesem pragmatischen Ansatz will mIT auch im KI-Umfeld eine souveräne, praxisnahe Alternative aus Deutschland etablieren.

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