Cloud-basiertes Mini-ERP

Microsoft gibt Blick auf Projekt „Madeira“ frei

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Microsoft wird bald eine SaaS-Lösung auf den Markt bringen, die als ERP des kleinen Mannes vor allem KMU mit wenigen Mitarbeitern dienen soll.
Microsoft wird bald eine SaaS-Lösung auf den Markt bringen, die als ERP des kleinen Mannes vor allem KMU mit wenigen Mitarbeitern dienen soll. (Bild: Kirill Makarov, Fotolia)

Unter dem Codenamen „Madeira“ hat Microsoft eine ERP-Lösung für kleine und mittlere Unternehmen mit höchstens hundert Mitarbeitern vorgestellt.

Im Projekt „Madeira“ verbindet Microsoft Geschäftsprozesse mit den Produktivitätstools aus Office 365. KMU sollen auf diese Weise, ohne ein überdimensioniertes und teures ERP-System anschaffen zu müssen, ihre Finanzen verwalten und Abläufe optimieren können. So reduziert sich beispielsweise die Zeit, um zwischen Geschäftsanwendungen und E-Mail hin und her zu wechseln. Das Cloud-ERP erkennt automatisch geschäftsrelevante Inhalte in Outlook, wie Rechnungen oder Preisanfragen, und bietet dem Nutzer entsprechende Werkzeuge und benötigte Daten an, um diese sofort bearbeiten zu können, ohne das E-Mail-Programm verlassen zu müssen.

Die Anwender können via Web auf den SaaS-Dienst zugreifen oder Anwendungen für Windows, iOS- oder Android-Geräte nutzen. Mit „Madeira“ will Microsoft also in erster Linie mobile Arbeitskräfte unterstützen. Damit bleibt der Hersteller seiner Devise „Mobile first, Cloud first“ treu. Das Cloud-ERP ist von Grund auf, laut Microsoft, als „echter“ Multi-Tenant-Public-Cloud-Dienst auf der Cloud-Plattform Azure konzipiert. Das bedeutet in der Definition Microsofts, dass bei dieser Architektur mehreren Anwendern Ressourcen wie Speicher, Rechenleistung, Netzwerkbandbreite und virtuelle Maschinen gleichzeitig zur Verfügung stehen. Mehrere Nutzer teilen sich also dieselbe PaaS, wobei die einzelnen Instanzen als SaaS arbeiten.

„Madeira“ steht ab sofort als Preview-Version zur Verfügung, allerdings nur für den US-amerikanischen Markt. Allgemein soll der Dienst dann in der zweiten Jahreshälfte in den USA angeboten werden. Andere Länder sollen dann bald folgen.

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