Unter dem Motto „Leverage Your Service Provider Business“ hat am 4. und 5. Mai auf dem Bonner Petersberg der Service Provider Summit 2023 stattgefunden. Das Potenzial für die Community ist groß, da der Trend zur Auslagerung von IT-Aufgaben ungebrochen ist.
Strahlende Gesichter: Die stolzen Preisträger der Service Provider Awards 2023 präsentierten sich der Kamera für ein Gruppenfoto.
(Bild: Vogel IT-Akademie)
IT as a Service hat sich im Markt etabliert. Diese Erkenntnis spiegelte sich in vielen Facetten auf dem diesjährigen Service Provider Summit (SPS) wieder, der zum zwölften Mal stattfand – erstmals nicht in Frankfurt / Main, sondern in Königswinter bei Bonn. Rund 160 Entscheider aus der Community waren am 4. und 5. Mai auf den Petersberg gekommen und trafen sich dort mit den für sie relevanten Technologie-Anbietern, die als Sponsoren auftraten.
Und das Marktpotenzial wächst weiter. Gewerbliche Endkunden lagern immer mehr Aufgaben in ihrer IT dauerhaft an Dienstleister aus. Die Gründe dafür sind vielfältig: steigende Komplexität, zunehmende Cyberbedrohungen, sich verschärfende Compliance-Anforderungen, Fachkräftemangel, wachsender Kostendruck. Neben ihrer fachlichen Expertise sind es Standardisierung und Automatisierung, mit denen Service Provider bei den Kunden punkten. Gute Zeiten also, jetzt die Weichen für die Zukunft zu stellen. Mit „Leverage Your Service Provider Business“ war daher das diesjährige Event überschrieben.
Cloud und Security
Cloud Computing und Cybersecurity zählen derzeit zu den wesentlichen Technologien, die den Markt treiben. Zum einen ließ sich das an den Themen der Keynotes ablesen. So sprachen etwa Thorsten Raquet, COO bei der Public Cloud Group (PCG), über „Managed Services in der Public Cloud“ oder Silvio Kleesattel, CTO bei Sykalink, über das „Das Ende von DevOps-Modellen, wie wir sie kennen“. Professor Dr. Marco Gercke, Director des Cybercrime Research Institute, referierte zu „Hybrid-Threat & Global Cyber War“. Zum anderen machte die Beteiligung von Security-Anbietern wie Kaspersky, Sophos, Trend Micro und Watchguard als Sponsoren deutlich, wie essenziell das Thema Sicherheit derzeit ist.
Der SPS 2023 wurde außerdem unterstützt durch Arista, CloudBlue, Cloudian mit Veeam, Digital Realty, Hewlett Packard Enterprise (HPE), Lenovo mit Intel, Octopus sowie Microsoft und VMware, beide gemeinsam mit dem Distributor TD Synnex.
Auch wenn an der Cloud kein Weg vorbeiführt, muss es es nicht zwingend ein Hyperscaler sein. In der Podiumsdiskussion über „Deutsche Cloud-Anbieter und ihre Ökosysteme“ tauschten sich Markus Schwind, Chief Sales Officer bei Stackit, dem Cloud Provider von Schwarz IT, Rainer Sträter, SVP Cloud bei Ionos, und Alexander Wallner, CEO bei Plusserver, über die Marktchancen, Positionierung und Strategien ihrer Unternehmen aus. Unisono betonten die drei Manager, wie wichtig Partner für ihr Go-to-Market-Modell sind.
Die Welt bleibt hybrid
Für Service Provider bietet sich somit eine Vielzahl an Optionen, was die Bereitstellungsmodelle angeht. Damit korrespondiert die Realität bei den Endkunden, deren IT-Landschaften heute hybrid sind und das auf absehbare Zeit bleiben werden. Dem trägt einer der drei großen Hyperscaler Rechnung: So wies Edith Wittmann, Senior Director Global Partner Solutions bei Microsoft Deutschland, ausdrücklich darauf hin, dass der IT-Konzern in seinem Channel hybride Modelle unterstützt und keine starre Cloud-only-Strategie verfolgt.
In der IT-as-a-Service-Welt hat auch das klassische Systemhaus nicht ausgedient. Sein Kundenzugang, sein Status als Trusted Advisor im Mittelstand sind ein kaum zu überschätzendes Asset. Aber es muss sich transformieren, und viele haben das in den vergangenen Jahren getan: „Systemhaus reloaded“, wie es Klaus Kaiser, Managing Partner der Teccle Group, in seiner Keynote formulierte, oder „Systemhaus as a Service“, wie es im Titel eines anderen Vortrags hieß.
Zugleich konsolidiert sich der Markt, wovon wiederum das Teilnehmerfeld einen Spiegel bot. So waren in Königswinter die wichtigsten neuen Konstrukte im ITK-Channel wie Citadelle, Connexta, Enthus (vormals MCL), Plenticon und Teccle mit Führungskräften vertreten. Ebenso vor Ort waren einige der nationalen und internationalen Gruppen, die in den vergangenen Jahren durch ihr hohes Akquisitionstempo von sich reden gemacht haben, wie Medialine, Netgo, Proact oder Wiit.
Wie in den Jahren zuvor wurden auf dem SPS erneut die Service Provider Awards vergeben, diesmal in 14 Kategorien. Der Verleihung fand in feierlichem Rahmen während des Dinners am ersten Veranstaltungstag statt. Die Gewinner waren zuvor in einer Leserbefragung über IT-BUSINESS und die anderen IT-Portale der Vogel IT-Medien ermittelt worden. Wer in welcher Kategorie gewonnen hat, sehen Sie in unserer Bildergalerie:
Stand: 08.12.2025
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