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IDC-Studie zu Multi-Cloud in Unternehmen Hybride Multi-Cloud benötigt neue Datenstrategie

Autor: Elke Witmer-Goßner

Hybride Multi-Cloud-Architekturen etablieren sich zunehmend als kritische IT-Ressource in Unternehmen, weil sie beispielsweise echte datenbasierte Geschäftsmodelle ermöglichen. Allerdings gehen mit dieser Entwicklung Herausforderungen einher, auf die Firmen dringend Antworten finden sollten.

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Die Cloud setzt sich insbesondere in hybriden Multi-Cloud-Infrastrukturen durch, weshalb Unternehmen den Umgang mit ihren Daten im Rahmen ihrer Cloud-Strategie überdenken sollten.
Die Cloud setzt sich insbesondere in hybriden Multi-Cloud-Infrastrukturen durch, weshalb Unternehmen den Umgang mit ihren Daten im Rahmen ihrer Cloud-Strategie überdenken sollten.
(Bild: © Africa Studio - stock.adobe.com)

Inzwischen haben neun von zehn Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine eigene Cloud-Strategie, wie eine von NetApp unterstützte IDC zu „Multicloud 2020“ ergab. Die Hälfte davon befindet sich sogar in einem fortgeschrittenen Stadium, d.h. die Cloud wird umfassend über mehrere Workloads eingesetzt. Als die drei wichtigsten Gründe für den Erfolg der Cloud ergab die Befragung die Skalierbarkeit der IT-Infrastruktur (33 Prozent), die höhere Business-Agilität (32 Prozent) sowie die Stärkung der IT-Sicherheit (31 Prozent).

Die häufigsten Anwendungsszenarien lassen sich der IDC-Studie zufolge einem der drei Haupttreiber – Skalierbarkeit, Agilität und Sicherheit – zuordnen. Mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen setzt die Cloud beispielsweise für Backups und das Disaster Recovery ein. Ebenso oft werden heterogene Infrastrukturen dafür genutzt, Anwendungen und Workloads in die jeweils optimale Umgebung zu verschieben. 30 Prozent der Befragten betreiben Applikationen wahlweise in der Public Cloud oder dezidierten On-Premises-Infrastrukturen. Ebenso liegen die Abdeckung kurzfristiger Bursting-Anforderungen mit 22 Prozent sowie Softwaretests an unterschiedlichen Lokationen (20 Prozent) vorne. Bei jeweils 26 Prozent der befragten Firmen sind deshalb hybride Cloud-Infrastrukturen bereits im produktiven Einsatz oder sie befinden sich aktuell in der Umsetzungsphase. Weitere 30 Prozent werden innerhalb der nächsten zwei Jahre nachziehen.

Der wichtigste Anwendungsfall der hybriden Cloud im DACH nach Ländern.
Der wichtigste Anwendungsfall der hybriden Cloud im DACH nach Ländern.
(Bild: IDC/NetApp)

Mittlerweile setzen bereits 87 Prozent der Befragten in Deutschland auf die Multi-Cloud. Bei den Schweizer Unternehmen sind es sogar 92 Prozent und selbst 76 Prozent in Österreich seien ein klares Zeichen dafür, dass Unternehmen die Multi-Cloud angenommen haben. Der wesentliche Grund dafür sind die unterschiedlichen Stärken der verschiedenen Cloud-Plattformen. Organisationen können durch den Multi-Cloud-Ansatz für jeden Anwendungsfall jene Lösung buchen, die ihre Bedürfnisse für das jeweilige Szenario am besten abdeckt.

Neue Ansätze für das Daten-Management und die darunterliegende Infrastruktur

Für Marc Kleff, Director Solutions Engineering bei NetApp, zeigen die Studienergebnisse deutlich auf, welche Herausforderung die Hybrid-Multi-Cloud mit sich bringt:

„Durch den Trend zu komplexen Hybrid-Multicloud-Infrastrukturen nehmen auch die Anforderungen an die IT-Verantwortlichen zu. Statt um „Cloud-Readiness“ dreht sich heute alles um die Daten eines Unternehmens, wenn die IT-Systeme und Architekturen weiterentwickelt werden. Schließlich sollen diese neue Geschäftsmodelle ermöglichen, wertvolle Erkenntnisse liefern oder schlicht sicher sein. Daten werden aufgrund ihres Wertes für viele Organisationen zum Teil ihrer Geschäftsstrategie. Eine sinnvolle Lösung finden die IT-Abteilungen nur, wenn sie eine gute Datenklassifizierung haben und ihre Unternehmensdaten, Abhängigkeiten und Schnittstellen zwischen den einzelnen Systemen sowie Applikationen innerhalb der IT-Umgebung überblicken. Außerdem sollte die darunterliegende Multicloud-Infrastruktur agil mit den Anforderungen der Applikationen der Organisation skalieren: Diese wird Application Driven Infrastructure (ADI) genannt. Ein dritter Schlüsselfaktor für den Erfolg liegt darin, Daten in unterschiedlichen Bereichen und den verschiedenen Applikationen einer Institution analysieren und weiterverarbeiten zu können.“

Marc Kleff, Director Solutions Engineering bei NetApp.
Marc Kleff, Director Solutions Engineering bei NetApp.
(Bild: Marc Kleff/NetApp)

Deshalb verfolge NetApp mit seinen Kunden die Strategie, eine Data Fabric zu entwickeln, die auf die individuellen Geschäftsanforderungen eines Unternehmens abgestimmt ist. „Eine solche Data Fabric“, erklärt Kleff, „besteht jeweils aus einer Architektur und einem Portfolio von Datenservices, die die Endpunkte in On-Premises- und Cloud-Umgebungen miteinander verbinden und mit einheitlichen, übergreifenden Funktionen ausstatten. Das vereinfacht die Verwaltung der Daten und der angebundenen Umgebung, sodass Transformationsprozesse schneller umgesetzt werden können. Durch konsistente und integrierte Datenservices erhöhen die IT-Abteilungen die Transparenz ihrer Daten sowie den Zugriff auf und Kontrolle über dieselben. Diese Möglichkeiten und das dadurch gewonnene Wissen tragen wesentlich zur angestrebten IT-Optimierung, der Agilität und der IT-Sicherheit bei.“

Die Daten im Mittelpunkt der Cloud-Strategie

Es gebe gute Gründe für hybride Multi-Cloud-Umgebungen, weil sie die Agilität und IT-Sicherheit erhöhen und Optimierungen in der Infrastruktur unterstützten, führt Kleff weiter aus. Die Multi-Cloud-Studie von IDC zeige, dass viele Unternehmen dies erkannt haben und entsprechend umsetzen – sofern sie hybride Umgebungen nicht bereits produktiv nutzen. Im nächsten Schritt müssten sie prüfen, ob ihre Cloud-Strategie die Daten in den Mittelpunkt stellt, um datenbasierte Geschäftsmodelle effizient zu unterstützen.

Weitere Ergebnisse und Handlungsempfehlungen stellt das Executive Briefing zur IDC-Studie „Multicloud Studie 2020 bereit.

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Über den Autor

 Elke Witmer-Goßner

Elke Witmer-Goßner

Redakteurin, CloudComputing-Insider.de