Wolkig mit Aussicht auf Sonnenschein

Hybride Cloud als Testballon

| Autor / Redakteur: Andreas Anand * / Elke Witmer-Goßner

Nur wer ein Wagnis eingeht, kann am Ende gewinnen – das gilt auch für Cloud-Projekte.
Nur wer ein Wagnis eingeht, kann am Ende gewinnen – das gilt auch für Cloud-Projekte. (Bild: © Coloures-pic - Fotolia)

Im Zusammenhang mit der Transformation zur Cloud liest man in einschlägigen IT-Magazinen nicht selten Schlagzeilen wie „Wolkige Aussichten“. Im Regelfall haben die Autoren damit nichts anderes im Sinn als lediglich ein flapsiges Wortspiel – doch einigen Firmenchefs bereitet der Wandel tatsächlich kein sonniges Gemüt.

Zu wenig Budget, Personalmangel oder schlicht fehlende Gelegenheiten halten sie davon ab, den Wandel einzuleiten. Tatsächlich aber ist ein Komplettumstieg auf einen Schlag nicht der einzige Weg in die Cloud.

Andreas Anand, Infor.
Andreas Anand, Infor. (Bild: Infor)

Firmen können die neue Technologie gewissermaßen „testen“ – über eine sogenannte hybride Cloud. Kurz gesagt bedeutet dies, dass vorerst nur bestimmte Applikationen in die Wolke migriert werden, die keine grundlegend strategische Bedeutung für das Unternehmen haben. Mit einem Cloud-Test in solchen Bereichen gehen Unternehmen nur ein geringes Risiko ein, profitieren sofort von frei werdenden Kapazitäten im Serverpark und können im weiteren Verlauf die Potenziale der Technologie für ihr Geschäft ausloten.

Stellen sich die erwarteten Vorteile beim Cloud-Betrieb der ausgewählten Lösungen ein, können weitere Geschäftsbereiche folgen. Je branchenspezifischer das Angebot, desto wahrscheinlicher wird es, dass sich auch strategische Lösungen wie ein ERP aus der Cloud beziehen lassen: Sind Branchenstandards in der Lösung bereits reflektiert, sind individuelle Anpassungen nicht mehr zwangsläufig nötig und machen den Weg für ein Cloud-Deployment frei.

Weitere Kandidaten für eine Migration finden sich etwa in Abteilungen, die schnellen Veränderungen unterliegen. Mit einer für On-Premise-Lösungen unerreichbaren Flexibilität kann die Cloud hier ihre Trümpfe voll ausspielen: Zum einen entfallen weitere laufende Kosten für Wartung und Updates, zum anderen lässt sich dank des Abonnementmodells die Software unkompliziert an sich wandelnde Anforderungen anpassen und skalieren.

Das schrittweise Vorgehen bewährt sich: Das Unternehmen kann das Migrationstempo nach Belieben anpassen, ohne dass das operative Geschäft in seinem Kern beeinträchtigt wird. Im Gegenzug ist es möglich, den Nutzen der Cloud in vollen Zügen auszukosten.

* Andreas Anand ist Vice President Consulting Services EMEA für Infor.

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