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Mobile Devices fördern Mobile- und Home-Office-Arbeit Flexible Arbeitsmodelle gewinnbringend nutzen

| Redakteur: Katrin Hofmann

Home Office und das Arbeiten außerhalb des Büros mag für manchen Chef wegen des vermeintlichen Kontrollverlustes ein rotes Tuch sein. Laut Bitkom fordern mobile Geräte oder soziale Plattformen flexible Arbeitsmodelle aber geradezu ein. Firmen, die sich entsprechend organisieren, können Wettbewerbsvorteile generieren.

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Mobile Geräte, zunehmend Tablets und Smartphones, verändern Arbeitsabläufe.
Mobile Geräte, zunehmend Tablets und Smartphones, verändern Arbeitsabläufe.
(© Tyler Olson - Fotolia.com)

Weniger produktiv durch Kinderlärm im Homeoffice? Beim kühlen Bierchen im Biergarten eine schlecht strukturierte Präsentation verfasst? Die Voreingenommenheit gegenüber Home Office oder dem Arbeiten fern von der Stechuhr des Unternehmens basiert sicher nicht in jedem Fall auf puren Vorurteilen.

Müßiggang vorprogrammiert?

Dass jedoch die wenigsten Mitarbeiter bei Nutzung flexibler Arbeitsmodelle in Müßiggang verfallen, legt jetzt eine Bitkom-Studie nahe. Lediglich 16 Prozent der von dem Branchenverband befragten 854 Personalverantwortlichen oder Geschäftsführer aus deutschen Firmen sagte, dass Home Office die Arbeitsleistung verringert. Dagegen sieht die Mehrheit positive Aspekte dominieren. Jeweils weit über die Hälfte war der Meinung, dass Home Office die Arbeit grundsätzlich flexibler mache, Mitarbeiter zufriedener sind und Angestellte besser ans Unternehmen gebunden werden. Allerdings sagen auch 61 Prozent, dass Home Office die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern hemmt.

Abhilfe können neben Videokonferenz-Systemen soziale Medien schaffen, die dem Bitkom zufolge ebenso wie Mobile Devices das Arbeitsleben verändern. Dank sozialer Medien werde Arbeit erstens durch den steten Wissensaustausch transparenter und zweitens anders organisiert – projektorientierter in virtuellen Teams mit weniger Hierarchien.

Mehr interne Social Networks

Der Trend geht demnach dahin, dass interne Social Networks, die heute von 13 Prozent der Betriebe verwendet werden, verstärkt zum Einsatz kommen. Und nicht zuletzt nennt der Bitkom Cloud Computing, wodurch Beschäftigte von überall auf Daten und Anwendungen zugreifen können. Ebenso wie die Cloud forderten auch mobile Geräte, wie Smartphones, Tablets oder Notebooks, flexible Arbeitsmodelle geradezu heraus, so Prof. Dieter Kempf, Präsident des Bitkom.

Und schon heute ist der Studie gemäß der Einsatz von eigenen mobilen Geräten – Stichwort Bring your own Device (BYOD) – weit verbreitet. 35 Prozent verwenden ihre Notebooks auch beruflich, 31 Prozent ihr Handy, 19 Prozent ihr Smartphone, acht Prozent ihr Tablet. Möglicherweise mag dies auch einem gewissen Mangel in den Firmen geschuldet sein, so dass man sogar fragen könnte, ob manches Sicherheitsrisiko durch BYOD durch ausreichend Arbeitsgeräte abgestellt werden könnte: Denn nur 20 Prozent der Firmen stellen Notebooks, 17 Prozent Handys, zehn Prozent Smartphones und Tablets nur drei Prozent.

Ratschläge für den praktischen Umgang mit Home- und Mobile-Office-Arbeitern erhalten Sie auf der nächsten Seite.

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