Trends in der Cloud Security

Fahrzeugsicherheit und Cloud-Sicherheit wachsen zusammen

| Autor / Redakteur: Oliver Schonschek / Florian Karlstetter

Cloud-Dienste für das vernetzte Fahrzeug erhöhen Sicherheit und Komfort, reduzieren Betriebskosten und vernetzen das Auto mit anderen Verkehrsmitteln, so die Deutsche Telekom. Wichtig ist dabei immer, dass auch die Cloud-Sicherheit selbst stimmt.
Cloud-Dienste für das vernetzte Fahrzeug erhöhen Sicherheit und Komfort, reduzieren Betriebskosten und vernetzen das Auto mit anderen Verkehrsmitteln, so die Deutsche Telekom. Wichtig ist dabei immer, dass auch die Cloud-Sicherheit selbst stimmt. (Bild: Deutsche Telekom)

Die Anforderungen an ein sicheres Fahrzeug haben sich verändert. Die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen betreffen nun auch Cloud-Dienste und Edge-Services. Gleichzeitig helfen Cloud-Services und Edge-Dienste bei der Absicherung der vernetzten Fahrzeuge (Connected Cars). Ebenso muss nicht nur der Datenschutz im Fahrzeug gewährleistet sein, sondern auch in der Cloud.

Connected Cars: Mehr als rollende Smartphones: Vernetzte Fahrzeuge werden schon seit längerem gerne als rollende Computer oder Smartphones bezeichnet, um deutlich zu machen, wie stark bereits die Digitalisierung in den modernen Automobilen Einzug gehalten hat. Mit der IT sind allerdings auch die Risiken der Digitalisierung in die Welt der Fahrzeuge eingezogen.

Entsprechend werden Hackerangriffe auf Fahrzeuge befürchtet, ebenso der Datenmissbrauch, wenn man an die Vielzahl der Fahrzeugdaten denkt, die direkt oder indirekt Bezug zu den Personen haben, die das Connected Car nutzen.

Wenn es um die Sicherheit und den Datenschutz bei vernetzten Fahrzeugen geht, darf man aber nicht nur an das Fahrzeug selbst denken, genau wie man bei klassischen IT-Endgeräten nicht nur an den Endpoint denken sollte.

Connected Cars bestehen aus Fahrzeug, Edge und Cloud

Betrachtet man das ganze System rund um das vernetzte Fahrzeug, stellt man schnell fest, dass die Datenverarbeitung nicht nur im Automobil, sondern eben auch in Cloud-Diensten und vermehrt in Edge-Services stattfindet. Die Fahrzeugsicherheit hat deshalb den Bereich des Automobils verlassen und betrifft auch die Cloud und das Edge Computing.

Entsprechend gibt es bereits eine Vielzahl an Empfehlungen und Anforderungen zu Connected Cars, die auch das Cloud Computing betreffen. So hat ENISA, die EU-Agentur für Netz- und Informationssicherheit, schon vor Jahren einen Bericht zu „Cyber Security and Resilience of smart cars“ veröffentlicht. So sagt ENISA: „Der Schutz von Smart Cars hängt vom Schutz aller beteiligten Systeme ab (Cloud-Dienste, Anwendungen, Fahrzeugkomponenten, Wartungs- und Diagnosewerkzeuge usw.).“ Der ENISA-Bericht listet eine Vielzahl von Risiken auf, die durch eine unsichere Cloud-Nutzung oder einen Cloud-Provider verursacht werden, der unzureichend für die Sicherheit sorgt.

Cloud-Dienste für das vernetzte Fahrzeug erhöhen Sicherheit und Komfort, reduzieren Betriebskosten und vernetzen das Auto mit anderen Verkehrsmitteln, so die Deutsche Telekom. Wichtig ist dabei immer, dass auch die Cloud-Sicherheit selbst stimmt.
Cloud-Dienste für das vernetzte Fahrzeug erhöhen Sicherheit und Komfort, reduzieren Betriebskosten und vernetzen das Auto mit anderen Verkehrsmitteln, so die Deutsche Telekom. Wichtig ist dabei immer, dass auch die Cloud-Sicherheit selbst stimmt. (Bild: Deutsche Telekom)

Viele Fahrzeug-Services gehören zu den Cloud-Services

So wichtig auch das Edge Computing für Connected Cars ist und sein wird, viele der modernen Fahrzeug-Dienste sind als Cloud-Services zu verstehen. Die Forderungen der Datenschutzaufsichtsbehörden an Fahrzeug-Services müssen somit auch durch Cloud-Datenschutz-Maßnahmen umgesetzt werden. Beispiele, die die Datenschützer nennen, sind:

Mobilitätsmanagement: Funktionen, die es den Fahrern ermöglichen, einen Zielort schnell und kosteneffizient zu erreichen, indem sie rechtzeitig Informationen über potenziell gefährliche Umweltzustände (z. B. vereiste Straßen), Verkehrsstaus oder Straßenbaumaßnahmen, die Verfügbarkeit von Parkplätzen oder Reparaturdiensten, die Optimierung des Kraftstoffverbrauchs oder Straßenbenutzungsgebühren erhalten

Fahrzeugmanagement: Funktionen, die den Fahrern helfen, die Betriebskosten zu senken und die Nutzung zu erleichtern

Straßenverkehrssicherheit: Funktionen, welche die Fahrer vor externen Gefahren warnen und interne Reaktionen des Fahrzeugs auf diese Gefahren ankündigen

Unterhaltung: Funktionen für die Information und die Unterhaltung von Fahrer und Mitreisenden

Fahrerunterstützung: teilweise oder vollständig automatisierte Funktionen wie die operative Unterstützung des Fahrers oder die automatische Steuerung des Fahrzeugs bei starkem Verkehr, bei der Fahrt auf Autobahnen oder beim Parken

Funktionen für die Unterstützung des Wohlbefindens von Fahrern oder Mitreisenden: Funktionen zur Überwachung der Fahrtüchtigkeit des Fahrers

Entsprechende Cloud-Services müssen alle Datenschutzforderungen erfüllen, die die Datenschützer für die Datenverarbeitung im Fahrzeug (PDF) formuliert haben, denn die Datenverarbeitung findet nicht ausschließlich im Automobil statt. Ein Beispiel für solche Cloud-Dienste findet man unter anderem bei der Deutschen Telekom. Ein anderes Beispiel sind die cloudbasierten Sicherheitssysteme für Fahrzeuge von Volvo.

Bedeutung der Cloud für Automobile steigt

Wenn es um Vernetzte Fahrzeuge geht, sollte man also nicht nur an das zunehmend diskutierte Edge Computing denken, sondern auch an die gute, alte Cloud. Das zeigen auch neue Initiativen wie Alliance Intelligent Cloud von Microsoft, Groupe Renault, Nissan Motor und Mitsubishi Motors.

Dabei helfen Cloud-Plattformen auch schon in der Produktion der Fahrzeuge: So führen BMW Group und Microsoft die Open Manufacturing Platform ein, eine Technologieplattform und offene Community in der Automobil- und Fertigungsindustrie, um die Entwicklung von industriellen IoT-Anwendungen zu beschleunigen. Auch AWS und Volkswagen haben eine Cloud-Plattform ins Leben gerufen, die Industrial Cloud.

Nicht zuletzt bieten cloudbasierte Dienste aber auch einen speziellen Schutz für vernetzte Fahrzeuge. Es gibt also Schutz für Fahrzeuge aus der Cloud und Schutz für Fahrzeugdaten in der Cloud. Eine neue Schutzlösung für vernetzte Fahrzeuge ist beispielsweise das Automotive-SOC der Telekom.

Die Automobilindustrie zeigt deshalb beispielhaft, wie Cloud-Sicherheit zu einem elementaren Teil jeder Form der Security werden wird, da die Cloud eine zentrale Basis der Digitalisierung ist. Cloud-Sicherheit wird entsprechend immer wichtiger werden, neben der Device Security und der Edge Security.

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