Cloud Spinning und Test/Dev

Entwicklung und Testen von Anwendungen in der Public Cloud

| Autor / Redakteur: Klaus Seidl* / Florian Karlstetter

Mit Cloud-Spinning können Entwickler lokale Daten in der Cloud nutzen und lokale VMs in geeignete Cloud-Formate konvertieren.
Mit Cloud-Spinning können Entwickler lokale Daten in der Cloud nutzen und lokale VMs in geeignete Cloud-Formate konvertieren. (Bild: © Dabarti - stock.adobe.com)

Neue Initiativen zur Anwendungsentwicklung sind für die digitale Transformation in Unternehmen von zentraler Bedeutung und nutzen dazu als ideale Plattform die Public Cloud. Auf diese Weise steigern Unternehmen ihre Agilität und können Anwendungen und Services schneller auf den Markt bringen.

Es gibt jedoch eine Reihe von Herausforderungen, denen Kunden gegenüber stehen. In diesem Artikel werden wir diese Herausforderungen untersuchen und erklären, wie die neue Technik des Cloud Spinning helfen kann.

Ineffizienz bei Anwendungs-Testing und Anwendungs-Entwicklung durch Datenkopien

Anwendungsentwickler müssen in der Regel Tage oder sogar Wochen warten, um Daten zu Test- und Entwicklungszwecken zu erhalten. Ein typischer Zyklus sieht folgendermaßen aus: Ein Entwickler benötigt eine Reihe von Produktionsdaten, um eine neue Anwendung zu testen. Backups wären eine perfekte Lösung, da sie regelmäßig durchgeführt werden, um die Produktionsdaten zu sichern. Jedoch kann ein Entwickler nicht direkt auf die Daten aus dem Backupspeicher zugreifen. Backups sind heute streng genommen eine Art Versicherungspolice und sollten „in Ruhe“ gelassen werden.

Wann immer ein Entwickler Daten anfordert, muss die IT daher zusätzlichen Speicherplatz bereitstellen oder bestehenden Platz freimachen. Es gab dafür sogar eine ganze Produktkategorie, um diese Aufgabe zu übernehmen – das sogenannte Copy Data Management. In jedem Fall ist der Prozess zeitaufwendig, ineffizient und teuer. Außerdem können lokale Sicherungsdaten nicht einfach für Tests und Entwicklungen in der Cloud verwendet werden. Zwar nutzen viele Unternehmen die Cloud für diese Zwecke, aber es gibt eine VM-Format-Inkompatibilität zwischen lokalen und Cloud-Daten, die ein weiteres Problem darstellt.

Der Mangel an leistungsfähigen Backups behindert das Testen und Entwickeln von Anwendungen in der Cloud

Eine Vielzahl von Unternehmen entwickelt eigene Anwendungen in der Cloud. Doch dies wirft weitere Fragen auf: Wie gut sind Anwendungen geschützt? Wie gut funktionieren bestehende Backup-Ansätze? Sind die benutzerdefinierten Skripts skalierbar? Funktioniert der Prozess zur Verwaltung von Snapshots? Die wahrscheinliche Antwort ist nein.

Beschleunigtes Testen und Entwickeln von Anwendungen

Aber die Hersteller legen die Hände nicht in den Schoß. Es gibt neue Funktionen mit denen sowohl die Anwendungstests als auch Entwicklungsinitiativen beschleunigt werden können, während die erforderlichen Daten jederzeit geschützt sind und der betriebsbedingte Overhead sowie die manuellen Prozesse verringert werden.

Die neuen so genannten "Cloud-Spinning"-Funktionen ermöglichen einen schnelleren Zugriff auf Daten für Tests und Entwicklung in der Cloud.

Sie eliminieren teure Kopien von Daten, da Benutzer von öffentlichen Clouds nicht mehr mehrere Datenkopien erstellen müssen, um ihre Anwendungsentwicklungsteams mit Daten zu versorgen. Mit Cloud-Spinning können Entwickler lokale Daten in der Cloud nutzen und lokale VMs in geeignete Cloud-Formate konvertieren. Die Mobilität von Anwendungen wird daher nicht länger durch Formatprobleme in der lokalen Umgebung und in der Cloud eingeschränkt.

VMs sofort in der Cloud hochzufahren, um Daten bedarfsgerecht bereitzustellen, ist eine wichtige Voraussetzung für flexiblere Test/Dev-Arbeit. Sobald der Prozess in der Cloud abgeschlossen ist, kann die VM dann heruntergefahren werden. Cloud-Spinning-Funktionen machen dies sehr einfach, basierend auf ungenutzten lokalen Backup-Daten.

Darüber hinaus ist ein konsistenter Ansatz für das Management von lokalen und Cloud-Backups eine wichtige Anforderung. Es vereinfacht die Verwaltung und reduziert die Gesamtbetriebskosten sowohl lokal als auch in der Public Cloud.

Zuverlässiger Schutz der Test/Dev-Daten in der Cloud

Durch die Integration mit den Snapshot-APIs der öffentlichen Cloud-Anbieter wird sichergestellt, dass Benutzer öffentlicher Clouds dieselben Datensicherheitsfunktionen sowohl in der Cloud als auch vor Ort nutzen können.

Die Integration ermöglicht es Benutzern, das Backup von Cloud-Anwendungen im komplexen Kontext des Snapshot-Managements zu automatisieren. Es ist aufwendig festzustellen, welche Snapshots existieren und welche eliminiert werden sollten. Die Integration mit nativen Snapshot-APIs hilft, diese Probleme zu beheben, und führt zu mehr Automatisierung durch Nutzung von Tags, die bei den öffentlichen Cloud-Anbietern verfügbar sind.

Ein weiterer Vorteil ist der geringere Zeitaufwand, wie er für die manuelle Verwaltung von einer wachsenden Zahl von Cloud-VMs erforderlich ist. VMs werden bei Bedarf ständig hinzugefügt oder entfernt. Daher muss es für das Management dieser Prozesse intelligentere Ansätze geben. Auto-Discovery- und Auto-Protect-Funktionen sind jetzt für natives Cloud-Backup verfügbar und vereinfachen diese Administration erheblich.

Neue Cloud-Spinning-Technologien erlauben es, ungenutzte Backup-Daten in der Cloud für Test- und Entwicklungszwecke zu verwenden und Datensicherheit in der Cloud zu ermöglichen. Anwender profitieren von einer einzelnen Lösung für Test, Entwicklung und Backup, die Tests und Entwicklung von Anwendungen in der Cloud beschleunigt.

Klaus Seidl, VP Sales EMEA, Cohesity.
Klaus Seidl, VP Sales EMEA, Cohesity. (Bild: Cohesity)

Einen Schritt weiter gehen auch neuartige Datenplattformen, die es Kunden ermöglichen, ihre sekundären Daten und Anwendungen global über ein einziges Dashboard zu verwalten und zu bearbeiten. Solche Daten und Anwendungen werden kaum noch im Rechenzentrum gespeichert, sondern weltweit in mehreren Silos an unterschiedlichen Standorten. Mit einer einheitlichen Datenplattform lassen sich diese Daten und Anwendungen in einer einzigen hyperkonvergenten Lösung konsolidieren, damit Kunden zentral Zugriff, Sichtbarkeit und Kontrolle darüber erhalten – ob lokal, in der Cloud oder auf Endgeräten.

Der Autor: Klaus Seidl, VP Sales EMEA, Cohesity.

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