VideoMeet der Deutschen Telekom bindet Skype ein

Die Demokratisierung der Videokonferenz

| Autor / Redakteur: Jürgen Haekel / Elke Witmer-Goßner

Über den cloud-basierten Videokonferenzservice VideoMeet können sich Teilnehmer über unterschiedliche Dienste und Endgeräte in eine Videokonferenz einwählen – so auch mit Anbietern wie Skype.
Über den cloud-basierten Videokonferenzservice VideoMeet können sich Teilnehmer über unterschiedliche Dienste und Endgeräte in eine Videokonferenz einwählen – so auch mit Anbietern wie Skype. (Bild: Deutsche Telekom)

Durch die Einbindung von Skype in die unternehmensweite Videokonferenz-Infrastruktur weitet der Video Bridging Service VideoMeet der Deutschen Telekom den Einsatzbereich erheblich aus. Unternehmen, die Skype nicht einsetzen möchten, können Arbeitsplatzsysteme auch über ein Browser-Plug-in integrieren.

Videokonferenzen gehören in vielen Unternehmen heute zum Alltag. Anders als bei reinen Telefonkonferenzen oder den auf Kollaboration angelegten Web-Meetings kann man sich bei einer Videokonferenz im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von seinen Gesprächspartnern machen – und Mimik und Gestik sagen mehr als tausend Worte. Dies macht die Meetings fast genauso effizient wie persönliche Treffen, so dass viele mit erheblichen Kosten verbundene Geschäftsreisen entfallen können. Daher sind Videokonferenzen auch häufig einer der Eckpfeiler von Social-Responsibility-Initiativen mit dem Ziel, den CO2-Ausstoß und die Umweltbelastung insgesamt zu reduzieren.

Doch herkömmliche Videokonferenz-Systeme haben auch einen gravierenden Nachteil: Sie sind schwer zugänglich in extra Räumen und daher meist nur für einen kleinen Teil der Mitarbeiter nutzbar – in der Regel für das obere und mittlere Management. Videokonferenzräume können wegen der hohen Investitionen nur am Hauptsitz und gegebenenfalls in großen Niederlassungen eingerichtet werden. Steht ein solcher Raum nicht zur Verfügung, müssen Teilnehmer entweder den Weg zum nächsten Videokonferenzraum auf sich nehmen oder sich auf die Einwahl per Telefon beschränken. Was natürlich den Zielen diametral entgegensteht, die mit der Einführung der Videokonferenztechnik verfolgt wurden.

Meetings meist auf operativer Ebene

Betrachtet man die Tatsache, dass Management-Meetings nur die Spitze eines Eisbergs darstellen und die meisten Konferenzen auf der operativen Ebene durchgeführt werden, wird schnell klar, dass das eigentliche Potenzial der Videokonferenz so auch nicht annähernd ausgeschöpft werden kann. Dabei sind die Voraussetzungen für die Einbindung aller oder zumindest fast aller Mitarbeiter heute nahezu optimal. Denn die notwendige Technik ist in der Regel ja schon weitestgehend vorhanden, und zwar unmittelbar am Arbeitsplatz. Jeder PC mit Internetanschluss kann heute für Videokonferenzen eingesetzt werden. Einfache Webkameras und Headsets sind sehr günstig verfügbar und lassen sich dank Plug & Play auch von Laien problemlos installieren. Notebooks werden in der Regel heute ohnehin mit integrierter Kamera ausgeliefert. Auch bieten die heute üblichen DSL-Anschlüsse und neuesten Mobilfunknetze eine genügend hohe Bandbreite für die Videoübertragung. So könnten nicht nur Mitarbeiter in den Niederlassungen, sondern auch Heimarbeiter und mobile Mitarbeiter eigentlich problemlos in die Videokonferenz-Infrastruktur eingebunden werden.

Doch während viele Mitarbeiter diese Technik sogar tatsächlich für kleine private Videokonferenzen über Skype nutzen, fehlte bisher die Einbindung von Arbeitsplatzsystemen in professionelle Videokonferenzlösungen von Herstellern wie Cisco (Tandberg), LifeSize, Polycom oder Radvision. Dieses Problem hat die Deutsche Telekom gelöst und bietet mit VideoMeet eine umfassende Videokonferenzlösung als Managed Service an, die sowohl professionelle Systeme als auch Skype gleichermaßen unterstützt.

Skype in bestehende Systeme integriert

VideoMeet ist ein sogenannter Bridging Service, der unterschiedlichste Videokonferenzlösungen integriert und so Interoperabilitätsprobleme löst. Er wird genutzt, um Konferenzsysteme unterschiedlicher Hersteller nahtlos miteinander zu verbinden, und unterstützt alle gängigen Endsysteme und Übertragungsprotokolle. Dieses Konzept ist nicht neu – solche Bridging Services gibt es seit Jahren – doch bisherige Lösungen waren dennoch immer auf den Einsatz in extra ausgestatteten Videokonferenzräumen beschränkt. Durch die Integration von Skype ermöglicht VideoMeet nun eine deutliche Ausweitung des Einsatzes von Videokonferenzen.

Dabei werden verschiedene Szenarien unterstützt. So können sich einzelne Teilnehmer von ihrem Arbeitsplatzrechner aus in eine Konferenz einwählen, die ansonsten in den existierenden Videokonferenzräumen stattfindet – etwa, wenn ein Mitglied der Geschäftsleitung gerade auf Reisen ist oder Heimarbeiter an einer Konferenz teilnehmen müssen. Aber auch spontane Meetings etwa eines Projektteams ohne jede Einbindung von Videokonferenzräumen werden möglich. Zudem ist es mit VideoMeet sehr einfach, Kunden, Lieferanten oder Partner in eine Videokonferenz zu integrieren.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 39316970 / Unified Communications & Collaboration)