Okta gewinnt AI Breakthrough Award 2026 Identitätssicherheit wird zum Fundament der Agentic Enterprise

Von Elke Witmer-Goßner 3 min Lesedauer

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Der Identity-Spezialist Okta ist in der Kategorie „AI Security Innovation“ mit dem AI Breakthrough Award 2026 ausgezeichnet worden. Die Prämierung rückt ein Thema in den Fokus, das mit dem Vormarsch autonomer KI-Agenten rasant an Bedeutung gewinnt: die Absicherung nicht-menschlicher Identitäten in Unternehmensumgebungen.

Wo sind meine Agenten, womit verbinden sie sich, was dürfen sie tun? Oktas prämierte Lösung „Blueprint for the Secure Agentic Enterprise“ beantwortet diese zentralen Sicherheitsfragen des KI-Einsatzes.(Bild: ©  Alexander Limbach - stock.adobe.com)
Wo sind meine Agenten, womit verbinden sie sich, was dürfen sie tun? Oktas prämierte Lösung „Blueprint for the Secure Agentic Enterprise“ beantwortet diese zentralen Sicherheitsfragen des KI-Einsatzes.
(Bild: © Alexander Limbach - stock.adobe.com)

Eine Auszeichnung, die den Wandel der KI-Branche abbildet

Die jährlich vom Marktforschungsunternehmen Tech Breakthrough vergebenen AI Breakthrough Awards zählen mittlerweile zu den etablierten Gradmessern der KI-Industrie. In ihrer nunmehr neunten Ausgabe verzeichnete das Programm mehr als 5.000 Nominierungen aus über 20 Ländern. Okta reiht sich damit in eine Riege prominenter Preisträger ein, zu der 2026 unter anderem Nvidia, Snowflake, Dell, AMD, Qualcomm und Intuit gehören.

Die Awards dokumentieren eine Entwicklung, die für die gesamte Cloud- und Enterprise-IT-Branche relevant ist: den Übergang von der KI-Experimentierphase hin zum produktiven, unternehmensweiten Einsatz. Genau an dieser Schwelle entstehen neue Sicherheitsfragen – und hier setzt die Auszeichnung für Okta an.

Das Problem der nicht-menschlichen Identitäten

Mit dem Einzug von KI-Agenten in Geschäftsprozesse verschiebt sich das klassische Identitäts- und Zugriffsmanagement grundlegend. Während sich Identity-Lösungen bislang vor allem auf menschliche Nutzer und deren Berechtigungen konzentrierten, agieren autonome KI-Systeme zunehmend eigenständig. Sie greifen auf Anwendungen zu, verarbeiten Daten und führen Aktionen aus. Oft ohne direkte menschliche Kontrolle im Moment der Ausführung.

Das schafft neue Risiken. Denn jeder Agent stellt eine potenzielle Angriffsfläche dar, sofern seine Identität, seine Berechtigungen und sein Handlungsspielraum nicht klar definiert und kontrolliert sind. Die zentrale Herausforderung lautet daher: Wie lassen sich diese „digitalen Mitarbeiter“ so absichern, dass Unternehmen die Produktivitätsgewinne der KI nutzen können, ohne die Kontrolle über ihre Systeme zu verlieren?

„Dieser Award ist ein Beleg für das Engagement unseres Teams, die schwierigsten Sicherheitsherausforderungen der KI-Ära zu lösen“, erklärt Harish Peri, Senior Vice President und General Manager für Okta for AI Agents. „Indem wir KI-Agenten absichern, geben wir Unternehmen das Vertrauen, das sie brauchen, um KI sicher einzusetzen und ihr volles Potenzial auszuschöpfen.“

Was ausgezeichnet wurde: Ein identitätszentrierter Bauplan

Im Zentrum der prämierten Innovation steht Oktas „Blueprint for the Secure Agentic Enterprise“, eine Referenzarchitektur, die Unternehmen bei drei Kernfragen unterstützen will:

  • Wo befinden sich meine Agenten?
  • Womit können sie sich verbinden?
  • Was dürfen sie tun?

Mit den Lösungen Okta for AI Agents und Auth0 for AI Agents überträgt das Unternehmen seine etablierten Identity-Security-Funktionen auf nicht-menschliche Identitäten. Autonome KI-Systeme sollen so mit präzise zugeschnittenen Berechtigungen, durchgängiger Governance und Laufzeitsicherheit operieren.

Ein weiterer Baustein ist das Protokoll Cross App Access (XAA), das Okta gemeinsam mit Standardisierungsgremien entwickelt hat. Der offene, herstellerneutrale Standard regelt, wie KI-Agenten auf Unternehmensanwendungen und -ressourcen zugreifen. Über mehr als 25 neue Integrationen sorgt XAA dafür, dass diese Verbindungen über zentrale Identitätsrichtlinien laufen – mit eng begrenzten Zugriffsrechten.

Einordnung

Die Auszeichnung unterstreicht einen Trend, der sich in der gesamten Branche abzeichnet: Identität entwickelt sich zur entscheidenden Kontrollebene für den sicheren KI-Einsatz. Während viele Anbieter auf die Leistungsfähigkeit ihrer KI-Modelle setzen, adressiert Okta die Frage, wie sich autonome Systeme governance-konform in bestehende Sicherheits­architekturen einbetten lassen. Mit dem branchenoffenen Ansatz rund um XAA positioniert sich das Unternehmen zudem als Treiber von Standards – ein Aspekt, der für die Interoperabilität in heterogenen Cloud-Umgebungen besonders relevant sein dürfte.

Sehen Sie dazu auch folgendes Video:
Anlässlich des Okta AI Summit 2026 beantwortete Thomas Heinz, Senior Manager Solutions Engineering bei Okta, folgende Fragen: Welche konkrete Gefahr entsteht bei der Nutzung von KI-Agenten in verschiedenen Anwendungen und wie sollte man vorbeugen? Welche Tipps hat Okta als Cloud-nativer SaaS-Anbieter für seine Kunden, mit KI-Agenten und Schatten-KI im Hinblick auf Cloud-Anwendungen umzugehen? (Credit: Michael Hülskötter für CloudComputing-Insider)

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