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Betrieb und Services in der IT besser verzahnen Die Daten-Flut mit Künstlicher Intelligenz eindämmen

| Autor / Redakteur: Paul Beavers* / Elke Witmer-Goßner

Die Menge der global erzeugten Daten steigt kontinuierlich. Immer mehr Daten sind einerseits eine Chance für Unternehmen, allerdings nur, wenn sie deren Analyse bewältigen können. Das wiederum ist eine große Herausforderung.

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Mithilfe einer vollständigen und ganzheitlichen Sicht über alle Betriebsabläufe und Services hinweg können Unternehmen besser auf Informationen zugreifen, sie schnell analysieren und die nächsten Schritte vorhersagen.
Mithilfe einer vollständigen und ganzheitlichen Sicht über alle Betriebsabläufe und Services hinweg können Unternehmen besser auf Informationen zugreifen, sie schnell analysieren und die nächsten Schritte vorhersagen.
(Bild: © Alexander Limbach - stock.adobe.com)

Gleichzeitig sind Unternehmen heute mit Trends konfrontiert wie Multi- Cloud, Multi-Device und vielen anderen, die einen höheren Grad an Komplexität schaffen. Das erschwert den Einblick in die Funktionsweise von Teams – ein Phänomen, das besonders innerhalb der IT gilt. Die Herausforderungen reichen von mangelnder Kommunikation bis hin zu unvollständigen Einblicken in Prozesse und Prognosen.

Die bekannte Phrase „Wer nicht aus der Geschichte lernt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen“ gilt in der heutigen Zeit auch für Unternehmen. Ohne einen vollständigen Überblick über eine Organisation und alle ihre verschiedenen Ebenen, ist es schwierig, zu verstehen, wo ein Unternehmen herkommt – was es noch viel schwieriger macht, vorherzusagen, wohin es sich entwickeln wird.

Mehr Einblicke dank KI

Hier kommt die künstliche Intelligenz ins Spiel. Der Einsatz von KI ermöglicht es Unternehmen, sich von ihren Altsystemen zu lösen und eine Reihe von Vorteilen zu erzielen: mehr Möglichkeiten der Informationsbeschaffung, bessere Vorhersagen, Analysen und Automatisierung – mit dem Zugang zu Echtzeitdaten können Unternehmen fundierte und erfolgreiche Entscheidungen treffen. Sie wissen so, wo sich bestimmte Ressourcen befinden, sei es in der Cloud oder on-Prem. Statt einer Vielzahl von Lösungen, die zusammen nicht funktionieren, werden Interkonnektivität und Kommunikation zwischen den Teams zum Standard.

Kenntnisse über Ausgaben und der Ressourcennutzung sowie ein vollständiger Überblick über die Ressourcen- und Budgetzuweisungen ermöglichen bessere Prognosen und steigern die Kosteneffizienz. KI-basierte Analysen helfen außerdem dabei, Performance-Probleme aufzuspüren und zu beheben, bevor Kunden davon etwas bemerken.

Der KI-Ansatz hilft nicht nur beim Projektmanagement und bei der Produktivitätssteigerung, sondern verbessert auch die Erfahrungen der Mitarbeiter. Verfügbare und oft übersehene Ressourcen werden mit einem einzigen Blick auf die Unternehmenstechnologie zusammengeführt.

Nutzererfahrung auf Consumer-Niveau

Durch den Einsatz von KI können IT-Dienstleistungen und Betrieb synchronisiert werden. Das liefert Erfahrungen, die die Arbeitsabläufe zwischen den Teams verbessern und die Produktivität steigern. Dabei kann es sich etwa um eine ganz neue Herangehensweise an Omnichannel-Erfahrungen handeln. Durch die Verwendung eines Chatbots zur Automatisierung von Routineaufgaben und zur Bereitstellung unternehmensweiter Dienste können IT-Teams ihre Zeit und ihre Ressourcen viel effizienter nutzen und wichtige Aufgaben priorisieren.

Dies ermöglicht ihnen nicht nur, ihren Schwerpunkt auf kreativere und wachstumsbasierte Projekte zu verlagern, sondern sorgt auch für eine außergewöhnliche Mitarbeitererfahrung. Denn Angestellte wünschen sich heute einfache User Experiences, die sie von ihren Privatgeräten kennen, schließlich auch am Arbeitsplatz.

Vereinheitlichung von IT-Betrieb und Services

Wenn Unternehmen IT-Betrieb und Services auf einer einzigen Plattform zusammenfassen, errichten sie eine zentrale Anlaufstelle. Ziel ist es, die verfügbaren Ressourcen und Technologien immer im Blick zu haben und sie so besser zu überwachen, zu optimieren, und proaktiv zu warten.

Firmen rationalisieren damit nicht nur das Tagesgeschäft, sondern schützen die Kunden besser vor Sicherheitslücken und ermöglichen eine kontinuierliche Kostenoptimierung. Wenn Unternehmen ihre eigene Infrastruktur und Prozessabläufe besser kennenlernen, sind sie sich ihrer Schwachstellen und vermeintlich blinden Flecken stärker bewusst. So können sie proaktiv Abhilfe schaffen, bevor die Situation zu einem ernsthaften Problem wird. Das hilft besonders bei Sicherheitslücken: Durch die Identifizierung potenzieller Schwachstellen können Unternehmen Patches herausgeben, bevor die entsprechende Schwachstelle für einen Angriff ausgenutzt wird. So schützt das Unternehmen sich selbst und seine Kunden.

Verbesserte Ressourcennutzung

Wenn Unternehmen verstehen, wo ihre Ressourcen eingesetzt werden, erstellen sie bessere Prognosen für die Zukunft. Das ermöglicht eine kontinuierliche Kostenoptimierung. Bestes Beispiel aus dem privaten Bereich sind etwa Abonnementdienste: Oft zahlen Verbraucher weiterhin monatliche Gebühren für Anwendungen oder Dienste, die sie nur selten oder gar nicht nutzen. Sie vergessen einfach, dass sie für einen bestimmten Dienst registriert sind, und da die Kosten relativ gering bleiben, sehen sie die Auswirkungen auf ihr Bankkonto nicht. Dasselbe kann auch in einem Unternehmen passieren: Nur durch Transparenz hinsichtlich der verwendeten Ressourcen und der Budgetzuweisungen kann ein Unternehmen feststellen, ob es eine vorhandene Ressource voll ausnutzt oder für eine ungenutzte Ressource zu viel bezahlt.

Mit Hilfe einer vollständigen und ganzheitlichen Sicht über alle Betriebsabläufe und Dienste hinweg sind Unternehmen in der Lage, besser auf Informationen zuzugreifen, sie schnell und effizient zu analysieren und die nächsten Schritte vorherzusagen – all dies, um Mitarbeitern und Kunden bessere Erfahrungen zu ermöglichen.

* Der Autor Paul Beavers ist Vice President Product Management bei BMC Software.

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