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European CF-Summit Die Cloud Foundry Foundation macht es sich einfach

Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Ulrike Ostler

Die Cloud Foundry Foundation hat im Internet ihren European Summit mit jeder Menge Meldungen zu Neuerungen aus dem Ecosystem gestartet. Die Cloud Foundry-Macher wollen damit belegen, wie unverzichtbar die Kubernetes-Entwicklungsplattform für Developer mittlerweile geworden ist.

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Entwickler entscheiden sich für Cloud Foundry, weil es ihre Arbeitsabläufe in einer zunehmend komplizierten Cloud-Landschaft vereinfacht
Entwickler entscheiden sich für Cloud Foundry, weil es ihre Arbeitsabläufe in einer zunehmend komplizierten Cloud-Landschaft vereinfacht
(Bild: gemeinfrei© Karsten Wachtmann / Pixabay )

Zum Start des Summits gab es Ankündigungen unter anderem von Alibaba, Atos, HCL, SAP, Stark & Wayne, Suse und VMware. Sie alle wollen zur Verbesserung beziehungsweise Vereinfachung der Entwicklererfahrung auf Kubernetes beitragen. „Entwickler wollen ein einfaches Interface, das sagen sie uns seit vielen Jahren“, erläutert Jason McGee, VP and IBM Fellow, IBM Cloud, eingangs das Engagement seines Konzerns für die Foundation.

Begleitend zu den Ankündigungen liefert der Summit die für virtuelle Konferenzen üblichen Angebote: Es gibt sowohl virtuelle Tracks für versierte Entwickler als auch für Cloud Foundry-Einsteiger. Zu den besonderen Veranstaltungen gehören Hands-On Labs, Community Awards, Project Office Hours und die Diversity Conversation sowie eine Game Night, Activity Breaks zu bestimmten Themen und digitale Stände von Sponsoren.

Chip Childers, Executive Director der Cloud Foundry Foundation, während der Eröffnungs-Pressekonferenz des virtuellen Cloud Foundry European Summits.
Chip Childers, Executive Director der Cloud Foundry Foundation, während der Eröffnungs-Pressekonferenz des virtuellen Cloud Foundry European Summits.
(Bild: Cloud Foundry Foundation)

„Der Cloud Foundry Summit bietet Machern und Nutzern von Cloud Foundry und Kubernetes hervorragende Möglichkeiten, um Best Practices auszutauschen, Projekt Roadmaps zu erstellen und über die nächste Generation von Cloud Foundry-Technologien nachzudenken“, kommentierte Childers.

Updates für das Zusammenwachsen von Cloud Foundry und Kubernetes

„Entwickler entscheiden sich für Cloud Foundry, weil es ihre Arbeitsabläufe in einer zunehmend komplizierten Cloud-Landschaft vereinfacht. Es stellt Entwicklern eine bewährte Umgebung für Kubernetes bereit“, so Childers weiter. Der Chef der Cloud Foundry Foundation kündigte Updates für drei seiner wichtigsten Projekte an: „cf-for-k8s“, „KubeCF“ und „Stratos“. Die neuen Funktionen sollen das Zusammenwachsen von Cloud Foundry und Kubernetes befördern:

cf-für-k8s v1.0

Cf-for-k8s ist eine kubernetes-native Distribution von Cloud Foundry, die im April freigegeben wurde. Das Projekt kombiniert die Cloud Foundry Entwickler-API mit beliebten Kubernetes-Technologien wie „Istio“, „Envoy“, „Fluentd“ und Kubernetes selbst. Die Community hat kürzlich folgende Funktionen zu cf-for-k8s v1.0 hinzugefügt:

  • verschlüsselte in-flight Communication;
  • Unterstützung für cf bind-Service, cf Marketplace und andere Befehle im Zusammenhang mit der Open Service Broker API;
  • Unterstützung für eine Reihe von Entwickler-Frameworks (Java, Node, Go, .NET Core, etc.);
  • eine modifizierte Cloud Controller API (CAPI), um eine Container Registry als Datenspeicher zu verwenden.

„Entwickler können cf-fork-8s in weniger als 10 Minuten auf jedem konformen Kubernetes-Cluster implementieren. Es ist zudem leicht genug, um auf einem Laptop bereitgestellt zu werden“, berichtete Childers auf der Eröffnungs-Pressekonferenz.

KubeCF v2.5

„KubeCF“ wurde der Cloud Foundry Foundation im März als Inkubationsprojekt gespendet und ist eine Open-Source-Distribution von Cloud Foundry for Kubernetes, verpackt als „Helm“-Diagramm. Zu den neuen Funktionen in KubeCF v2.5 gehören:

  • Production-ready „Eirini“, unterstützt in kommerziellen Distributionen von Certified Cloud Foundry, die Anwendern verbesserte Stabilität und enger an „Diego“ angelehnte Features bietet;
  • Container-to-Container Networking und Multi Cluster App-Planung für Diego-Erweiterungen und Bug Fixes.

Stratos v4.2

Stratos ist eine webbasierte Management-Konsole, die ursprünglich für die Verwaltung von Cloud Foundry Clustern gedacht war. Diese neue Version bietet Unterstützung sowohl für native Kubernetes-Cluster als auch für Helm Diagramm Repositorys. Zu den neuen Funktionen in Stratos v4.2 gehören:

  • Kubernetes- und Helm-Features: Sie sind jetzt in der Upstream-Version verfügbar (bislang nur für die „Suse Cloud Application Platform“).
  • Helm-Diagramme: Benutzer können jedes Helm Diagramm-Repository einschließlich eingebetteter Dokumentation durchsuchen und Anwendungen mit einem einzigen Klick in Kubernetes bereitstellen.
  • Workloads (Helm Releases): Einau eines grafischen Workload-Viewers für Einblicke in Workload-Ressourcen, Beziehungen, Integrität, etc.
  • „Popeye“: Der eingebettete Analysator liefert Untersuchungsergebnisse als Report oder als visueller Overlay im Workloads-Viewer.

Cloud Foundry ist ein unter der Apache License 2.0 stehendes Projekt und auf Github verfügbar. Die zugehörige Non-Profit-Organisation Cloud Foundry Foundation wird von Technologieunternehmen wie Dell EMC, Google, IBM, Microsoft, Pivotal, SAP und Suse gefördert und dient der Continuous Delivery von neuen Anwendungen. Die container-basierte Architektur führt sie in jeder „Sprache“ in der Cloud aus, sei es AWS, GCP, IBM Cloud, Microsoft Azure, OpenStack, VMware vSphere oder andere.

Genau das scheint für einige Mitglieder des Ecosystems besonders interessant zu sein: „Seit 2014 arbeite ich und SAP mit Cloud Foundry”, berichtete Marc Geall, SVP, Global Head of Platform & Technologies Ecosystem, GCO bei SAP, zur Eröffnung des Summits. „Die Platform kommt bei uns zur Entwicklung neuer Anwendungen zum Einsatz, wir empfehlen sie auch unseren Partnern weltweit, weil es auch auf den Clouds der Hyperscaler weltweit läuft. Die Integrationsmöglichkeiten von Cloud Foundry sind für uns und die Partner mindestens genauso wichtig wie die Entwicklungsoptionen.“

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Über den Autor

Dr. Dietmar Müller

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Journalist