IT-Awards 2019

Die beliebtesten IaaS-Anbieter 2019

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Stephan Augsten

IaaS eignet sich besonders gut in Szenarien, die einen stark schwankenden Bedarf an beispielsweise Rechenleistung oder Speicherkapazität aufweisen.
IaaS eignet sich besonders gut in Szenarien, die einen stark schwankenden Bedarf an beispielsweise Rechenleistung oder Speicherkapazität aufweisen. (Bild: © Funtap - stock.adobe.com)

Wer kein kostenintensives Rechenzentrum vor Ort betreiben will, findet in Infrastructure-as-a-Service- oder kurz IaaS-Angeboten die passende Alternative in der Cloud. Neben deutlich geringerem Investitionsbedarf und Wartungsaufwand punkten die skalierbaren IaaS-Dienste auch mit Zukunftssicherheit.

Die Aussichten für IaaS-Anbieter sind gut: Allein im laufenden Jahr werden deutsche Unternehmen rund 1,4 Milliarden Euro in entsprechende Lösungen investieren. Das entspricht einem Plus von beachtlichen 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zudem wächst der deutsche IaaS-Markt sogar etwas schneller als das weltweite Geschäft. Zu diesen Ergebnissen kommen die Marktforscher von ISG im Rahmen der Studie „ISG Provider Lens Germany 2019 – Cloud Transformation / Operation Service & XaaS“.

Die Leser von CloudComputing-Insider haben abgestimmt. Beim Klick auf die Bildergalerie sehen Sie die drei beliebtesten IaaS-Anbieter des Jahres 2019:

Grundlagen im Überblick

Bei IaaS handelt es sich im Grunde um ein virtuelles Rechenzentrum in der Cloud. Es stellt die gängigen Bestandteile einer herkömmlichen IT-Infrastruktur bereit. Dazu zählen beispielsweise Server, Rechenkapazitäten, Speicherplatz, Archiv-, Backup- und Restore-Systeme sowie Netzwerkressourcen. Für die Bereitstellung, Wartung und den Zugang über private oder öffentliche Netzwerke sorgt der jeweilige Provider – die größten Provider in diesem Segment nennt man auch Hyperscaler.

Auf Anbieterseite kommen meist Hypervisoren wie zum Beispiel Xen, Oracle VirtualBox, VMware ESXi oder Microsoft Hyper-V zum Einsatz, um die vorhandenen Ressourcen über virtuelle Maschinen auf die Kunden zu verteilen. Für die Orchestration sorgt Software wie beispielsweise Open Stack oder Apache CloudStack. Es gibt aber auch andere Ansätze, darunter etwa die exklusive Bereitstellung von Hardwareressourcen, containerbasierte Modelle oder Serverless Computing.

Vorteile im Geschäftsalltag

Ein wichtiger Vorteil der IaaS-Architekturen ist deren schnelle Skalierbarkeit in Kombination mit meist nutzungsbezogener Abrechnung. Die Verfügbarkeit ist in der Regel mittels Service Level Agreements (SLAs) genau definiert. Kunden können somit flexibel auf leistungsfähige Plattformen zugreifen, ohne dazu hohe Investitionen in Aufbau und Wartung der Infrastruktur tätigen zu müssen. Sie müssen sich lediglich um Installation und Pflege der jeweils eingesetzten Anwendungen selbst kümmern. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ist diese Alternative zu klassischen Rechenzentren wirtschaftlich interessant.

Je nach individuellen Anforderungen stehen verschiedene IaaS-Varianten zur Auswahl. Der Klassiker ist die Public-Variante, die den Zugriff auf die Ressourcen über das öffentliche Internet realisiert. Unternehmen, die ein höheres Maß an Sicherheit benötigen, nutzen dagegen oft eine private Variante: Dabei werden die Anwendungen ohne externen Partner im eigenen Rechenzentrum gehostet.

Fachabteilungen können dann direkt mit der IT-Abteilung die jeweils nötigen Leistungen vereinbaren. Da Daten und Anwendungen das Unternehmen nicht verlassen, ist mit diesem Ansatz ein hohes Sicherheitslevel möglich. Public- und Private-Konzept lassen sich zudem als Hybrid-Variante kombinieren. Die Kombination aus skalierbaren Cloud-Ressourcen und der lokalen Speicherung sensibler Daten verbindet die Vorteile beider Welten.

Mögliche Einsatzszenarien

Grundsätzlich bieten IaaS-Architekturen eine äußerst flexible Plattform für diverse Anwendungen. Besonders gut sind sie für Einsatzszenarien geeignet, die einen stark schwankenden Bedarf an beispielsweise Rechenleistung oder Speicherkapazität aufweisen. Gleiches gilt für schnell wachsende Unternehmen, die dank der skalierbaren Auslegung von IaaS-Angeboten einfach bei Bedarf Leistungs- und Speicherreserven anpassen.

Da IaaS-Anbieter laut der ISG-Studie zunehmend ihren Funktionsumfang erweitern, halten auch moderne Verfahren wie Robotic Process Automation (RPA), Identity Access Management (IAM) sowie Verschlüsselungs- und Security-Lösungen auf Basis von Künstlicher Intelligenz (KI) oder gar neuronalen Netzen Einzug in dieses Segment.

Blick in die Zukunft

Die „ISG Provider Lens“ enthält auch einige Hinweise auf kommende IaaS-Trends. So verlagern laut den Marktforschern deutsche Unternehmen zunehmend geschäftskritische Anwendungen in die Cloud. Im IaaS-Enterprise-Markt dominiert die Nachfrage nach regional verfügbaren und sicheren Infrastrukturlösungen. Dabei zeigen sich auch Unterschiede: So legen mittelständische Kunden vor allem Wert auf Provider mit Ressourcen vor Ort, während Großunternehmen eher auf breiten Funktionsumfang, hohe Skalierbarkeit und Sicherheit sowie ein hohes Innovationslevel achten.

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