IT-Konzepte und Value-Added Services verschmelzen zu neuen Business-Modellen

Deutsche IaaS-Provider wittern Morgenluft

| Autor / Redakteur: Götz Piwinger* / Elke Witmer-Goßner

Während der Wettbewerb um die besten Softwarekunden auf vollen Touren läuft, lastet auf den Softwarehäusern enormer Druck, weil schließlich die Wahl des richtigen IaaS-Anbieters über die Qualität des Cloud-Angebots und dessen Akzeptanz beim Anwender entscheidet.
Während der Wettbewerb um die besten Softwarekunden auf vollen Touren läuft, lastet auf den Softwarehäusern enormer Druck, weil schließlich die Wahl des richtigen IaaS-Anbieters über die Qualität des Cloud-Angebots und dessen Akzeptanz beim Anwender entscheidet. (Bild: Jörg Lantelme, Fotolia)

Digitale Transformation von Business- und Produktionsprozessen ist das Ziel der Wirtschaft. Die Treiber dafür sind Wettbewerbsdruck von der Vielzahl der StartUps, sowie Branchendruck und mahnende Medienberichte. Doch zuvor sollten sich alle darüber im Klaren sein, dass der Weg zur Digitalisierung nur über die saubere Nutzung von Cloud Computing geht.

Angenommen man wäre ein mittelständisches Produktionsunternehmen und möchte jetzt konsequent digitalisieren: Selbst wenn genügend Investitionsmittel bereitstünden, wäre die Lösung vermutlich nicht optimal. Der Grund dafür liegt darin, dass die Wunschsysteme mit den geforderten Leistungsmerkmalen einfach noch nicht als echte Cloud-Lösung verfügbar sind.

Softwarehäuser und Systemanbieter haben ihre Programme längst noch nicht cloud-fähig gemacht. Dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens muss die Software umfassend mit dem Ziel der Multi-Tenant-Architektur angepasst werden. Zum anderen war und ist das Systemgeschäft ein sehr gutes Business, weil dieses Geschäftsmodell auch zwangstreue Kunden mit sich bringt. Und drittens besteht eine große Furcht vor einer Umsatzdelle. Deshalb ist es in der heutigen Situation nur bedingt möglich, konsequent zu digitalisieren. In der Folge ergeben sich logische, strategische Vorgehensmodelle, wie sie beispielsweise von Crisp Research vorgestellt werden.

Die Digitalisierungs-Nahrungskette

IaaS-Provider stehen am Anfang der Nahrungskette. Sie müssen die Dienste bereitstellen, um den Softwarehäusern oder auch ISV (Independent Software Vendors) eine gute Plattform zur Skalierung ihrer Selfservice-Dienste bieten zu können. Die ISV müssen ihre Business-Modelle und ihre Software umkrempeln, um ihre Software als Service anbieten zu können. Gleichzeitig muss das Business Development auf ein verändertes Kauf-und Nutzungsverhalten der Kunden vorbereitet sein. Erst wenn ein Vielzahl von Softwarelösungen – hier vor allem Branchenprogramme – auf Cloud gebürstet sind, kann der Mittelstand die Digitalisierung umsetzen. Dies sind die ersten beiden Glieder in der Digitalisierungs-Nahrungskette.

Beyond cloud-readiness

Die Fragen, für welchen IaaS-Anbieter sich der ISV entscheiden soll, lässt sich nur schwer beantworten. Wir haben im German-Cloud-Team spontan versucht, eine Übersicht von IaaS-Anbietern zusammenzustellen. Es stellte ich als schwieriges Unterfangen heraus. Schließlich bieten immer mehr Systemhäuser – aus der PaaS kommend – IaaS-Lösungen an. Außerdem sind die deutschen Branchenverzeichnisse hoffnungslos veraltet, derzeit wird mit dem „WZ 2008“ (Wirtschaftsverzeichnis 2008) des statistischen Bundesamtes gearbeitet. Das ist mehr als peinlich.

Recherche mit anschließendem Leistungsvergleich geplant

Also haben wir uns entschlossen, noch in diesem Jahr mit einer Recherche und anschließendem Leistungsvergleich zu starten. Doch bereits heute gibt es eine Auswahl von Anbietern, welche die Zeichen der Zeit erkannt und entsprechend investiert haben. Nun gilt es, aus diesen Anbietern den „richtigen“ Partner zu finden. Gängige Markt-Checks befassen sich primär mit internationalen Anbietern, wie AWS, Google, Microsoft & Co., aber nicht mit regionalen Providern.

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