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Service Provider Summit der Vogel IT-Akademie Das Service-Provider-Ökosystem

| Redakteur: Sarah Böttcher

Der Managed Service Provider SJ-Solutions mit Fokus auf Storage, Datensicherung und -Management, bietet mit seiner „Green Cloud“-Lösung eine Datensicherungssoftware in einer multi-tenant Umgebung. Die Idee für die Lösung kam dem MSP auf einem Co-Creating Workshop von Fujitsu.

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Aktuelle Trends und Technologien im Managed-Services-Geschäft werden auf dem Service Provider Summit der Vogel IT-Akademie am 27. und 28. August in der Villa Kennedy in Frankfurt am Main diskutiert.
Aktuelle Trends und Technologien im Managed-Services-Geschäft werden auf dem Service Provider Summit der Vogel IT-Akademie am 27. und 28. August in der Villa Kennedy in Frankfurt am Main diskutiert.
(Bild: © Uladzimir-stock.adobe.com)

Konzentration auf die Dinge, die man am besten kann. Das ist einer der ausschlaggebenden Faktoren, will man Erfolg im Service-Provider-Geschäft haben. Vom Prinzip her sind Service Provider „Integratoren“, und sie schließen Partnerschaften, um ihren Kunden Best-of-Breed-Lösungen zu bieten. Denn diese schätzen Flexibilität, Wahlmöglichkeiten und können weiterhin mit ihrem vertrauten Partner zusammenarbeiten, der Komplexität und SLA’s für sie managt.

Fujitsu orchestriert solche Partnerschaften im Rahmen von Co-Creating Workshops und vermarktet diese. In diesem Ökosystem-Ansatz steht der Hersteller nicht mehr im Zentrum, sondern agiert als Moderator und Coach, der verschiedene Firmen zusammenbringt. Im Zentrum stehen stattdessen neue Angebote, die aus der Zusammenarbeit entstehen und echten Kundenmehrwert generieren.

Der Erfolg solch einer Kooperation hängt von vier Bausteinen ab:

  • wirkliche Differenzierung zu schaffen
  • Risiken zu reduzieren
  • positiven Geschäftserfolg für alle zu erreichen
  • für ein gemeinsames, klares Verständnis von SLA's, Rollen und Zeitplan zu sorgen.

„Der Co-Creating-Ansatz von Fujitsu setzt auf Zusammenarbeit in einem Ökosystem, um neue Visionen und handfeste Konzepte zu kreieren, die für eine ganze Industrie messbare Geschäftswerte schaffen“, betont Sander Rittersma, CEO SJ-Solutions. Die „Green Cloud Allianz“ des Managed Service Providers ist ein Beispiel, welche Früchte eine derartige Zusammenarbeit tragen kann.

Die Ausgangslage

Auf der Suche nach neuen Geschäftsmöglichkeiten im Service-Provider-Ökosystem, wollte SJ-Solutions eine völlig neue Service-Provider-Kategorie beim Management von Datensicherung schaffen. Die Herausforderung war, dazu die richtigen Partner und auch die Umgebung zu finden, um von der fixen Idee zur Ausarbeitung eines konkurrenzfähigen Angebotes zu kommen.

Die Lösung

Das Management von SJ-Solutions wurde eingeladen, mit 25 C-Level Topmanagern an einem Fujitsu Co-Creating Workshop in Lappland teilzunehmen, wo die Schaffung neuer Konzepte für schnelle gemeinsame Markteinführung im Fokus standen. Das Ergebnis war die Entwicklung der „Green Cloud Allianz“.

Die Vorteile der „Green Cloud Allianz“:

  • Co-Creating war die Voraussetzung für die Entwicklung des „Green Cloud“-Angebotes.
  • Das Angebot bietet Datensicherungs-Management auf einer Pay-as-you-go-Basis.
  • Garantierte volle Autonomie und Sicherheit innerhalb der „Green Cloud“ aller Teilnehmer
  • Intuitive Selbstservices und klares Reporting durch personalisierte und gesicherte Nutzeroberfläche
  • Multicloud-Support, um volle Kontrolle über die Daten sicherzustellen

Innovation durch Co-Creating

SJ-Solutions hat den strategischen Wechsel vom klassischen Reseller zum Managed Service Provider (MSP) vollzogen. Und als Fokus wählte die Firma Storage, Datensicherung und -Management (DM). „Im jetzigen Markt werden oft Datensicherung- und Recovery-Funktionalitäten als technisch komplex und teuer angesehen, wobei das Outsourcing davon den logischen, nächsten Schritt darstellt,“ erklärt Rittersma. „Was dies erschwert, ist in der jetzigen Zeit einen verlässlichen Enterprise-Class DM MSP zu finden. Hier sahen wir unser Chance. Wir mussten dann nur noch den richtigen Herstellerpartner finden, um loszulegen“.

Als seit vielen Jahren eng verbundener Select-Circle-Partner von Fujitsu, kam deren Einladung zu einem Co-Creating Workshop in Lappland gerade recht. Als Ziel für die Zusammenkunft von mehr als 25 europäischen C-Level Topmanagern wurde die Bildung neuer Allianzen sowie Service-Provider-Ökosysteme vorgegeben.

Neue Visionen

Über vier Tage absolvierten 40 Topmanager und Fujitsu-Moderatoren und Experten in kleinen Gruppen eine ganze Serie von Workshops. Ziel war es, neue Lösungen zu IT-Industrieherausforderungen zu finden. Rittersmas Unternehmen wählte die „Green Cloud“-Datensicherungs-Management-Lösung. Von über 30 Ideen wurde sie mit vier weiteren ausgewählt, um eine tiefergehende Businessplanung durchzuführen.

„Bei Fujitsus Partner Co-Creating-Ansatz geht es darum, seine Mitstreiter kennenzulernen, Netzwerke zu stricken und neue Visionen durch den Austausch von Ideen zu kreieren“, führt Rittersma aus. „Das hat uns in die Lage versetzt, Nägel mit Köpfen zu machen und klar zu definieren, wie ein DM-as-a Service auszusehen hätte.“

Einführung einer DM-as-a-Service Lösung

Die Geschichte rund um die Green Cloud endete für SJ Solution nicht in Lappland. Die Firma nahm, zurück in Holland, den Ball wieder auf und arbeitete eng mit Fujitsu und Commvault zusammen, um die „Green Cloud“ Wirklichkeit werden zu lassen.

Im Rahmen der Green Cloud werden Fujitsu Primergy Server und Fujitsu Eternus Storage mit Commvault-Datensicherungssoftware, in einer robusten und sicheren multi-tenant Umgebung kombiniert. Und das Ganze läuft als Pay-as you-go-Datenmanagement, -Sicherung und Recovery mit Kostentransparenz und ohne Start-Investition.

„Normalerweise zahlt man für Funktionalität, Agenten und gespeicherte Daten im Backend. Das bedeutet aber, dass die Kosten stetig steigen. Wir stellen die TBs im Frontend in Rechnung und alle Funktionalitäten sind schon mit drin, das heißt, es gibt keine versteckten Kosten“, sagt Rittersma. „Das ist eine einfache Formel für die Kunden: 100 TB sind 100 TB, wir kümmern uns um das Backend.“

Seit dem Launch vor drei Monaten hat SJ-Solutions bereits zwei Kunden gewonnen, einer davon ein großer öffentlicher Auftraggeber. Es gibt bereits Gespräche mit einem kommerziellen MSP, der „Green Cloud“ seinen eigenen Kunden anbieten will, und es gibt Interesse aus England, Finnland, Deutschland, Dänemark und Belgien. „Es gibt Pläne, Rechenzentren in Amsterdam, London und Frankfurt zu verbinden und DM-Services anzubieten. Das zeigt die Zuverlässigkeit der Idee, die aus dem Co-Creating Workshop entstand“, schließt Rittersma.

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