DARZ zeigt, wie es geht

Container-as-a-Service – die Zukunft der Virtualisierung

| Autor / Redakteur: Lars Göbel * / Elke Witmer-Goßner

Mehr Flexibilität und Sicherheit bei der Anwendungsvirtualisierung verspricht die Container-Technologie – und CaaS setzt noch einen drauf.
Mehr Flexibilität und Sicherheit bei der Anwendungsvirtualisierung verspricht die Container-Technologie – und CaaS setzt noch einen drauf. (Bild: © Ralf Gosch - Fotolia)

DevOps gehört aktuell zu den großen Diskussionsthemen in den Entwicklungs-Abteilungen. Im Fokus stehen Prozesse und Tools, um IT-basierte Wertschöpfungsmodelle zu optimieren und agiler zu gestalten. Ein zentrales Element in diesem Konzept ist die Container-Technologie, die Docker vor zwei Jahren der Virtualisierungs-Szene als Lösungsansatz nahebrachte.

In diesem Kontext stellen Tools wie Docker und Apache Mesos bisherige Virtualisierungskonzepte auf den Kopf. Container garantieren Entwicklern und Unternehmen mehr Sicherheit und eine effizientere Virtualisierung von Anwendungen. Darüber hinaus spielen sie eine große Rolle zur Realisierung eines echten DevOps-Konzeptes im Bereich Testing, da sie zu einer perfekten Automatisierung beitragen. Sie sind im Handumdrehen einsatzfähig, jedoch auch sehr sicher. Bei Containern handelt es sich um weiter gekapselte, virtuelle Server bei denen das Betriebssystem ebenfalls virtualisiert ist. Auf diese Weise können Applikationen direkt deployd werden.

Docker und Container-as-a-Service

Die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen hängt heute davon ab, wie schnell es ihnen gelingt, Geschäftsmodelle und -prozesse zu digitalisieren. Voraussetzung dafür ist, dass die IT schnell und kosteneffizient neue mobile und cloud-basierte Anwendungen entwickeln kann. Ein hohes Entwicklungs- und Innovationstempo ist mit traditionellen IT-Infrastrukturen nicht möglich. Mit Docker & Container-as-a-Service (CaaS) existiert auf Basis von NetApp-Storagesystemen eine Lösung, mit der neue Applikationen und Softwarefunktionen innerhalb kürzester Zeit bereitgestellt werden können. Das Prinzip der „Containerization“ ist ein weiterer Schritt in der Virtualisierung, in dessen Zug Applikationen mit allem Zubehör in transportable Pakete geschnürt und in die Cloud übertragen werden. Das gibt es nun voll integriert in die erste echte Hybrid-Cloud-Plattform und als Erweiterung des Data-Fabric-Ansatzes von NetApp. Inklusive nahtloser Kombination von Colocation, Private Cloud, Public Cloud und nun eben auch Containern.

Dieses modulare Konzept ist ein entscheidender Schritt hin zu mehr Kosteneffizienz und Geschwindigkeit, durch die Unternehmen entscheidende Wettbewerbsvorteile erzielen können. Das gilt aktuell sowohl für Entwicklungs- als auch Produktivszenarien. Hier geht es um die DevOps. Die Kombination symbolisiert intuitiv einen Schulterschluss zwischen Softwareentwicklern und IT-Betrieb. Und tatsächlich ist das der Grundgedanke von DevOps und der Auslöser der dazugehörigen Bewegung: ein Zusammenrücken der beiden in der traditionellen Wahrnehmung grundverschiedenen Bereiche Softwareentwicklung und IT-Betrieb.

Infrastructure-as-Code

Es ist vor diesem Hintergrund in vielen Fällen unerlässlich, Infrastruktur umzubauen und Prozesse zur Code- und Produktentwicklung zu erneuern, um mit dem noch nie dagewesenen Grad an Konnektivität sowie der Geschwindigkeit von Markteinführungen umgehen zu können. Eine Möglichkeit hierfür besteht darin, die operativen Abläufe bis auf die Code-Ebene herunter zu brechen und ein Konzept umzusetzen, das unter der Bezeichnung Infrastructure-as-Code bekannt ist. Im Kern stellt Infrastructure-as-Code einen Wandel von manuellen Prozessen hin zu automatisierten Abläufen dar. Am wichtigsten jedoch ist, dass das Konzept eine Reproduzierbarkeit bietet, die die Qualität verbessern und die Effizienz von Infrastrukturen erhöhen kann. Unternehmen, die mit diesem neuen Konzept zum Aufbau von IT-Architekturen arbeiten, können schnell neue Server aufsetzen, Test- sowie Entwicklungszyklen automatisieren und auf Feedback von Partnern und Kunden reagieren.

Ein Anwendungsbeispiel ist der größte deutschsprachige Kommunikationsdienstleister für die Energie- und Gesundheitsbranche, Trurnit. Das inhabergeführte Unternehmen hat sich von einem klassischen Kundenmagazin-Verlag für Energieversorger zu einem Full-Service-Kommunikationshaus entwickelt und beschäftigt heute 180 Mitarbeiter an zwölf Standorten in Deutschland und der Schweiz. Das Produktportfolio umfasst mittlerweile die gesamte Palette der Unternehmens- und Marketingkommunikation.

Insbesondere die Onlinekommunikation hat in den vergangenen Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Das war ein Hauptgrund, warum das Unternehmen sein Angebot an regionalen Webportalen – das sogenannte „Online-Magazin“ – zusammen mit der DARZ GmbH neu aufgesetzt hat. Das Produkt transportiert das Mantelkonzept aus dem Corporate Publishing in die digitale Welt: Überregionale Inhalte wie Energiespartipps oder Gewinnspiele werden mit lokalem, individuellem Content kombiniert. Damit können Energieversorger ihre eigene Webseite, auf der sie ihre Produkte anbieten, durch ein content-getriebenes, individualisierbares Medium ergänzen. Dieses Angebot ist besonders für regional verwurzelte Energieversorger und Stadtwerke interessant, um sich als „Local Heroes“ an ihrem Standort mit regionalem Mehrwert zu positionieren, sich von Online-Anbietern zu differenzieren und ihren lokalen Trumpf auszuspielen. Bislang wurde das Portal inhouse von Trurnit gehostet, was sich jedoch angesichts der großen Nachfrage nicht mehr als praktikabel erwies.

Container-Technologie für mehr Überblick

Daher setzt der Kommunikationsdienstleister nun auf die Docker & Container-as-a-Service (CaaS)-Lösung. Das Angebot von DARZ, basierend auf technischen Ergänzungen von NetApp und evoila, greift unter anderem auf die Container-Technologie zurück. Dieser modulare Ansatz ermöglicht es, Applikationen mit all ihrem Zubehör in transportable Pakete zu schnüren und somit die Applikationsentwicklung erheblich zu beschleunigen. Auf Basis dieser hochagilen Infrastruktur stellt Trurnit mehrere WordPress-Module zur Verfügung, mit denen Energieversorger ihre individuelle Onlineplattform gestalten können. Dabei können sie sich aller Register des digitalen Infotainments bedienen – von einer einfachen Kommentarfunktion oder einem Kalender bis hin zu Social-Media-Sharings, Gewinnspielen, Votings und YouTube-Videos, die die Websitebesucher unterhalten und zur Interaktion einladen.

CaaS zeichnet sich für diese Anwendung dadurch aus, dass es eine virtuelle und sehr agile infrastrukturelle Basis für das WordPress-System bietet. Die Container, in denen die Webapplikationen ausgeführt werden, benötigen beispielsweise kein dediziertes Betriebssystem, so dass Trurnit hier auf eine kosteneffiziente IT-Landschaft baut, die extrem schnell an neue Anforderungen angepasst werden kann. DARZ stellt mit CaaS das technische Rahmenwerk bereit, das bereits heute alle technischen Anforderungen des IT-Sicherheitsgesetztes (ITSiG) erfüllt. Trurnit verwaltet dort zentral alle Inhalte und Services – und das sehr benutzerfreundlich und flexibel. Regionale Inhalte können alternativ auch direkt in Wordpress, welches die weltweit größte Entwickler-Community für CMS besitzt, eingepflegt werden.

Lars Göbel, DARZ GmbH.
Lars Göbel, DARZ GmbH. (Bild: DARZ)

Davon profitieren vor allem die Kunden von Trurnit, denn ihnen eröffnen sich damit neue Möglichkeiten und Erweiterungen. Trurnit wählt dafür die relevanten Erweiterungen aus oder stellt abgestimmte Add-ons direkt zur Verfügung. Auch der Einsatz als White Label-Variante ist möglich. Dadurch kann sich das Unternehmen von den allgemeinen Angeboten der großen Hoster abheben, indem sie Standard-Technik und standardmäßigen IT-Betrieb mit modernen Agenturangeboten verbinden und zusätzlich relevanten Content liefern.

* Der Autor Lars Göbel leitet IT und Vertrieb bei der DARZ GmbH.

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