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Open Data Center Alliance veröffentlicht Konzept für bessere Klimabilanz CO2-Fußabdruck für das ganze Cloud-Ökosystem

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Die Open Data Center Alliance (ODCA), eine globale Organisation, deren Mitglieder gemeinsam daran arbeiten, interoperable, sichere Enterprise-Cloud-Lösungen ohne Herstellerabhängigkeit voranzutreiben, hat ein neues Proof-of-Concept-Papier veröffentlicht, um den Einsatz sauberer und energieeffizienter Enterprise-Cloud-Services voranzutreiben.

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Energieineffizienz in einem konventionellen Rechenzentrum: Beginnend mit der Energieerzeugung im Kraftwerk treten im gesamten Betrieb Energieverluste auf.
Energieineffizienz in einem konventionellen Rechenzentrum: Beginnend mit der Energieerzeugung im Kraftwerk treten im gesamten Betrieb Energieverluste auf.
(Bild: ODCA)

Der Machbarkeitsnachweis basiert auf einer Studie mit den ODCA-Mitgliedern BMW, Datapipe und Verne Globale, um darzustellen, wie Cloud-Anbieter und -Anwender mit Hilfe des „ODCA Carbon Footprint and Energy Efficiency Usage Model“ die CO2-Emissionen ihres Unternehmens vergleichen, messen und im Endeffekt auch optimieren können. Die Machbarkeitstudie umfasste somit Testszenarien und konkrete Messungen des Kohlenstoffdioxid-Austoßes während des Cloud-Betriebs bei einem Datacenter-Betreiber (Verne Global), einem Cloud-Service-Provider (Datapipe) und einem Nutzer von Cloud-Services (BMW).

In Verbindung mit dem ODCA Carbon Footprint and Energy Efficiency Usage Model bietet das Strategiepapier einen umfassenden Rahmen, um den CO2-Ausstoß von Cloud-Providern und -Lösungsanbietern auf konsistente, gerechte und transparente Weise vergleichen zu können. Unternehmen und Organisationen können somit Cloud-Services, die sich „grün“ und energieeffizient nennen, besser beurteilen.

Mehr Nachhaltigkeit in Unternehmen

Für Marvin Wheeler, Executive Director der Open Data Center Alliance, ist der Proof-of-Concept „eine wertvolle Ressource für jedes Unternehmen, das seine CO2-Emissionen über das gesamte Cloud-Ökosystem hinweg messen und verringern möchte“. Es sei ein wichtiges Dokument, das Unternehmen dabei hilft, die staatlichen Forderungen zur Energieeinsparung und den eigenen Anspruch nach mehr unternehmerischer Nachhaltigkeit zu erfüllen.

Machbarkeitsstudie und -nachweis wurden von der ODCA-Arbeitsgruppe „Regulatory and Ecosystem“ unter Leitung von Pankaj Fichadia, Management-Assurance (Enterprise Transformation) der National Australia Bank. Neben BMW, Datapipe und Verne Global waren Vertreter der ODCA-Mitglieder Atos, Intel, National Australia Bank und T-Systems an der Ausarbeitung beteiligt. Das Papier verweist zudem auf die Digital Service Efficiency (DSE)-Methodik von eBay, und verwendet Konzepte und Metriken, die von The Green Grid entwickelt wurden. Das Papier steht zum kostenlosen Download zur Verfügung. Den Link hierzu finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Als Studienteilnehmer ist BMW überzeugt, dass gerechte Vergleiche des CO2-Fußabdrucks Unternehmen in der Wolke auf hohem Niveau halten. „Die dokumentierten Techniken und Vorgehen“, sagt Susanne Obermeier, Global Data Center Manager bei BMW, „sollten eine wertvolle Handhabe auch für andere Unternehmen und Organisationen sein, ihre Kohlendioxid-Emissionen zu messen und im Zusammenhang mit ihren Rechenzentrums-Aktivitäten zu veröffentlichen.“ Dies sieht Michael Parks, CTO von Datapipe, ähnlich: „Die Klimabilanz, im Zusammenhang mit Kosten, Leistung und geographischer Lage, kann nun eine stärkere Rolle im IT-Entscheidungsprozess spielen.“ Angesichts des weltweit ansteigenden Energiebedarfs insbesondere auch für den Rechenzentrumsbetrieb sei es nicht nur wichtig, dass Unternehmen ihre Energieeffizienz erhöhen, sondern auch Strategien entwickeln, ihren CO2-Fußabdruck zu verringern, erklärt Tate Cantrell, CTO bei Verne Global. Damit sei auch die Möglichkeit, Vendor-Lösungen bei der Umsetzung ökologisch nachhaltiger Initiativen zu vergleichen, unerlässlich.

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