Open Source Studie Schweiz 2018

Cloud und Container treiben Open Source

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Stephan Augsten

Die Erhebung verrät wo Bedarf, Einsatzgebiete und Bedenken bei Open Source liegen.
Die Erhebung verrät wo Bedarf, Einsatzgebiete und Bedenken bei Open Source liegen. (Bild: © ar130405 - stock.adobe.com)

Cloud Computing ist einer der Treiber für Open Source – so die Aussage der jetzt verfügbaren Open Source Studie Schweiz 2018. Bei CRM, Cloud Storage und ERP erkennt die Erhebung zugleich noch ungedeckten Bedarf an Open-Source-Alternativen.

Die „Nutzung von Open Source wächst“ – so lautet das Credo der Open Source Studie Schweiz 2018. Deren Autoren haben Unternehmen gefragt, welche „Open Source“-Software sie bereits einsetzen oder künftig einsetzen wollen.

Ganz weit vorn liegen dabei Programmiersprachen mit 79 Prozent, Web Server und Server-Betriebssysteme stehen jeweils bei sieben von zehn Befragten hoch im Kurs. Im Vergleich zu Zahlen von 2015 haben die Bereiche „Desktop-Anwendungen“ und „Cloud Computing, Virtualization“ mit je 56 Prozent besonders stark zugelegt – nämlich um 94 Prozent und 67 Prozent. Zuwächse gab es allerdings nicht überall: So sank etwa der Anteil von quelloffenen Datenbanken von 68 auf 63 Prozent.

Jene Organisationen die im Bereich Cloud Computing eine Open-Source-Lösung verwenden, meinen damit besonders oft Docker: 87 Prozent dieser Untergruppe setzen Docker ein, 30 Prozent die eng mit Docker und Containerization verbundene Lösung Kubernetes.

Schließlich haben die Forscher auch noch Bedarf und Hinderungsgründe für Open Source abgefragt. Besonders gefragt seien noch Lösungen für CRM, Cloud Storage sowie ERP und Buchhaltung. Die Autoren der Studie reagieren mit Unverständnis: „Das ist erstaunlich, denn mit Odoo, Adempiere oder SQL-Ledger stünden eigentlich seit mehreren Jahren ausgereifte Open Source ERP-Lösungen bereit.“ Die Anwender nennen derweil als wesentliche Hinderungsgründe beim Einsatz von Open Source am häufigsten: Fehlende Features, Sicherheitslücken sowie eine unsichere Zukunft von „Open Source“-Projekten.

Die Open Source Studie Schweiz 2018 wurde von verschiedenen Open-Source-Dienstleistern sowie Schweizer Behörden finanziert. Befragt wurden 781 Firmenmitglieder des Verbands swissICT sowie 68 Mitgliedsorganisationen der Schweizer Informatikkonferenz (SIK) – geantwortet haben 243 Personen.

Über Motivation und Repräsentativität der online verfügbaren Befragung lässt sich damit ebenso streiten, wie über die Aussagekraft einzelner Fragestellungen. So vermischt folgender Punkt etwa zwei unterschiedliche Aspekte und nennt keinen konkreten Zeithorizont: „In welchen Bereichen setzt Ihre Organisationen Open Source Software heute ein oder plant den Einsatz?“.

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