Verschiedene Cloudumgebungen zentral verwalten

Cloud-Management mit Scalr

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Florian Karlstetter

Mit Scalr lassen sich verschiedene Cloudumgebungen zentral verwalten.
Mit Scalr lassen sich verschiedene Cloudumgebungen zentral verwalten. (Bild: Scalr)

Setzen Unternehmen auf verschiedene Cloudanbieter, müssen sie auch die verschiedenen Verwaltungstools nutzen, die teilweise sehr eingeschränkt sind. Mit Scalr lassen sich verschiedene Cloudlösungen zentral verwalten. Dazu gehören AWS, Google Cloud, Microsoft Azure und OpenStack.

Mit Scalr lassen sich Cloudinfrastrukturen deutlich einfacher verwalten, als mit den Bordwerkzeugen aus OpenStack, Microsoft Azure, Amazon Web Services und Google Cloud. Setzen Unternehmen auch noch auf mehrere Anbieter gleichzeitig, ist die Verwendung von Scalr noch interessanter, da hier alle Dienste zentral verwaltbar sind.

Der Dienst ist ab 99 Dollar/Monat verfügbar. Die genauen Kosten hängen davon ab, wieviele Objekte im jeweiligen Dienst verwaltet werden, welches Support-Paket gebucht wird, und welche Hochverfügbarkeitslösung genutzt wird, aber auch ob Funktionen wie Single-Sign-On genutzt werden sollen. Der genaue Preis lässt sich nur zusammen mit einem Vertriebsmitarbeiter von Scalr fest definieren. Ein Überblick über die Lösung kann auch auf der Website von Scalr über ein Video und eine Testversion erfolgen.

Nicht alles kann mit Scalr verwaltet werden

Scalr bietet eine effiziente Möglichkeit die wichtigsten Clouddienste zu verwalten. Vor dem produktiven Einsatz sollte aber genau getestet werden, welche Funktionen in den einzelnen Clouddiensten genutzt werden sollen. Denn Scalr unterstützt nicht alle Funktionen umfassend, die in Azure, AWS und Google Cloud oder OpenStack zur Verfügung stehen. In den meisten Fällen werden die wichtigsten Dienste unterstützt. Dazu gehören zum Beispiel Amazon EC2, ELB, EBS und einige mehr.

Scalr kann auch im eigenen Netzwerk auf Servern installiert werden. Hier sind für den produktiven Betrieb aber mehrere Server notwendig, die über genügend Leistung verfügen müssen. Die Verwaltung erfolgt über eine Weboberfläche. Der Server kann virtualisiert oder in der Cloud betrieben werden. Die Installation erfolgt auf einem Linux-Server, zum Beispiel Ubuntu. Wichtig ist, dass der Scalr-Server über die notwendigen Ports mit den angebundenen Clouddiensten kommunizieren kann. Auch die verschiedenen Scalr-Server müssen untereinander kommunizieren können.

Delegierung möglich

Die Verwaltung der verschiedenen Cloudlösungen, die an Scalr angebunden sind, erfolgt über Adminkonten, die der übergeordnete Admin einrichten kann. Durch die Delegierung ist es zum Beispiel möglich, dass Entwickler Zugriff auf bestimmte Ressourcen in der Cloud erhalten und zum Beispiel VMs mit einer fest definierten Konfiguration zu erstellen.

Das Konto mit dem Scalr installiert wird, verfügt über umfassende Berechtigungen zur zentralen Verwaltung und Einrichtung von Sclalr. Für die Absicherung der Konten unterstützt Scalr auch Mehr-Faktor-Authentifizierung auf Basis von Google Authenticator. Diese macht beim produktiven Einsatz der Umgebung durchaus Sinn. In den Einstellungen von Scalr kann auch festgelegt werden aus welchen IP-Bereichen ein Zugriff auf die Umgebung erfolgt.

Nach der Einrichtung der Umgebung werden zuerst die Cloudanbieter integriert, in dem bei „Environments“ die Anmeldedaten der verschiedenen Umgebungen eingegeben werden. Aktuell unterstützt Scalr verschiedene OpenStack-Distributionen, AWS (EC2) Google Compute Engine (GCE), Microsoft Azure und einige mehr.

Über Rollen kann festgelegt werden, welche verschiedenen Dienste in den angebundenen Clouds verwaltet werden können. Hier können zum Beispiel einer Rolle unterschiedliche Images in AWS oder GCE zugewiesen werden. Hier muss auch darauf geachtet werden, dass durch Administrationsaufgaben in Scalr Kosten beim Cloudanbieter entstehen können. Legt Scalr aus verschiedenen Gründen zum Beispiel einen Snapshot in AWS an, dann muss dessen Speicherplatz bezahlt werden. Das sollte in die Kalkulation der Umgebung mit einfließen.

Community Edition installieren

Für einen Überblick zu den Möglichkeiten von Scalr kann auch die Opensource-Version verwendet werden. Diese Community Edition kann schnell und einfach über ein Terminal installiert werden. Die Befehle dazu lauten:

curl -L https://packagecloud.io/install/repositories/scalr/scalr-server-oss/script.deb | sudo bash

oder

curl -L https://packagecloud.io/install/repositories/scalr/scalr-server-ee/script.rpm.sh| sudo bash

sudo apt-get install -y scalr-server

sudo scalr-server-wizard

Die Einrichtung erfolgt in diesem Fall über Chef. Das automatisch konfigurierte Kennwort für den Admin-Zugriff ist in der Datei

/etc/scalr-server/scalr-server-secrets.json

zu finden. Die genaue Anleitung zur Installation ist auf der Scalr-Webseite zu finden.

Scalr steht auch als Hosted Version zur Verfügung. Diese kann kostenlos 7 Tage lang verwendet werden.

Skripte nutzen

Für verschiedene Verwaltungsaufgaben in den Clouds können auch Skripte hinterlegt werden. So können Aufgaben nicht nur delegiert, sondern auch automatisiert werden. Die Skripte werden in der Oberfläche von Scalr hochgeladen und im System integriert.

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