Neue Local Zones in München und Berlin AWS baut Cloud-Infrastruktur in Deutschland aus

Amazon Web Services (AWS) will ab diesem Jahr die 16 bereits bestehenden lokalen AWS-Zonen um noch einmal 32 neue Local Zones in 26 Ländern ergänzen – darunter auch in Deutschland.

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Die neuen AWS Local Zones ermöglichen Latenzen im einstelligen Millisekundenbereich am Edge der Cloud.
Die neuen AWS Local Zones ermöglichen Latenzen im einstelligen Millisekundenbereich am Edge der Cloud.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

AWS Local Zones stellen Infrastruktur für ausgewählte Cloud-Dienste wie Rechenleistung, Speicherkapazität und Datenbanken in der Nähe großer Bevölkerungs-, Industrie- und IT-Zentren bereit. Die neuen AWS Local Zones in München und Berlin ergänzen die bestehende Infrastruktur in Deutschland, einschließlich der AWS Region Frankfurt und den Edge-Standorten in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt und München.

Kunden von AWS könnten damit Anwendungen, die eine Latenz im einstelligen Millisekundenbereich erfordern, in der Nähe ihrer Endnutzer oder On-Premises-Rechenzentren einsetzen, heißt es aus dem Unternehmen. So ließen sich AWS-Dienste lokal nutzen, im elastischen Pay-as-you-go-Modell und den gewohnten Schnittstellen (APIs) und Werkzeugen. Darüber hinaus würden sie von einer nahtlosen Verbindung mit ihren übrigen Systemen und Anwendungen in einer nahegelegenen AWS-Region profitieren.

Normal würden die meisten AWS-Kunden die passende Latenz und Performance für ihre Anwendungen erreichen, wenn sie eine AWS-Region nutzen. Für Applikationen, die eine extrem niedrige Latenz benötigen, sei jedoch eine AWS-Infrastruktur, die sich näher an ihren Endnutzern oder ihren vorhandenen Rechenzentren befindet, geeigneter. Mit den neuen AWS Local Zones könnten Kunden in Deutschland ihren Endanwendern Performance mit Latenzen im einstelligen Millisekundenbereich bieten – etwa für Remote-Echtzeitspiele, die Erstellung von Medien- und Unterhaltungsinhalten, Live-Videostreaming, technische Simulationen, Augmented und Virtual Reality oder maschinelles Lernen am Edge.

Da AWS die Local Zones verwaltet und betreibt, würden den Kunden in Deutschland keine Kosten und kein Aufwand für die Beschaffung, den Betrieb und die Wartung der Infrastruktur in München und Berlin entstehen. Kunden mit Anforderungen an die Datenresidenz in Deutschland könnten über die AWS Local Zones, Teile ihrer Anwendungen in lokalen Rechenzentren ausführen. Sie könnten sich über das Internet mit den AWS Local Zones verbinden oder AWS Direct Connect nutzen. Dieser Cloud-Service verbinde das Unternehmensnetzwerk direkt mit AWS und biete eine konsistente, sichere Leistung mit geringer Latenz und übertrage den Datenverkehr über eine private AWS-Netzwerkverbindung.

„AWS Local Zones kommen zur rechten Zeit“

Ralf Sürken, CEO Europe des Managed Multi-Cloud-Providers Syntax, begrüßt das Engagement von AWS. Dies sei die richtige Weichenstellung zur rechten Zeit. „Wir erleben in Deutschland einen Cloud-Boom bei unternehmenskritischen Anwendungen wie SAP und anderen Systemen. Selbst eher konservative Unternehmen setzen auf die Public Cloud, bauen mittlerweile sogar ihre IT für neue Standorte komplett in der Public Cloud auf. Für die digitale Transformation unserer Industrie, zum Beispiel für Industrial IoT, für Maschinensteuerung in Echtzeit, brauchen die deutschen Unternehmen mehr und schnellere Infrastruktur“, sagt Sürken. Local Zones vor Ort lieferten die hierfür nötigen niedrigen Latenzzeiten und damit eine bessere Performance.

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