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Digitale Exzellenz Wie Unternehmen die digitale Transformation meistern

Autor / Redakteur: Torsten Kreis * / Florian Karlstetter

Produzierende Unternehmen müssen heute die digitale Transformation bewältigen, die in der Fertigung unter dem Schlag­wort Industrie 4.0 diskutiert wird. Die Digitale Exzellenz bietet dafür einen Ansatz – doch was ist das und wie lässt sie sich in der Praxis realisieren?

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Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen ermöglicht es Unternehmen, in Echtzeit auf veränderte Kundenanforderungen zu reagieren.
Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen ermöglicht es Unternehmen, in Echtzeit auf veränderte Kundenanforderungen zu reagieren.
(Bild: Tuningfotojournal - Fotolia.com)

Digitale Exzellenz ist weniger eine Wegbeschreibung als eine Zielvorgabe zur Bewältigung des digitalen Wandels. Dabei sind sowohl unternehmensinterne Themen als auch die Vernetzung mit Kunden und Partnern zu berücksichtigen. Gemeinsam mit der Universität Hamburg hat die Management- und IT-Beratung Sopra Steria Consulting eine Reihe von Disziplinen identifiziert und validiert, die auf industriellen Praxisbeispielen und Anforderungen aus der Fertigung basieren.

Bereits heute ist ein hoher Grad an IT-Unterstützung und Automation in den Kernprozessen erreichbar. Als wesentliches Ziel gilt dabei die Erhöhung der Effizienz. Doch viele Industrieunternehmen stehen vor der Herausforderung, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten. Schließlich führen neue technologische Möglichkeiten und die permanente Weiterentwicklung großer Anwendungssysteme wie ERP und CRM dazu, dass die Messlatte von Jahr zu Jahr höher gelegt wird. Fertigungsunternehmen setzen meist immer noch veraltete Systeme ein, die sich in der Vergangenheit bewährt haben.

Nötiger Technologiewechsel

Im Zuge von Industrie 4.0 ist jedoch ein Technologiewechsel nötig. Was gut funktioniert, kann durchaus bestehen bleiben, doch neue Plattformen wie SAP S/4HANA bringen auch einen technischen Paradigmenwechsel. Nur damit können Fertiger die Anforderungen beispielsweise rund um Big Data effizient bewältigen. Um Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln, lassen sich neue Techniken in abgeschotteten Bereichen ausprobieren.

Doch sollten sich Unternehmen bewusst sein, dass übergreifende Schnittstellen oder pragmatische IT-Standards noch fehlen. Mit der zunehmenden Digitalisierung von Geschäftsprozessen lassen sich diese schneller und flexibler anpassen. Dadurch können Unternehmen in Echtzeit auf veränderte Kundenanforderungen reagieren und neue Ideen schnell und unkompliziert testen. Eine vorausschauende Analyse von Daten ermöglicht es, das Eintreten von Ereignissen besser vorherzusagen.

Daten richtig nutzen

Zu den veränderten Geschäftsprozessen zählt auch das Anbieten von neuem Zubehör zu einem Standardprodukt, das von Zulieferern stammt. Zur Entscheidung, ob diese neuen Prozesse wirtschaftlich sinnvoll sind, benötigen Unternehmen zuverlässige Daten. Doch welche Zahlen sind aktuell im Kontext richtig und vorausschauend genau? Einige Fertiger setzen hier auf „Data Scientists“, die jedoch erst die Veränderungen im Geschäftsmodell und dann in der Wertschöpfung verstehen müssen. Lohnenswerter ist es, Datenwissenschaftler in hochkomplexen Aufgabenstellungen einzusetzen und zusätzlich Business-Intelligence-(BI-)Lösungen mit intuitiv bedienbaren Oberflächen bereitzustellen, die von den Fachabteilungen selbst genutzt und angepasst werden. Diese sogenannten BI-Self-Services erfordern jedoch eine Modernisierung der eigentlichen IT-Plattform.

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