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Projektbasierte Vorgehensweise
Für eine schnelle Anpassung der IT an die Geschäftsanforderungen sind neben einer flexiblen Architektur ebenso Fähigkeiten zur Auswahl, Integration und Orchestrierung von unternehmensinternen und -externen Diensten erforderlich. Sie müssen dazu aber auch ihre bisherige, liniengeprägte Vorgehensweise auf eine projektbasierte umstellen. Dann können sie von bestehenden agilen Projektmethoden profitieren. Zum Beispiel ermöglicht es „Rapid Prototyping“ auf Basis einer sogenannten Software Factory, in extrem kurzer Entwicklungszeit individuelle IT-Lösungen zu realisieren. Für eine proaktive Wartung der Maschinen eignen sich ebenfalls agile Softwarelösungen.
Datensicherheit ist das A und O
Die Sicherheit muss bei Digitalisierungsbestrebungen von Beginn an berücksichtigt werden. Dazu ist ein umfangreiches digitales Sicherheits- und Risikomanagement erforderlich. Zudem muss der digitale Geschäftsbetrieb gesetzeskonform gestaltet und permanent überwacht werden. Dabei sind auch die jeweiligen Branchenvorschriften zu berücksichtigen. Wichtig ist es dabei, zukünftig den Fokus mehr auf das Endprodukt zu legen. Um bei den zahlreichen Gesetzen und Regelungen den Überblick zu bewahren, kann die IT eine Erinnerungsfunktion übernehmen. Doch nicht alle Daten befinden sich im Zugriff des Unternehmens. So werden etwa in Autos zahlreiche Daten produziert, die der Hersteller nicht kontrollieren kann, ohne Datenschutzgesetze zu verletzen. Auf der anderen Seite entstehen auch in der Fertigung immer mehr Daten, die Hacker und Cyberkriminelle mit klassischen Angriffsmethoden ausspionieren können. So muss die Produktionsstraße heute ähnlich gut gesichert werden wie die Büro-IT.
Individuelle Vorgehensweise
Der Weg zu dieser „Digitalen Exzellenz“ ist aber unklar, da noch keine branchenweit anerkannten Standards existieren. Jeder Hersteller entwickelt eigene Lösungen, die er individuell an die Kunden anpasst. Für eine umfassende Industrie 4.0, genauer das Internet der Dinge, sind daher neue technologische Plattformen nötig, die eine horizontale sowie vertikale Integration bieten und beliebig skalierbar sind. Diese ermöglichen dann auch eine digitale Koproduktion individueller Produkte durch Hersteller und Zulieferer.
Dieser Artikel stammt ursprünglich von unserer Schwesterpublikation Maschinenmarkt (verantwortlicher Redakteur: Robert Horn).
* Der Autor: Torsten Kreis ist Senior Manager und Industrieexperte bei Sopra Steria Consulting in 22085 Hamburg, Tel. (0 40) 2 27 03-0, presse.de@soprasteria.com
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