Berater, Vermittler, Integrator

Von der Entstehung des Cloud Service Brokers

| Autor / Redakteur: Lutz Kolmey, Mod IT Services* / Elke Witmer-Goßner

Ob Cloud-Computing auch im Mittelstand zunehmend eingesetzt wird, hängt maßgeblich von sogenannten Cloud Service Brokern ab, die alle Kompetenzen rund um Cloud-Dienste beherrschen.
Ob Cloud-Computing auch im Mittelstand zunehmend eingesetzt wird, hängt maßgeblich von sogenannten Cloud Service Brokern ab, die alle Kompetenzen rund um Cloud-Dienste beherrschen. (Bild: ra2studio, Fotolia)

Der Cloud-Computing-Markt ist undurchsichtig und enorm beweglich. Große Anbieter scheinen den Markt zwar zu dominieren, doch ebenso behaupten sich spezialisierte Nischenanbieter mit einem attraktiven Preis-/Leistungsverhältnis. Jede Ausprägung der Cloud scheint inzwischen denkbar.

Es ist ein Markt, der auf der einen Seite eine Vielzahl an intelligenten, kostensparenden und flexiblen Cloud Services hervorbringt. Doch demgegenüber stehen die Unternehmen mit ihrer gewachsenen Infrastruktur vor einer komplexen Aufgabe: Sie suchen den richtigen Service in angemessenem Maße zu guten Konditionen, der sich dann auch noch mit überschaubarem Aufwand mit der eigenen Infrastruktur integrieren lässt.

Bewegung am Markt ist gut für die potenziellen Kunden. Sie beschert den cloud-willigen Unternehmen eine große Auswahl an mehr oder weniger spezialisierten Angeboten und lässt die Preise unter Druck geraten. Aber der Cloud-Computing-Markt ist noch jung, längst ist nicht ausgemacht, wer langfristig zu den erfolgreichen Anbietern zählen wird. Es fehlen Standards, nach denen sich Angebote und Leistungen beurteilen lassen, was die Vergleichbarkeit extrem erschwert. Zudem sind die Einsatzszenarien für Cloud-Lösungen so unterschiedlich, dass generelle Aussagen darüber, welches Angebot wozu am besten passt, kaum zu treffen sind.

Im täglichen Leben eines IT-Entscheiders heißt das, für jedes Projekt, jeden Prozess und jede Anwendung entscheiden zu müssen, ob eine Cloud-Lösung Vorteile bringen kann. Und wenn ja, ob es sich eher empfiehlt mit einem Generalisten in Sachen Cloud oder einem Nischenanbieter für spezielle Cloud-Systeme zusammenzuarbeiten. Oder aber mit beiden? Dabei sind Insellösungen jedoch unbedingt zu vermeiden, schaffen diese doch am Ende mehr Aufwand als echten Nutzen. Nach der schon schwierigen Auswahl des Dienstleisters steht deshalb auch noch die Frage der Integration.

Die Instanz dazwischen

IT-Dienstleister wollen diese Lücke schließen, immer häufiger taucht die Bezeichnung „Cloud Service Brokerage“ auf. Das hört sich zunächst nach einem Vermittler an, der unter den Angeboten das passende auswählt – genau wie ein Wertpapier-Broker etwa oder ein Versicherungsmakler. Doch Cloud-Lösungen sind komplexe Produkte. Zwar ist eine umfassende Beratung und Auswahl ebenso wichtig, sie genügt jedoch nicht, um ein Cloud-Projekt umzusetzen. Die Integration der bestehenden Systeme und der verschiedenen Cloud-Lösungen wird zum kritischen Faktor.

Der Begriff „Cloud Service Brokerage“ tauchte erstmals im Jahr 2009 auf. Die Analysten von Gartner führten ihn ihrer Studie „Three Types of Cloud Brokerage Will Enhance Cloud Services“ offiziell ein. Doch erst mit der fortschreitenden Entwicklung des Cloud Computing und der wachsenden Bedeutung für IT-Infrastrukturen entstand der Bedarf nach herstellerunabhängigen Spezialisten. In diesem Jahr veröffentlichte Gartner einen Magic Quadranten mit dem Titel „Integration Brokerage Report“. Die Analysten schätzen, dass bereits eine Million Unternehmen weltweit die Expertise von Cloud Service Brokern in Anspruch nehmen.

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