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Zu viele Nutzerlizenzen, unnötige Funktionen
Da sich viele Cloud-Dienste einfach und bequem mit wenigen Klicks im Internet bestellen lassen, achten Unternehmen mitunter nicht darauf, ob sie das angebotene Leistungspaket tatsächlich in diesem Umfang benötigen. So könnten zum Beispiel bei SaaS-Lösungen Software-Funktionen im Paketpreis enthalten sein, die man eigentlich gar nicht braucht. Das ist nicht nur aus Sicht der IT-Sicherheit ein unnötiges Risiko durch mögliche, zusätzliche Schwachstellen, das bedeutet meist auch unnötige Kosten.
Zudem werden die Nutzerlizenzen teils in Einheiten angeboten, die eine Beschränkung auf die tatsächlich vorhandene oder geplante Nutzerzahl schwer machen. So macht zum Beispiel eine monatliche SaaS-Nutzungsgebühr für bis zu 50 Anwender wenig Freude, wenn ein Unternehmen eben nur 12 Beschäftigte hat.
1. Gegenmaßnahme: Cloud-Monitoring
Die Kosteneffizienz von Cloud-Computing steigt, wenn man sich den tatsächlichen Verbrauch an Cloud-Ressourcen klar macht und mögliche Überkapazitäten abbaut. Möglich wird dies durch eine vorausschauende Planung der benötigten Kapazitäten, ein Monitoring der Cloud-Nutzung und die Auswahl eines Cloud-Providers, der kurzfristige Leistungsspitzen nicht zum Problem werden lässt. Hilfreich sind hier Lösungen aus dem Bereich der Cloud-Service-Manager und des Cloud-Loggings sowie Datentransfers zwischen Clouds, um das verfügbare Potenzial besser zu nutzen.
Solche Lösungen zeigen die aktuelle Auslastung und die verbleibende Kapazität über Cloud-Grenzen hinweg. Damit können die genutzten Cloud-Dienste besser an den aktuellen Bedarf angepasst und mögliche Bedarfsspitzen abgefangen werden. Schließlich wäre es mehr als ärgerlich, bei einem Cloud-Dienst nachkaufen zu müssen, obwohl man bei einem anderen, passenden Cloud-Dienst noch Reserven hat.
2. Gegenmaßnahme: Suche nach attraktiven Preismodellen
Neben einem Cloud-Monitoring und dem Umschichten des Cloud-Verbrauchs zwischen den genutzten Cloud-Diensten ist es entscheidend, dass Unternehmen ihre Anforderungen an die Cloud-Dienste genau festlegen, bevor sie ins Cloud Computing starten. Dazu gehören auch die benötigten Funktionen und Nutzerzahlen.
Der Markt für Cloud-Dienste ist inzwischen breit genug, um neben der Prüfung von IT-Sicherheit und Datenschutz auch die Preismodelle der Cloud-Anbieter genauer unter die Lupe zu nehmen. Cloud-Dienste, die tatsächlich nach der aktuellen Nutzerzahl abrechnen, sind dabei ebenso zu bevorzugen, wie Cloud-Anbieter, die nicht umfangreiche Komplettpakete anpreisen, sondern optionale Module. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen sollten zudem auf mögliche KMU-Versionen der Cloud-Dienste wie zum Beispiel bei Office365.com achten, insbesondere dann, wenn keine nutzungsabhängige Abrechnung erfolgt, was gerade bei SaaS-Angeboten leider oftmals der Fall ist.
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