ProfitBricks kritisiert unflexible Abrechnungsmodelle

Umsatzmargen in der IaaS-Branche viel zu hoch

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Im Unternehmensblog analysiert ProfitBricks die Margen der Konkurrenz und präsentiert eigene Angebote als bessere Alternative.
Im Unternehmensblog analysiert ProfitBricks die Margen der Konkurrenz und präsentiert eigene Angebote als bessere Alternative. (Bild: ProfitBricks)

Die Preise für Cloud Computing sind zu hoch, meint IaaS-Anbieter ProfitBricks. Nahezu obszöne Umsatzmargen schreckten potentielle Kunden ab und bremsten die Entwicklung des gesamten Marktes.

Selbstbewusst bringt sich ProfitBricks gegen Amazon Web Services (AWS) in Stellung. Trotz regelmäßiger Preissenkungen seien die AWS-Angebote immer noch wenig flexibel und viel zu teuer.

Laut ProfitBricks gebe AWS Ersparnisse durch Abschreibungen und effizientere Technologien nur unzureichend an eigene Kunden weiter. Damit genehmige sich der Anbieter eine Umsatzmarge bis zu 90 Prozent, mutmaßt ProfitBricks im eigenen Unternehmensblog. Hohe Kosten schreckten aber auch potentielle Kunden ab und behinderten die Entwicklung des gesamten Cloudmarkts.

Andreas Gauger, Geschäftsführers und des CMO bei ProfitBricks, legt nach: "Die zahlreichen Kunden, die M1-Instanzen nutzen, haben nichts von der Preissenkung [...] Diese zahlen weiterhin überhöhte Preise für inzwischen veraltete Hardware. AWS empfiehlt zwar den Wechsel auf die günstigeren und leistungsfähigeren M3-Instanzen. Doch das ist ein ziemlich hoher manueller Aufwand. Das Amazon die Preise der M1-Instanzen nicht glaubwürdig gesenkt hat dürfte viele Bestandskunden eher verärgern."

Bei AWS will man sich nicht zu den eigenen Margen äußern, sieht die Sache naturgemäß aber ganz anders: Seit 2006 habe man die Preise 41 mal gesenkt und schließe keine Kunden von Preissenkungen aus; auch in Zukunft konzentriere man sich darauf, die Kosteneffizienz weiter zu steigern.

Zudem führt AWS Referenzkunden an, die – zumindest verglichen mit klassischen On-Premises-Lösungen – per AWS ihre Kosten senken und die Produktivität ihrer Mitarbeiter steigern konnten. Jeremy Ward, Senior Vice President IT bei der Hotelgruppe Kempinski nennt beispielsweise eine Kostenersparnis von 40 Prozent über fünf Jahre.

ProfitBricks glaubt offenbar, dass Kunden mit alternativen Cloud-Lösungen noch mehr sparen könnten. Dazu nochmals Andreas Gauger: "Amazon bietet nach wie vor nur vorgefertigte Pakete an. Dies widerspricht der eigentlichen Idee, die hinter Cloud Computing steht, nämlich nur das zu bezahlen, was man wirklich nutzt. Der IaaS-Markt steht derzeit direkt vor einer Neuorientierung. Wir von ProfitBricks sehen uns dabei als einen der Vorreiter was das Preis-Leistungsverhältnis und die Flexibilität angeht."

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