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Neuer Trend: Die Kombination von SDN und DevOps Software-Defined Application Services

| Autor / Redakteur: Ralf Sydekum / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Hohe Flexibilität, einfaches Management, Unterstützung der Geschäftsprozesse: Diese Anforderungen stellen Unternehmen heute an ihre Systeme. SDN und DevOps können hier vor allem in Kombination als Software-Defined Application Services (SDAS), wertvolle Hilfestellungen leisten.

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SDN-Technologien erhöhen nicht nur die Flexibilität von Netzwerken und erleichtern deren Management, sondern stellen auch eine Innovationsplattform für DevOps dar.
SDN-Technologien erhöhen nicht nur die Flexibilität von Netzwerken und erleichtern deren Management, sondern stellen auch eine Innovationsplattform für DevOps dar.
(Bild: tashatuvango - Fotolia.com)

Software-definierte Netzwerke (SDN) waren lange Zeit nur ein Buzzword, doch nun werden sie weltweit immer stärker genutzt. So stellt der globale SDN-Markt laut IDC bis zum Jahr 2020 einen Wert von mehr als 12,5 Milliarden US-Dollar dar – mit einer jährlichen Wachstumsrate von über 50 Prozent.

SDN-Anwendungen – einschließlich Netzwerk- und Sicherheitsdiensten sowie Analytik – weisen demnach sogar eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 66 Prozent bis zum Jahr 2020 auf. Zu diesem Zeitpunkt werden SDN-Anwendungen einen Umsatz von mehr als 3,5 Milliarden US-Dollar erzeugen.

Diese Prognosen bestätigt eine Studie von F5 für Europa. Gemäß dem Bericht zum Status von Application Delivery [Download registrierungspflichtig] glauben 41 Prozent der Unternehmen in EMEA, dass SDN in den nächsten zwei bis fünf Jahren für ihre Organisation „strategisch wichtig“ werden wird. Ein Viertel kauft voraussichtlich innerhalb der nächsten 12 Monate SDN-Technologien – 41 Prozent davon, um die Betriebskosten zu senken, 27 Prozent zur Verkürzung der Markteinführungszeiten.

Gründe für den Trend SDN

SDN trennt sozusagen das „Gehirn“, also die Steuerungsfunktionen des Netzwerks von den physischen Geräten. Damit müssen Administratoren nicht mehr jeden einzelnen Switch konfigurieren, sondern führen dies für beliebig viele Geräte zentral mit Hilfe einer Konsole durch. Das Resultat: Das Netzwerk wird deutlich einfacher zu verwalten und damit agiler.

Tatsächlich muss die Belastung des Netzwerk-Management-Teams heute reduziert werden. Denn IT-Manager stehen unter erheblichem Druck, die Kosten zu reduzieren. Gleichzeitig sollen sie aber den Betrieb erweitern, flexible Services anbieten, die Sicherheit gewährleisten und zahlreiche Nutzer von fest installierten und mobilen Geräten verwalten. Entsprechend nimmt der Bedarf an innovativer, schneller Automatisierung, Orchestrierung und Programmierbarkeit sowohl in Europa als auch weltweit immer mehr zu.

Voraussetzungen für SDN

Effektive Automatisierungstools und Frameworks hängen jedoch stark von der Programmierbarkeit der Funktionen von Schnittstellen und Templates ab. Diese ermöglichen eine softwaredefinierte Konfiguration und Bereitstellung von Netzwerk- und Anwendungs-Infrastrukturen. Damit wird die Verfügbarkeit von Applikationen und Ressourcen beschleunigt und Fehler werden vermieden, die durch manuelle Konfigurationen entstehen können.

Bei der genannten Studie von F5 haben die Befragten – IT-Leiter, Netzwerkmanager, Sicherheitsingenieure, Infrastruktur- und Anwendungsarchitekten – alle Facetten der Programmierbarkeit für Automation als „wichtig“ bis „sehr wichtig“ eingestuft. Für 67 Prozent war dies die Datenpfad-Programmierbarkeit, für 58 Prozent APIs und für 49 Prozent Vorlagen.

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